Freitag, 30. Januar 2015

Almayate 70 km


Der Wind, vor allem aber die Böen nahmen gestern zu Abend hin immer mehr zu. Schließlich fanden wir es sicherer, unsere Fernsehantenne einzuklappen, bevor ein Windstoß dies auf unschöne Weise selbst erledigt. Dadurch konnten wir dann natürlich nicht mehr fernsehen. Am Morgen stellen wir fest, dass aus unserem kleinen Vorzeltteppich wohl ein fliegender Teppich geworden ist. Jedenfalls ist er weg. Nach dem Frühstück finden wir ihn recht ordentlich bei unserem Nachbarn. Wie er dahin gekommen ist, wird uns ein Rätsel bleiben. Wir fahren zu einer Tankstelle zum Entsorgen. Aber wir müssen warten. Ein Womo ist vor uns, und es gibt nur eine einzige Entsorgungsbucht. Dazu kommen noch zwei weitere Fahrzeuge vor uns, die in der gleichen Bucht ihren Reifendruck prüfen wollen. Es gibt nur diese eine Bucht, wo das möglich ist. Nach einigen Minuten geben die beiden „Luftdruck“-Fahrzeugführer auf und fahren davon. Dann stehen wir vorne. Auch wir müssen weiter warten. Unsere Geduld wird auf eine harte Probe gestellt. Der Womofahrer vor uns kramt noch eine gefühlte Ewigkeit in seinem Womo herum, bis er sich endlich zur Weiterfahrt entschließt. Erwin und Achim brauchen für den gleichen Aufwand zusammen nur wenige Minuten. Es geht weiter und wir erreichen unser heutiges Ziel Almayate. Der Stellplatz dort ist relativ klein und schon voll.
Aber der Mann an der Rezeption findet für uns noch Platz, direkt neben der Entsorgungsstation. Da brauchen wir eigentlich nur das Fenster aufmachen und das Abwasser wegschütten. Machen wir aber nicht, denn dann bekämen wir den entsprechenden Geruch auch gleich wieder zurück. Zunächst einmal machen wir uns wieder auf zum Cachen. Wir müssen dazu eine zeitlang der Nationalstraße zu Fuß folgen. Kein Vergnügen. Doch was tut man nicht alles für die Bewegung und ein paar Caches. Beim ersten vertun wir uns etwas, weil der auf einer Anhöhe oberhalb der Straße liegt. Während Anja und Karin einen Umweg in Kauf nehmend über eine Straße auf die Anhöhe gelangen, nehmen Erwin und Achim den direkten Weg die „Steilwand“ hinauf. Etwas leichtsinnig, geht aber gut. Den Cache finden wir schnell. Auf geht es zum nächsten. Ein paar hundert Meter weiter finden wir auch diesen. Viel interessanter aber sind die dort befindlichen Gewölbe
bei einer Kapelle.
So macht cachen besonderen Spaß, wenn man dadurch an besondere Orte geführt wird. Dann treten wir den Rückmarsch an und kommen an einer Strandbar vorbei. Wir finden, wir haben uns einen Drink verdient. Die Bedienung führt uns auf eine Miniterrasse mit richtigen (ausgediehnten) Wohnzimmersesseln, von wo wir einen herrlichen Blick auf das Meer haben.
Zurück am Stellplatz treffen wir auf Bekannte aus Deutschland. So klein ist die Welt. Die Bekannten kommen mit ihren zwei Womos auch noch auf dem kurzerhand erweiterten Stellpatz unter.