Montag, 27. April 2015

Lüneburger Heide 50 km


Wir waren fast vier Monate unterwegs – genau 113 Tage und haben etwa 8.000 km zurückgelegt. Die meiste Zeit verbrachten wir in Portugal, 51 Tage, gefolgt von Spanien mit 39 Tagen, dann Frankreich 12 und schließlich Deutschland mit 11 Tagen.

Sonntag, 26. April 2015

Celle 220 km


Langes und ungestörtes Ausschlafen. Dann geht es zur vorletzten Etappe nach Celle, diesmal auf der Autobahn, die heute, an einem Sonntag, keine Probleme für uns darstellt. In Celle gehen wir ein wenig Spazieren (mit Cachen) und lassen den Tag ausklingen.
Celler Schloss

Samstag, 25. April 2015

Büren 300 km


Unser Weg führt uns jetzt in die Nähe von Paderborn, nach Büren. Wir wollen unseren Sohn besuchen, der sich zur Zeit dort beruflich aufhält. Da er erst am Abend für uns Zeit haben wird, wählen wir nicht die schnelle Strecke über Köln, sondern gondeln langsam aber malerisch über Siegen unter Vermeidung der Autobahnen. Wir finden, eine gute Entscheidung. Unsere Fahrt gestaltet sich als sehr ruhig und entspannend. Über Köln wäre der Verkehr sicher sehr dicht gewesen.

Nachdem wir uns in Büren eingerichtet haben, gehen wir gemeinsam in Paderborn essen. Dabei stellen wir fest, dass der Stellplatz direkt in Paderborn keine gute Idee gewesen wäre. Dort ist gerade Volksfest – von Ruhe keine Rede. Nach dem leckeren Steakessen sitzen wir noch lange im Womo zusammen.

Freitag, 24. April 2015

Neef 70 km


Unsere nächste Station ist ein deutscher Lidl. Doch da müssen wir erst einmal mit unserem Womo parken können. An sich ist der Parkplatz groß genug und es sind auch genügend Plätze frei. Achim fährt weit nach hinten und stellt sich quer auf mehrere freie Buchten. Anders geht es nicht. Doch da hat er die Rechnung ohne einen „freundlichen“ Autofahrer gemacht. Der stellt sich ohne jede Notwendigkeit direkt vor uns. Damit wir nicht eingeklemmt werden, bleibt Achim nichts anderes übrig als noch einmal ein paar Meter zurück zu setzen. Es lebe das Miteinander im Straßenverkehr. Im Lidl freuen wir uns nach vielen Wochen wieder auf das deutsche Sortiment. Man mag es kaum glauben, aber das eine oder andere Produkt vermisst man doch. Weiter geht es bis kurz vor Neef. Dann müssen wir über eine recht enge Brücke. Hoffentlich kein Gegenverkehr! Na, was schon – Gegenverkehr, kurz bevor wir das Ende der Brücke erreicht haben. Ein Linienbusfahrer sieht uns zwar – vorausgesetzt er hat keinen Sehfehler – fährt aber trotzdem etwa dreißig Meter auf die Brücke, obwohl er nur ein paar Sekunden hätte warten müssen. Dann stehen wir da. Dreißig Meter vor uns wäre das Brückenende. Hinter uns ist das Brückenende vielleicht einhundert Meter entfernt. Achim hat Zeit. Er schaltet die Warnblinkanlage ein und wartet – und wartet – und wartet noch länger. Dann bildet sich auch hinter dem Bus eine kleine Schlange von drei Autos. Logisch dass das Auto direkt hinter dem Bus demselben bis fast auf die Stoßstange auffährt. Damit bleiben nun auch dem Busfahrer kaum mehr Möglichkeiten. Trotzdem fängt er endlich an zu rangieren. Seine Front kriegt er noch ein bisschen an den Fahrbahnrand. Sein Heck ist aber noch zu weit in der Fahrbahnmitte. Nach mehreren Versuchen schafft er es, seinen Bus einigermaßen gerade zu stellen. Achim klappt seinen Außenspiegel ein und Millimeter für Millimeter schieben wir uns aneinander vorbei. Das wäre auch leichter gegangen. Nun ist es nicht mehr weit bis zum Stellplatz.
Dort müssen wir uns erst durchfragen. Die Schilder für VE und auch für die Preise stechen nicht gerade ins Auge. Da wir einen reinen Wiesenplatz vorfinden und es morgen regnen soll, legen wir vorsichtshalber Antirutschmatten unter unsere Räder. Schließlich wollen wir morgen hier wieder weg kommen. Dann nehmen wir unsere Rucksäcke und machen uns auf in den Ort zur Weinprobe mit Brotzeit. Doch wir finden nirgends einen Wein nach unserem Geschmack. D. h. wir kommen nicht einmal zu einer einzigen Weinprobe. Schon das Angebot sagt uns nicht zu. Zurück am Womo kommt sogar noch ein Händler angefahren. Aber auch dessen Sortiment reißt uns nicht vom Hocker. Daher gibt es kalte Platte im Womo und gekühlten, portugiesichen Weißwein. Lecker!

Donnerstag, 23. April 2015

Minheim 2. Tag


Sollen wir weiterfahren oder nicht? Wir entscheiden uns, die Entscheidung aufzuschieben, packen unsere Wanderrucksäcke und marschieren in Richtung Weinberge. Karin packt sogar ihre Wanderstöcke ein, die sie sonst immer vermisst hat. (Keine Frage, dass sie die Dinger auch heute kein einziges Mal benutzt.) Unterwegs sammeln wir logischerweise auch ein paar Caches ein. Aber zuerst müssen wir im Ort Minheim steil bergauf, jedenfalls für unsere Verhältnisse steil. Es geht vorbei an einem schönen Eichhaus
 mit Blick in das Innere.
Dann verlassen wir den Ort und es geht noch steiler bergauf, bis wir an einer kleinen Kapelle
Rast machen und die grandiose Aussicht ins Moseltal genießen.
Damit haben wir unser für heute gestecktes Ziel erreicht und könnten umkehren, wenn Karin den Achim nicht zu einem „kleinen“ Umweg überreden würde. Der führt uns dann hoch am Weinberg zu einem weiteren Aussichtspunkt, von dem aus wir den Betrieb an einer Schleuse hervorragend beobachten können.
Der Rückweg zum Womo fällt anschließend recht leicht. Wir können uns kaum verlaufen, da wir von hoch oben einen guten Überblick haben, wo wir lang müssen. Zudem geht es nun nur noch bergab. So kommen wir gut gelaunt am Womo an. Wir resümieren: In den Weinbergen kann man eigentlich ganz gut wandern. Die Wege dienen meist als Fahrwege für die Weinbauern und sind deshalb recht gut ausgebaut. Der normale Verkehr fehlt, so dass man seine Ruhe hat. Und eigentlich genießt man jederzeit einen sehr guten Ausblick in das Moseltal. So ist die Zeit heute doch schon recht weit voran geschritten, dass sich das Weiterfahren nicht mehr lohnt. Dafür aber lohnt es sich bei dem herrlichen Wetter, den Grill anzuwerfen.

Mittwoch, 22. April 2015

Minheim 25 km


Achim hört den Bäcker auf den Stellplatz fahren und will ein paar Brötchen holen. Da sieht er ein Baguette im Regal, kriegt große Augen und entscheidet sich um. Leider falsch. Obwohl wir nur ein paar Kilometer von Frankreich entfernt sind, ist dieses Baguette nicht mit dem Original zu vergleichen: Bröselig, hart und ohne wirklichen Geschmack. Schade! Wesentlich einfacher gerät unser Aufbruch bei der Entsorgung. Wir müssen nicht einmal genau über den Abwasserschacht rangieren. Der Betreiber des Stellplatzes hat ein selbstgebasteltes, transportables Auffanggerüst zur Verfügung gestellt. So geht alles viel einfacher.
Schwieriger ist die Frage, wo wir überhaupt hinwollen. Unsere Überlegung richtet sich nach den Sonnenkriterien: Morgensonne, Mittagssonne und Abendsonne. Das Kriterium Mitternachtssonne lassen wir in unseren Breitengraden mal außer Acht. Wir entscheiden uns für Minheim, gerade mal gut 25 km entfernt. Dort machen wir wieder eine kleine Cachetour. Wir wollen nur im Moseltal radeln und nicht hinauf auf die Weinberge klettern.
Die "Pille" gegen Insekten
Das erscheint uns doch etwas zu anstrengend.
Rasenmähen am Steilhang
Der Radweg ist leider nicht so prickelnd – soweit er überhaupt existiert. Es geht teilweise an einer Autostraße entlang, was uns nicht sehr angenehm ist. Dafür sehen wir aber ein paar hübsche Ecken und Dinge wie eine historische, römische Kelter
und mitten im Wald eine uralte Wasserstelle.
Eine Brücke über die Mosel stellt uns dann wieder vor Probleme: Keine Ausschilderung, wie wir dort überhaupt hinauf kommen. Wir lösen dieses Problem mit etwas mutiger Kreativität. Und dann eine Baustelle, die die Brücke mittels Ampel zur Einbahnstraße macht. Da müssen wir Gas geben, sonst würden uns die eiligen Autofahrer rüberdrücken. Zurück am Stellplatz kommt auch schon der Kassierer. Achim fragt ihn, wieviel Wasser denn für ein Euro aus dem Hahn kommt. An der Versorgungssäule steht nur, dass er X Minuten Wasser bietet, aber nicht wieviel. Die Antwort überrascht nicht wirklich. Es seien etwa einhundert Liter, aber da der Wasserdruck und damit die Menge schwanken können, dürfe der Betreiber die Menge nicht angeben. Tolle Vorgabe des Amtsschimmels!

Dienstag, 21. April 2015

Mehring 3. Tag


Karin nutzt die Möglichkeiten des mondänen Ortes Mehring, um unsere Zuladungskapazität zu erhöhen. Sie radelt zum Frisör. Achim bekommt inzwischen netten Besuch.
Auf dem Rückweg kommt Karin an einigen Restaurants vorbei, womit der Entschluss für das Abendessen außer Haus gefasst ist. So radeln wir abends wieder los, um uns ein Restaurant auszusuchen. Wie immer die gleichen Kriterien: Möglichst einheimische Gäste, was auf Qualität hindeutet und eine Speisekarte, die unseren Wünschen und unserem Geldbeutel entspricht. Gesucht, gefunden. Das Essen ist auch wirklich gut, nur die einizige Bedienung ist mit der Menge der Gäste überlastet. So ist das Verhältnis zwischen Essen und Warten sehr unglücklich. Wir überlegen kurz, ob wir noch zwei Espresso bestellen wollen, überlegen es uns aber lieber anders, da wir nicht sicher sind, ob das noch vor der Sperrstunde was wird.

Montag, 20. April 2015

Mehring 2. Tag


Wir sehen zu, wie sich der Stellplatz leert. Es ist Montag. Wir aber bleiben und fahren mit unseren Rädern zum Einkaufen. Achim freut sich besonders über Salzstangen. Die gab es leider im südwestlichen Europa nirgends. Auch unsere diesbezüglichen Vorräte waren schon längst zur Neige gegangen. Auf der Rücktour sammeln wir wie gewöhnlich ein paar Caches ein. Zurück am Womo finden wir ein Mosel-Kreuzfahrtschiff fest vertäut fast vor unserer Nase vor. Die Fahrräder gehören übrigens zum Schiff. Während das Schiff fährt, müssen/dürfen die Passagiere radeln.
Unser Blick aufs Wasser ist aber noch frei. Während sich der Stellplatz langsam wieder füllt, genießen wir das schöne Wetter und beobachten die Schwäne auf der Mosel. Fragt Karin: „Was ist das da eigentlich für ein Baum mit den weißen Blüten?“
Achim:“Ein Weißblütenbaum.“

Sonntag, 19. April 2015

Deutschland - Mehring 165 km


Wir merken nun doch, wie weit wir schon wieder im Norden sind. Die Morgentemperaturen zeigen sowohl auf dem Innen- wie auch auf dem Außenthermometer einstellige Werte an. Folge: Im Womo werfen wir Frostbeulen die Heizung an. Das hatten wir schon lange nicht mehr nötig. Als es dann warm ist, trauen wir uns auch aus dem Bett. Dann die Überraschung: Ein Bäckerwagen hält direkt am Stellplatz. Ehrensache, dass wir nun unsere wirklich letzten französischen Baguettes erstehen. Gestärkt geht es nach Luxembourg zum Tanken. Ist zwar dort auch kein Schnäppchen mehr, aber immerhin um einiges günstiger als in Deutschland. Dann sind wir auch schon im Land unserer Muttersprache und richten uns auf einem Stellplatz in Mehring direkt am Moselufer ein. Herrlich!
Das mit der Sprache hat aber einen Haken. Die deutschen Womonachbarn unmittelbar neben uns sind ausgeflogen. Knapp hinter uns stehen Holländer und Schweden. Von denen werden wir lautstark beschallt. Vielleicht sind sie ja etwas schwerhörig.

Samstag, 18. April 2015

Millery 365 km


Obwohl wir nahe an einer Verkehrsstraße stehen, können wir ganz gut schlafen. Wahrscheinlich müssen unsere Körper das Schlafdefizit von gestern ausgleichen. Gegen Morgen fängt es dann auch wieder an, leicht zu regnen. Das hält Achim aber nicht davon ab, ein paar Meter Spazieren zu gehen und noch einmal richtiges französisches Baguette direkt von einem französischen Bäcker zu kaufen. Diesen kulinarischen Genuss werden wir die nächsten Monate sehr vermissen. Wir fragen uns immer wieder, warum die deutschen Baguettes so wenig mit ihren leckeren Schwestern aus Frankreich gemein haben. Wir werden es wohl nie erfahren. Dann tanken wir schnell noch relativ günstig bei einem Intermarche und fahren auf einer zunächst sehr holprigen Strecke zweihundertsiebzig Kilometer nach Goncourt. Dort wollten wir ursprünglich auch über Nacht bleiben. Aber es ist noch sehr früh am Tag und der Wind ist trotz Sonnenschein recht kalt und heftig, so dass wir uns schon wieder einigeln müssten. Dazu haben wir keine Lust. Daher fahren wir gut sechzig Kilometer weiter nach Brulery. Dort finden wir einen gemischten Parkplatz vor, den wir uns mit Pkws und einer Radsportveranstaltung für Kinder teilen müssten. Da das auch nicht nach unserem Geschmack ist, geht es noch einmal gut dreißig Kilometer weiter bis Millery. Da wir diesen Platz direkt am Moselufer kennen, hatten wir schon die Befürchtung, er könnte überfüllt sein. Aber wir haben Glück. Weil sich hier der Wind zurückhält und die Sonne lacht, ist die Welt für uns in Ordnung.

Wir wagen uns erfolgreich an einen Multicache und setzen uns anschließend in die Sonne.

Freitag, 17. April 2015

Digoin 440 km


Die Nacht war ungemütlich. Nach Mitternacht ging der normale Landregen regelrecht in Starkregen über und prasselte mit solcher Vehemenz auf das Womodach, dass wir andauernd geweckt wurden. Achim schaute sogar einmal mit der Taschenlampe nach, ob wir schon unter Wasser stehen. War aber nicht so schlimm. Die Tür ging auf, ohne dass Wasser ins Innere floss. Ansonsten war draußen alles „spiegelglatt“. Nicht so heute Morgen. Aus dem durchgehenden Wasserspiegel ist eine Schlammwüste geworden. Achim muss das Stromkabel einrollen. Das geht nur mit wasserfestem Schuhwerk und hochgekrempelten Hosenbeinen. Dann geht es weiter nordwärts. Die Brücke von Millau ist durch den Regen und/oder Nebel kein besonderer Touristenmagnet. Man kann kaum von einem Ende zum anderen sehen. Nur der Blick in den Abgrund ist ungetrübt. Da sich das Wetter kaum bessert, machen wir gut Strecke bis Digoin, wo wir gerade noch einen Platz bekommen. Hier treffen sich an einem Freitag Abend die Rückkehrer aus dem Süden (wie wir) mit denen, die jetzt erst in den Süden aufbrechen und natürlich den „normalen“ Wochenendausflüglern.

Donnerstag, 16. April 2015

Lac du Salagou 150 km


Nachdem heute Nacht ein paar Regentropfen auf unser Womodach gefallen sind, und es am Morgen auch bedeckt ist, beschließen wir weiterzufahren. Doch zunächst brauchen wir Wasser. Unser Stellplatz hat eine französische Ver- und Entsorgungsanlage. Das Entsorgen klappt prima. Nur das Versorgen ist etwas schwierig. Bargeld akzeptiert der Automat nicht, nur Kartenzahlung. Leider verschmäht er auch unsere deutsche Kreditkarte. Achim quatscht einen Franzosen an, ob er ihm mit seiner französischen Karte aushelfen kann und will. Er tut es. Der Automat akzeptiert seine Karte, Achim gibt ihm zwei Euro und das Wasser läuft. Tröpfchen für Tröpfchen. Man kann es im Wassertank plätschern hören. Zehn volle Minuten lang. Dann haben wir in etwa einhundert Liter getankt. Nun verstehen wir auch, warum die Franzosen an solchen Versorgungsanlagen so viel Zeit brauchen. Zum Glück stand keiner mehr hinter uns. Wir waren an diesem Vormittag wie üblich wieder mal die Letzten. Dann fahren wir endlich los. Unser Ziel ist nur fünfundfünfzig Kilometer entfernt: Les Cabanes de Fleury. Wir kommen schnell voran über Narbonne bis Coursan und dann nur noch langsam. In Coursan dürfen nur Fahrzeuge mit weniger als siebeneinhalb Tonnen einfahren. Was machen eigentlich die schwereren? Eine erkennbare Umleitung gibt es nicht. Wir wurschteln uns durch den Ort der engen Einbahnstraßen. Was bleibt uns auch anderes übrig? Wenn man einmal abgebogen ist, muss man eben durch. Nach Coursan erleben wir eine landschaftlich sehr schöne Strecke. So ist sie auch im Atlas gekennzeichnet. Es geht bergauf und bergab mit vielen Kurven wie in den Alpen. Kaum Verkehr, und wenn doch, dann nur mit Anhalten und Vorbeilassen. Wir haben ja Zeit. Nach weit über einer Stunde kommen wir tatsächlich in Les Cabanes de Fleury an. Einige Womos stehen schon da. Trotzdem tote Hose und kein Wetter für Außenaktivitäten. Wir trinken Kaffee, schauen uns gegenseitig tief in die Augen - und fahren weiter. Unser nächstes Ziel kennen wir: Lac du Salagou. Dort waren schon einmal vor ein paar Jahren. Zunächst fahren wir einen uns noch nicht bekannten Platz in dem Örtchen Octon an, der uns aber nicht zusagt. Eingeengt im Ort neben alten Rostlauben. Kein schöner Womoplatz. Wir fahren ein Stück weiter und sehen ein paar Womos am Ufer des Lac. Doch dort stehen Übernachtungsverbotsschilder. Ob die um diese Jahreszeit ernst gemeint sind, wissen wir nicht, wollen aber keinen Ärger. Daher steuern wir den nächsten Platz an, den wir von früher schon gut kennen. Der Parkplatz ist auch ohne Einschränkung ausgeschildert, aber – durch eine Schranke komplett gesperrt. Das ist deutlich. Es bleibt uns nicht viel anderes übrig, als einen offiziellen Stellplatz neben einem Campingplatz anzufahren. Dort ist es zwar nicht besonders schön, aber man steht auf relativ festem Untergrund (falls es regnet), man hat WLAN-Zugang (allerdings sehr schwach) und Strom, den man bei regnerischem Zwangsaufenthalt im Womo gut gebrauchen kann. Schließlich haben wir noch ein kleines Erfolgserlebis als ein französisches Womo auf dem Stellplatz auftaucht und die Insassen uns nach den Gegebenheiten des Platzes (Wie kommt man an Wasser? Wo muss man sich anmelden? Was kostet was? Hat man hier Fernsehempfang über Satellit?) befragen. Wir müssen wohl mit unserem bisschen Französisch einen guten Eindruck gemacht haben. Jedenfalls bedanken sie sich für die Auskünfte, stellen sich neben uns, bunkern Wasser, melden sich bei der Rezeption an und richten ihre Satellitenschüssel erfolgreich aus.

Mittwoch, 15. April 2015

Port-La-Nouvelle 4. Tag


Die Sonne lacht doch wieder. Dazu weht ein etwas frischerer Wind. Wir packen unsere Wanderrucksäcke und machen uns auf, den Hang zu erklimmen, den man schon vom Stellplatz aus sehen kann. Dort oben finden wir Überreste einer alten Wehranlage aus dem zweiten Weltkrieg. In einen der Bunker führen viele Treppenstufen hinein ins dunkle Nichts. Ein paar Meter gehen wir hinein. Dann kehren wir wieder zurück ans Tageslicht. Eine Taschenlampe wäre nicht schlecht gewesen. Den Cache nicht weit vom Eingang loggen wir natürlich. Dann folgen wir einem Rundwanderweg mittlerer Schwierigkeitsstufe, der mal besser aber auch mal schlechter markiert ist. Wir werden mit einem tollen Blick auf Port-La-Nouvelle und das Mittelmeer belohnt.
Eine Aussichtsplattforn ist gut mit Schildern ausgestattet und informiert uns rundum über das, was wir sehen. Dann machen wir uns auf den Rückweg. Am Stellplatz angekommen nehmen wir die Fahrräder, um auf dem Campingplatz zum Duschen zu fahren. Dabei erkunden wir den nahe gelegenen Super U. Dort gibt es neben einer Tankstelle eine Waschanlage, die auch für Womos geeignet ist, eine Ver- und Entsorgung, die auch Münzen annimmt (was in Frankreich nicht selbstverständlich ist) und eine öffentliche Wäscherei. Alles, was der Womofahrer so braucht. Dann, gegen Abend, macht sich die Sonne doch wie angekündigt rar und versteckt sich hinter einer leichten Wolkendecke.

Dienstag, 14. April 2015

Port-La-Nouvelle 3. Tag


Nach unserer gestrigen etwas längeren Radtour treten wir heute wieder einiges kürzer. Wir radeln vorbei an einer riesigen Kirche
hinunter in den Hafen
und steuern dann die Promenade des Ortes an. Dabei müssen wir am Industriehafen vorbei und staunen, wie groß er doch ist.
Die Promenade selbst ist vergleichbar mit vielen anderen Urlaubspromenaden am Mittelmeer.
Keine Besonderheiten – außer vielleicht zwei Caches, die wir suchen und finden. Am Ende der Promenade finden wir einen schönen Platz, wo Womos direkt am und auf dem riesigen Sandstrand stehen – allerdings wohl nur tagsüber. Die Schilder sind eindeutig und verbieten das Übernachten. So erkennen wir später auch ein Womo wieder, dass zum Übernachten auf unseren Stellplatz fährt. Wir aber machen erst einen kleinen Umweg zu Aldi. Wir haben den Laden schon vom Stellplatz aus gesehen. Dummerweise ist er aber durch Bahngleise getrennt, so dass die radelbare Entfernung doch einen ganzen Kilometer ausmacht. Dann nutzen wir das Wetter und genießen die Sonne mit anschließendem Grillabend. Morgen soll es etwas bedeckter und windiger werden. Lassen wir uns überraschen.

Montag, 13. April 2015

Port-La-Nouvelle 2. Tag

Weil es uns hier gut gefällt und das Wetter mitmacht, bleiben wir noch. Wir satteln die Räder und fahren am Kanal entlang in Richtung Narbonne.
Dies hat zwei Vorteile: Einmal kann man sich am Kanal nicht verfahren und zum zweiten hat ein netter Zeitgenosse ganz viele Caches am Wegesrand deponiert, was wir leidlich ausnützen.
Zurück am Womo wollen wir uns eine Dusche gönnen. Der Stellplatz bietet Duschen im Preis inbegriffen an. Nur finden wir keine. Des Rätsels Lösung: Wir bekommen am Empfang einen Zettel, mit dem wir zum 0,7 Kilometer entfernten Campingplatz radeln und dort die Duschen benutzen dürfen. Ist vielleicht etwas umständlich, geht aber auch.

Sonntag, 12. April 2015

Frankreich - Port-La-Nouvelle 350 km

Die Rechnung auf diesem Camping-/Stellplatz birgt eine kleine Überraschung. Beim Einchecken erhielten wir einen Flyer mit dem Übernachtungspreis 9,50 €. Bezahlen müssen wir aber 11,45 €. Wie kommt's? In Deutschland müssen dem Endverbraucher immer die Bruttopreise (also einschließlich Märchensteuer) genannt werden. Nicht so im übrig einig Europa. 9,50 € ist also erst mal der Nettopreis. Daneben steht auch – nartürlich viel kleiner – 8 % VAT, was Umsatzsteuer bedeutet. Leider ist dieser Betrag nicht aktuell. Zur Zeit werden nämlich 10 % kassiert. Fehlt immer noch ein Euro? Hier kommt die Kurtaxe für zwei Personen zu tragen, also 2 x 0,50 € drauf. (Wir dachten immer, die Kurtaxe sei eine rein deutsche Erfindung. Dem ist wohl nicht so.) Zusammengefasst: 9,50 + 0,95 + 1,00 = 11,45. Allerdings müssen wir zugeben, wir waren gewarnt. Beim Einchecken haben wir gewohnheitsmäßig nach dem Gesamtpreis gefragt und als Antwort 11,45 € erhalten. Nur erklären konnten wir uns diesen Preis zunächst nicht. Man lernt halt immer noch etwas dazu. So auch an einer spanischen Mautstation. Dazu müssen wir vorausschicken, dass wir mal gebührenpflichtige Straßen fahren und mal nicht. Je nach Lust und Laune bzw. abhängig davon, ob wir langsam durch die Gegend bummeln oder schnell Strecke machen wollen/müssen. Um Großstädte machen wir normalerweise sowieso einen großen Bogen wie in diesem Fall um Barcelona. Also, wir stehen vor einer Mautstation in der Schlange. Vor uns ein Reisebus und ein spanischer Pkw. Der Pkw hält ungewohnt viel Abstand zum Reisebus. Wir fragen uns schon, ob er Probleme hat. Motor abgwürgt oder so. Aber als sich für den Bus die Schranke öffnet, legt der Pkw einen Formel I-Start hin und mogelt sich mit dem Bus durch, ohne zu bezahlen. Jeder mag sich dazu seinen Teil denken. Was wir nicht wissen, ist, ob hier eine Videoüberwachung etwa zu einem korrigierenden Bußgeldbescheid führt. Wäre aber interessant zu wissen. Ganz was anderes erleben wir wenig später auf einem Autobahnparkplatz. Zwei junge Deutsche sprechen uns an. Sie seien aus Versehen auf die mautpflichtige Autobahn geraten und haben es verpasst, den Einfahrbeleg zu ziehen (womit man nachweisen kann/muss, wo man aufgefahren ist). Da können wir leider auch keinen Rat geben, außer sich bei der nächsten Mautstation zu melden und den Sachverhalt dort zu klären, was für nicht spanisch sprechende Deutsche auch nicht leicht sein wird. So ist das Leben. Wo wir schon mal beim Thema sind. Kurz vor Girona kommen wir selbst ins Grübeln. Eigentlich handelt es sich hier um eine mautpflichtige Autobahn. Wir ziehen auch einen Einfahrbeleg. Zusatzschilder deuten aber darauf hin, dass die Autobahn bis Girona Nord mautfrei sei. Was gilt nun? Als wir kurz hinter Girona die Autobahn verlassen, führen wir unseren Beleg in den Schlitz der Maschine ein, die Schranke öffnet sich und wir dürfen ohne zu bezahlen fahren. Glück gehabt. Wer jetzt denkt, wir hätten viel gespart, der irrt. Kurz vor der spanisch-französischen Grenze tanken wir schnell noch voll. Wir haben ja auf der Herfahrt gelernt, dass der Sprit in Spanien günstiger ist als in Frankreich. Denkste! Hat sich geändert. Was wir natürlich erst in Frankreich merken. Dann ist es nicht mehr weit bis zu unserem nächsten Stopp in Port-La-Nouvelle, wo wir einen schönen, kleinen und günstigen Stellplatz finden.

Samstag, 11. April 2015

Cambrils 105 km


Wir brechen auf und füllen gleich an der Nationalstraße unsere Alugastankflasche. Danach machen wir einen Dieseltankstopp bei einer Supermarkttankstelle. So vorbereitet fahren wir weiter in Richtung Frankreich. Aber heute wollen wir nur gut einhundert Kilometer bis Cambrils, um den dortigen Stellplatz zu inspizieren. Nachdem in Tarragona das Übernachten etwas fragwürdig geworden ist, suchen wir nach Alternativen. Man hört so allerlei Abschreckendes: Die Zufahrt über die Bahngleise sei nicht geeignet für Fahrzeuge mit langem Radstand (was wir haben). Der Platz sei staubig und dreckig. Wegen der Bäume habe man keinen Fernsehempfang. Wir stellen fest: Die Bahngleise meistern wir langsam, mit der gebotenen Vorsicht, ohne aufzusetzen.
Der Platz, zumindest der Teil, wo die Womos stehen sollen, ist genauso staubig wie andere Plätze am Meer; und Dreck haben wir nicht entdeckt. Die Bäume sind ausgeschnitten und stören den Fernsehempfang nicht im mindesten, außer man parkt ziemlich dämlich. Aber selbst dann könnte man eben einen Meter vor oder zurück fahren und alles ist gut. Einzig die Sonne macht sich hinter einem Wolkenschleier etwas rar.

Freitag, 10. April 2015

Peniscola 5. Tag


Letzte Nacht tröpfelten ein paar Regentropfen auf unser Womodach. Klar, dass das keine uns bekannte Wettervorhersage erwähnt hatte. Doch am Morgen scheint wieder die liebe Sonne. Wir radeln kurz zu Lidl für ein paar letzte (spanische) Einkäufe und machen es uns am Womo bequem. Am Abend genießen wir unsere wahrscheinlich ebenfalls letzten (spanischen) Garnelen; gegrillt am Womo auf dem Gasgrill und verzehrt im Womo. Ein paar Wolken haben sich vor die Sonne geschoben, so dass der zwar schwache, aber doch recht kühle Wind seine Wirkung entfalten kann.

Donnerstag, 9. April 2015

Peniscola 4. Tag


Bewegungsdrang und deshalb (für unsere Verhältnisse) große Radtour. Die letzten Tage waren wir doch etwas faul. Deshalb beschließen wir, heute ein paar Kilometer mehr mit dem Rad zu fahren. Wir wollen bis Vinaroz, ein paar Caches einsammeln und wieder zurück. Bis hinter Benicarlo läuft alles ganz normal. Dann aber müssen wir wieder ein paar Umwege machen, weil die üblichen Ramblas uns den Weg versperren. Einmal landen wir sogar in einer echten Sackgasse. Da geht selbst mit Fahrrad nichts mehr. Also müssen wir umkehren und einen anderen Weg suchen. In Vinaroz ist großer Markt. Interessiert uns aber nicht so sehr. Nach wenigen Metern weiter haben wir unser Ziel, natürlich einen Cache, erreicht. D. h. erst müssen wir ihn finden. Das ist gar nicht so einfach. Auf einer Mole soll er irgendwo zwischen den Steinen versteckt sein. Wir finden lange Zeit nichts außer jeder Menge Müll. Wir wollen schon fast aufgeben, weil wir keine Lust verspüren, im Müll herum zu stochern, da zeigt er sich doch noch – an einer Stelle völlig ohne Müll. Glück gehabt. Den nächsten finden wir in einem kleinen Restaurant in Vinaroz. Ehrensache, dass wir dort auch etwas verweilen und konsumieren. So ein Cache ist kein großer Aufwand, aber ein guter Magnet, Gäste anzulocken. Sei es dem freundlichen Personal vergönnt. Der dritte auf dem Rückweg ist relativ einfach und schnell gefunden. Der vierte, inzwischen sind wir schon wieder in Benicarlo, führt uns erst etwas in die Irre, ist dann aber doch gnädig. So machen wir noch eben bei Lidl halt, füllen unsere Vorräte auf und kehren zurück zum Womo. Zwar haben wir so heute nur wenig in der Sonne gelegen, aber doch einen herrlichen, erfolgreichen und vor allem aktiven Tag verbracht. Dann gönnen wir uns auch noch ein Abendessen am Gasgrill.

Mittwoch, 8. April 2015

Peniscola 3. Tag


Ein ganz normaler Tag. Wir radeln zum Chinaladen, wo wir ein paar Kleinigkeiten für unseren Womohaushalt erstehen. Anschließend geht es zu Mercadona. Wir wollen uns noch ein letztes Mal mit Dorsch und Garnelen versorgen, auch wenn letztere ein Vermögen kosten. Zurück am Womo – na was schon? - Sonne. Am Abend legen wir die Dorsche auf den Grill.

Dienstag, 7. April 2015

Peniscola 2. Tag


Am Morgen brechen viele Osterurlauber auf und verlassen unseren Stellplatz. Diese Gunst der Stunde nutzen wir und setzen um auf einen besonders schönen, sonnigen Platz. Von dort radeln wir in den Nachbarort Benicarlo, wo wir einen Cache an einem nett anzuschauenden Kreisverkehr finden.
Unser Einkauf in einer Filiale einer sehr großen Ladenkette ist nun auch erfolgreich. Schließlich ist Ostern vorbei und – Weihnachten steht vor der Tür. Nein, ich habe nicht getrunken und mich auch nicht am Kopf gestoßen. Zum Beweis füge ich dieses Bild bei.
Ich habe es heute, am Dienstag nach Ostern in dieser Filiale gemacht.

Montag, 6. April 2015

Peniscola 230 km


Heute haben wir drei Dinge vor: Wir wollen bei Lidl einkaufen, unsere Tankgasflasche füllen und nach Peniscola fahren. Als wir Daimus verlassen, stellen wir schon fest: Es ist überall sehr ruhig. Die Spanier haben ihre Osteraktivitäten beendet. Leider auch die Geschäftsleute; denn obwohl am Ostersonntag viele Geschäfte geöffnet waren, wenn auch nur stundenweise, so sind heute die meisten Geschäfte geschlossen – so auch Lidl. Gut, dass Karin vorgesorgt hat und unser Überleben gesichert ist. Auch viele Tankstellen bleiben geschlossen. So finden wir auf den zweihundertdreißig Kilometern keine Tankstelle, die unsere Gasvorräte auffüllen kann. Vielleicht übersehen wir auch die ein oder andere. Aber Fakt ist, so langsam wird unsere Flasche leer sein. Hilft nichts, da müssen wir durch. In Peniscola erfahren wir wieder eine Überraschung: Der Stellplatz, auf den wir wollen, ist gerammelt voll. Doch wir haben Glück. Ein Plätzchen ist noch frei – unseres. Dann richten wir uns ein und warten auf Dienstag. Das sollte dann wirklich wieder ein normaler Werk- und Geschäftstag sein.

Sonntag, 5. April 2015

Daimus 5. Tag


Trotz aller Unkenrufen zum Trotz herrscht heute wieder schönes Wetter und wir erholen uns vom gestrigen „fleißigen“ Tag durch Nichtstun. Schließlich muss der Ostersonntag entsprechend gewürdigt werden. Außerdem soll sich an den nächsten Tagen die Sonne wirklich rarer machen.

Samstag, 4. April 2015

Daimus 4. Tag


Nach dem gestrigen faulen Tag verspüren wir wieder etwas Bewegungsdrang, was an dem heutigen etwas kühlerem Tag gar nicht so verkehrt scheint. Wir wollen insgesamt so an die zwanzig Kilometer radeln und dabei drei Caches aufnehmen. Geplant, geirrt. Wegen einiger wasserführender Ramblas müssen wir einen Zickzack-Kurs radeln und kommen zu dem ersten Cache anstatt nach sechs Kilometern erst nach zwölf Kilometern. Außerdem können wir wegen der Osterwoche (hier Semana Santa genannt) nicht den direkten Weg über die Promenade wählen. Es ist da einfach zu voll zum Radfahren. Dieses Spiel wiederholt sich bei den beiden anderen Caches, so dass wir auf ziemlich genau vierzig Kilometer kommen. Für uns nicht schlecht, zumal wir noch der offensichtlich aussterbenden Spezies der Selbsttreter angehören, also der Radfahrer, die sich noch ohne Elektromotor abmühen müssen. Als wir schließlich etwas ausgepowert wieder am Womo sind, lugt die liebe Sonne wieder hervor. Das haben wir gut abgepasst.

Freitag, 3. April 2015

Daimus 3. Tag


Heute ist wieder mal Waschtag. Dann steht nur Warten und Sonnen auf der Liste, bis die Wäsche trocken ist. Danach nur noch Sonnen.

Donnerstag, 2. April 2015

Daimus 2. Tag


Wir revidieren unsere Entscheidung von gestern, heute nach Peniscola zu fahren. Gestern hatten wir angefragt, ob noch freie Plätze über Ostern zur Verfügung stünden. Erstens hat man uns da keine Hoffnung gemacht. Zweitens bekommen wir die Information, dass die Preise dort ebenfalls kräftig angehoben worden sind. Dann macht ein Weiterfahren keinen Sinn. Wir bleiben in Daimus, genießen die Sonne und einen Grillabend. Die Wetternachrichten am Abend melden für Deutschland frostige Temperaturen während hier auf der iberischen Halbinsel so um die fünfundzwanzig Grad sein sollen. Was will man mehr?

Mittwoch, 1. April 2015

Daimus 205 km


Wir wollen weiterfahren. Hier in Los Alcazares wissen wir nicht, ob wir an Ostern nicht vielleicht doch weggeschickt werden. Also fahren wir auf eine Landstraße parallel zur Autobahn weiter nach Norden, was sich als Fehler erweist. Unser Navi hat mit den kleinen Straßen ein paar Probleme, schickt uns zwar schön am Strand des Mar Menores entlang, aber so kommen wir nicht weiter. Zudem blockiert ein Wochenmarkt eine Straße und wir fahren uns fest. Mit eingeschalteter Warnblinkanlage und Karin als Einweiserin bugsieren wir uns wieder aus dem Dilemma heraus. Dann schrauben wir uns in die Höhe in Richtung Alcoy. Es geht sehr steil bergauf, so dass wir teilweise in den dritten Gang schalten müssen und bei der Hitze (darüber wollen wir uns aber nicht beklagen) die Kühlwasseranzeige in Bewegung gerät, aber zum Glück im grünen Bereich bleibt. Dann haben wir die Höhe erreicht und „gleiten“ langsam wieder hinunter in das Tal nach Gandia. Dort müssen wir einen kleinen Stau ertragen bis wir in Daimus auf einem neuen, schönen Stellplatz ankommen. Nur die Preisgestaltung geht uns etwas gegen den Strich. Jetzt in der Karwoche wurden die Preise angehoben. Dadurch scheint uns Peniscola mit seinen Stellplätzen günstiger. Wir entscheiden, morgen dorthin zu fahren. Für heute aber machen wir Schicht und radeln die Umgebung ab, natürlich unter Mitnahme zweier Caches.
Am Strand merkt man doch, dass die Spanier den Winter hinter sich gebracht haben und die Saison nicht nur für Touristen eröffnet ist.

Für uns ein Zeichen, dass unsere Überwinterungssaison sich langsam aber sicher dem Ende entgegen neigt.