Mittwoch, 22. April 2015

Minheim 25 km


Achim hört den Bäcker auf den Stellplatz fahren und will ein paar Brötchen holen. Da sieht er ein Baguette im Regal, kriegt große Augen und entscheidet sich um. Leider falsch. Obwohl wir nur ein paar Kilometer von Frankreich entfernt sind, ist dieses Baguette nicht mit dem Original zu vergleichen: Bröselig, hart und ohne wirklichen Geschmack. Schade! Wesentlich einfacher gerät unser Aufbruch bei der Entsorgung. Wir müssen nicht einmal genau über den Abwasserschacht rangieren. Der Betreiber des Stellplatzes hat ein selbstgebasteltes, transportables Auffanggerüst zur Verfügung gestellt. So geht alles viel einfacher.
Schwieriger ist die Frage, wo wir überhaupt hinwollen. Unsere Überlegung richtet sich nach den Sonnenkriterien: Morgensonne, Mittagssonne und Abendsonne. Das Kriterium Mitternachtssonne lassen wir in unseren Breitengraden mal außer Acht. Wir entscheiden uns für Minheim, gerade mal gut 25 km entfernt. Dort machen wir wieder eine kleine Cachetour. Wir wollen nur im Moseltal radeln und nicht hinauf auf die Weinberge klettern.
Die "Pille" gegen Insekten
Das erscheint uns doch etwas zu anstrengend.
Rasenmähen am Steilhang
Der Radweg ist leider nicht so prickelnd – soweit er überhaupt existiert. Es geht teilweise an einer Autostraße entlang, was uns nicht sehr angenehm ist. Dafür sehen wir aber ein paar hübsche Ecken und Dinge wie eine historische, römische Kelter
und mitten im Wald eine uralte Wasserstelle.
Eine Brücke über die Mosel stellt uns dann wieder vor Probleme: Keine Ausschilderung, wie wir dort überhaupt hinauf kommen. Wir lösen dieses Problem mit etwas mutiger Kreativität. Und dann eine Baustelle, die die Brücke mittels Ampel zur Einbahnstraße macht. Da müssen wir Gas geben, sonst würden uns die eiligen Autofahrer rüberdrücken. Zurück am Stellplatz kommt auch schon der Kassierer. Achim fragt ihn, wieviel Wasser denn für ein Euro aus dem Hahn kommt. An der Versorgungssäule steht nur, dass er X Minuten Wasser bietet, aber nicht wieviel. Die Antwort überrascht nicht wirklich. Es seien etwa einhundert Liter, aber da der Wasserdruck und damit die Menge schwanken können, dürfe der Betreiber die Menge nicht angeben. Tolle Vorgabe des Amtsschimmels!