Der Wind, vor allem
aber die Böen nahmen gestern zu Abend hin immer mehr zu. Schließlich
fanden wir es sicherer, unsere Fernsehantenne einzuklappen, bevor ein
Windstoß dies auf unschöne Weise selbst erledigt. Dadurch konnten
wir dann natürlich nicht mehr fernsehen. Am Morgen stellen wir fest,
dass aus unserem kleinen Vorzeltteppich wohl ein fliegender Teppich
geworden ist. Jedenfalls ist er weg. Nach dem Frühstück finden wir
ihn recht ordentlich bei unserem Nachbarn. Wie er dahin gekommen ist,
wird uns ein Rätsel bleiben. Wir fahren zu einer Tankstelle zum
Entsorgen. Aber wir müssen warten. Ein Womo ist vor uns, und es gibt
nur eine einzige Entsorgungsbucht. Dazu kommen noch zwei weitere
Fahrzeuge vor uns, die in der gleichen Bucht ihren Reifendruck prüfen
wollen. Es gibt nur diese eine Bucht, wo das möglich ist. Nach
einigen Minuten geben die beiden „Luftdruck“-Fahrzeugführer auf
und fahren davon. Dann stehen wir vorne. Auch wir müssen weiter
warten. Unsere Geduld wird auf eine harte Probe gestellt. Der
Womofahrer vor uns kramt noch eine gefühlte Ewigkeit in seinem Womo
herum, bis er sich endlich zur Weiterfahrt entschließt. Erwin und
Achim brauchen für den gleichen Aufwand zusammen nur wenige Minuten.
Es geht weiter und wir erreichen unser heutiges Ziel Almayate. Der
Stellplatz dort ist relativ klein und schon voll.
Aber der Mann an
der Rezeption findet für uns noch Platz, direkt neben der
Entsorgungsstation. Da brauchen wir eigentlich nur das Fenster
aufmachen und das Abwasser wegschütten. Machen wir aber nicht, denn
dann bekämen wir den entsprechenden Geruch auch gleich wieder
zurück. Zunächst einmal machen wir uns wieder auf zum Cachen. Wir
müssen dazu eine zeitlang der Nationalstraße zu Fuß folgen. Kein
Vergnügen. Doch was tut man nicht alles für die Bewegung und ein
paar Caches. Beim ersten vertun wir uns etwas, weil der auf einer
Anhöhe oberhalb der Straße liegt. Während Anja und Karin einen
Umweg in Kauf nehmend über eine Straße auf die Anhöhe gelangen,
nehmen Erwin und Achim den direkten Weg die „Steilwand“ hinauf.
Etwas leichtsinnig, geht aber gut. Den Cache finden wir schnell. Auf
geht es zum nächsten. Ein paar hundert Meter weiter finden wir auch
diesen. Viel interessanter aber sind die dort befindlichen Gewölbe
bei einer Kapelle.
So macht cachen besonderen Spaß, wenn man dadurch
an besondere Orte geführt wird. Dann treten wir den Rückmarsch an
und kommen an einer Strandbar vorbei. Wir finden, wir haben uns einen
Drink verdient. Die Bedienung führt uns auf eine Miniterrasse mit
richtigen (ausgediehnten) Wohnzimmersesseln, von wo wir einen
herrlichen Blick auf das Meer haben.
Zurück am Stellplatz treffen
wir auf Bekannte aus Deutschland. So klein ist die Welt. Die
Bekannten kommen mit ihren zwei Womos auch noch auf dem kurzerhand
erweiterten Stellpatz unter.




