Heute
wollen wir wieder einmal „auswärts“ essen gehen. D. h. die
Campingküche im Womo bleibt geschlossen. Jetzt müssen wir nur noch
ein „passendes“ Lokal finden. Wir radeln vom Stellplatz und sehen
direkt gegenüber ein Plakat mit einem Menüvorschlag eines kleinen
Restaurants etwa zweihundert Meter entfernt. Das wäre aber viel zu
einfach. Dann hätten wir gar nicht erst auf das Rad steigen müssen.
Außerdem ist es zum Essen so kurz nach dem Frühstück auch noch
viel zu früh. Wir wollen uns lieber in Vilamoura oder Quarteira nach
etwas Geeignetem umschauen. So radeln wir zunächst nach Vilamoura.
Der Yachthafen ist schon erstaunlich.
Hier liegt ganz viel Geld im
Wasser.
Überhaupt bietet dieser kleine Urlaubsort u. a. ein halbes
Dutzend Golfplätze, ein Reitzentrum und für Yachten etwa eintausend
Liegeplätze. Auch die Restaurants scheinen eher der gehobenen
Kategorie anzugehören, was offensichtlich besonders unsere
englischen Nachbarn anlockt. Wir nehmen nebenbei einen Cache mit.
Leider den einzigen für heute. Zwar haben wir noch zwei andere auf
der Liste, aber eine Baustelle und ein für Touristen abgesperrter
Fischereibereich verwehren uns den Zugang. So sind wir auch schon in
Quarteira angekommen. Hier urlauben wieder die „Normalos“, wie
man an der Promenade und dem Publikum erkennen kann.
Am östlichen
Ende von Quarteira zeigen Anja und Erwin uns, wo sie vor vielen
Jahren einmal im Urlaub waren. Vieles hat sich in der Zwischenzeit
verändert.
Dort, wo einmal die Zufahrt zu einem schönen Parkplatz
mit Blick von den Klippen auf das Wasser war, steht jetzt ein
Restaurant. Wir kehren wieder um und fahren nur einen Teil die
Promenade, um dann eine Parallelstraße nach Westen zu nehmen. Hier
gibt es allerhand Geschäfte und sonstige Sehens(un)würdigkeiten.
Wir klappern ein paar Telefonläden
wegen internetfähigen Simkarten ab, können uns aber nicht recht
entscheiden. Macht aber nichts. Wir haben auf unserem Stellplatz
schließlich WLAN. Dann müssen wir wegen der Baustelle wieder eine
Umleitung fahren und verfahren uns dabei ein paar Mal. Schließlich
landen wir aber doch wieder in dem mondänen Yachthafen von
Vilamoura. Dann sind wir auch schon fast wieder am Stellplatz. Aber
wollten wir heute nicht „auswärts“ essen? Letzte Chance ist das
kleine Restaurant kurz vor dem Stellplatz. Nach über zwanzig
Kilometern Anfahrt haben wir uns diese Einkehr auch redlich verdient.
Danach finden wir die restlichen zweihundert Meter zu unserem
Stellplatz auch noch ohne Navi.
