Wir haben
es schon platschen gehört. Aber es hilft nichts. Am Morgen muss
Achim auf unser Dach klettern und unser Womo von Möwenkacke
befreien. Man könnte glauben, die Biester haben Zielflugübungen
durchgeführt. An der Essostation können wir unseren Luftdruck an
den Reifen überprüfen und sogar auf über fünf Bar erhöhen. Das
geht nicht an allen Tankstellen. Die meisten Geräte versagen bei so
hohen Drücken. Dann haben wir die Wahl: Entweder den mit
vierundzwanzig Kilometern längsten Tunnel Europas durchfahren oder
den sogenannten Schneeweg, also den Aurlandsvejen über den Pass mit
achtundvierzig Kilometern und einer Passhöhe von 1306 m. Wir
entscheiden uns für die touristische Alternative. Gleich beim ersten
Abzweig zum Pass wird die Straße ganz, ganz eng. Wir sind aber früh
dran und somit haben wir hier kaum Gegenverkehr. Unser Womo schnauft
ganz brav nach oben. Da die Luft frisch ist, haben wir diesmal auch
kaum Probleme mit dem Kühlwasser. Nur auf den Spritverbrauch sind
wir neugierig, denn wir kommen aus dem zweiten Gang kaum heraus. Oben
ist die Aussicht atemberaubend. Man fühlt sich über den Wolken.
Zwar hatten wir unterwegs ein paar Nebelfelder; hier oben aber sind
sie verschwunden. Ein paar Schönwetterwölkchen ziehen auf unserer
Höhe vorbei und geben den Blick auf eine schier unendliche Weite
sowohl nach unten ins Tal wie auch nach oben in den blauen Himmel
frei. Dann fahren wir weiter, noch eine ganze Weile auf etwa der
gleichen Höhe.
Doch dann beginnt unweigerlich der Abstieg.
Mindestens so steil wie der Aufstieg mit vielen Haarnadelkurven. Eine
kleine Pause noch an einer Aussichtsplatform, von wo wir Aurland in
der Tiefe
und Drachenflieger (nicht auf diesem Bild) in der Höhe über dem Fjord sehen.
Dann
weiter. Die Straße erscheint noch schmäler als beim Aufstieg.
Einige kleine Ausweichbuchten ermöglichen unser Vorbeikommen an
entgegen kommenden Pkws. Leider kann man nicht weit voraus schauen,
weil überall Kurven sind und bergab behindert die Bewaldung ein
voraus schauendes Fahren. Aber Pkws sind zum Glück schmal und machen
oft rechtzeitig Platz. Blöd wäre natürlich ein Lkw oder ein Bus.
Und da ist er schon. Kommt um die nächste Kurve, steht und wartet
auf den Sanktnimmerleinstag. Achim bleibt nichts anderes übrig als
den Rückwärtsgang einzulegen und zwei-, dreihundert Meter rückwärts
den Berg wieder hinauf zu fahren, bis er an einen Ausweichplatz
kommt. Dann passiert uns der Bus. Der Fahrer lobt Achim mit erhobenem
linken Daumen: „Danke. Gut gemacht.“ Was er mit der rechten Hand
macht, kann Achim nicht sehen. Aber er vermutet, dass dort der
Stinkefinger seinen Dienst tut. Denn als Achim weiter fährt, sieht
er, dass der Bus nur ein paar Meter rückwärts zu einer anderen
Ausweichstelle gehabt hätte. Sch....! Dann sind wir in Aurland und
finden einen schönen Platz zum Ausruhen direkt am Fjord. Übernachten
wollen wir hier aber nicht. Der Platz ist zu nahe an den Wohnhäusern.
So fahren wir weiter bis Flam. Schließlich wollen wir morgen sowieso
das Flambahnmuseum besuchen. Doch Flam ist eine Enttäuschung für
uns. Auf den riesigen Parkplätzen stehen zwar Womos. Aber
Schilder verbieten die Übernachtung (außer auf dem CP natürlich).
Wie wir am nächsten Tag erfahren werden, wurden die Womos auch gegen zweiundzwanzig Uhr vertrieben. Wir beugen dem vor. Schließlich haben wir uns mit Informationen versorgt und fahren zum ersten Bahnhof bergauf (aber nicht steil) mit großem Parkplatz wie angekündigt. Womoverbot! Auf zum zweiten Bahnhof mit Parkplatz. Kleiner Schotterplatz mit drei Pkws schon voll geparkt. Also wieder zurück, durch den Tunnel Richtung Gudvangen und dann rechts ab nach Undredal. Dort gibt es die angekündigten Picknickplätze leider auch nicht mehr. Sogar der CP in Undredal ist voll. Wir kehren um und fahren wieder Richtung Hauptstraße. Kurz vor der Hauptstraße tritt Achim auf die Bremse. Er glaubt in einer kleinen Lichtung ein Womo gesehen zu haben. Richtig. Wir gesellen uns dazu. Später finden sich hier insgesamt fünf Womos für die Nacht ein.
Wie wir am nächsten Tag erfahren werden, wurden die Womos auch gegen zweiundzwanzig Uhr vertrieben. Wir beugen dem vor. Schließlich haben wir uns mit Informationen versorgt und fahren zum ersten Bahnhof bergauf (aber nicht steil) mit großem Parkplatz wie angekündigt. Womoverbot! Auf zum zweiten Bahnhof mit Parkplatz. Kleiner Schotterplatz mit drei Pkws schon voll geparkt. Also wieder zurück, durch den Tunnel Richtung Gudvangen und dann rechts ab nach Undredal. Dort gibt es die angekündigten Picknickplätze leider auch nicht mehr. Sogar der CP in Undredal ist voll. Wir kehren um und fahren wieder Richtung Hauptstraße. Kurz vor der Hauptstraße tritt Achim auf die Bremse. Er glaubt in einer kleinen Lichtung ein Womo gesehen zu haben. Richtig. Wir gesellen uns dazu. Später finden sich hier insgesamt fünf Womos für die Nacht ein.
