Freitag, 20. Februar 2015

Falesia 7. Tag


Heute wollen wir wieder einmal „auswärts“ essen gehen. D. h. die Campingküche im Womo bleibt geschlossen. Jetzt müssen wir nur noch ein „passendes“ Lokal finden. Wir radeln vom Stellplatz und sehen direkt gegenüber ein Plakat mit einem Menüvorschlag eines kleinen Restaurants etwa zweihundert Meter entfernt. Das wäre aber viel zu einfach. Dann hätten wir gar nicht erst auf das Rad steigen müssen. Außerdem ist es zum Essen so kurz nach dem Frühstück auch noch viel zu früh. Wir wollen uns lieber in Vilamoura oder Quarteira nach etwas Geeignetem umschauen. So radeln wir zunächst nach Vilamoura. Der Yachthafen ist schon erstaunlich.
Hier liegt ganz viel Geld im Wasser.
Überhaupt bietet dieser kleine Urlaubsort u. a. ein halbes Dutzend Golfplätze, ein Reitzentrum und für Yachten etwa eintausend Liegeplätze. Auch die Restaurants scheinen eher der gehobenen Kategorie anzugehören, was offensichtlich besonders unsere englischen Nachbarn anlockt. Wir nehmen nebenbei einen Cache mit. Leider den einzigen für heute. Zwar haben wir noch zwei andere auf der Liste, aber eine Baustelle und ein für Touristen abgesperrter Fischereibereich verwehren uns den Zugang. So sind wir auch schon in Quarteira angekommen. Hier urlauben wieder die „Normalos“, wie man an der Promenade und dem Publikum erkennen kann.
Am östlichen Ende von Quarteira zeigen Anja und Erwin uns, wo sie vor vielen Jahren einmal im Urlaub waren. Vieles hat sich in der Zwischenzeit verändert.
Dort, wo einmal die Zufahrt zu einem schönen Parkplatz mit Blick von den Klippen auf das Wasser war, steht jetzt ein Restaurant. Wir kehren wieder um und fahren nur einen Teil die Promenade, um dann eine Parallelstraße nach Westen zu nehmen. Hier gibt es allerhand Geschäfte und sonstige Sehens(un)würdigkeiten. 
Wir klappern ein paar Telefonläden wegen internetfähigen Simkarten ab, können uns aber nicht recht entscheiden. Macht aber nichts. Wir haben auf unserem Stellplatz schließlich WLAN. Dann müssen wir wegen der Baustelle wieder eine Umleitung fahren und verfahren uns dabei ein paar Mal. Schließlich landen wir aber doch wieder in dem mondänen Yachthafen von Vilamoura. Dann sind wir auch schon fast wieder am Stellplatz. Aber wollten wir heute nicht „auswärts“ essen? Letzte Chance ist das kleine Restaurant kurz vor dem Stellplatz. Nach über zwanzig Kilometern Anfahrt haben wir uns diese Einkehr auch redlich verdient. Danach finden wir die restlichen zweihundert Meter zu unserem Stellplatz auch noch ohne Navi.