Mittwoch, 4. April 2018

Leimersheim 35 km



Im Industriegebiet schläft es sich nicht so gut. Überall und andauernd irgendwelche Geräusche. Lkw kommen an und fahren wieder weg. Container werden hin und her geschoben. Rolltore auf- und wieder zugerollt. Sogar drei verschiedene Kirchenglocken dringen vom Ort bis zu uns herüber, natürlich nicht gleichzeitig, sondern schön hintereinander. So betrachtet ist dann der Wecker schon fast eine kleine Erlösung. Wir trinken schnell einen Kaffee und geben anschließend unser Womo in der Werkstatt ab, damit es kräftigere Federn bekommt. Für heute müssen wir uns mit einem knuffigen kleinen Leihwagen begnügen, einem modernen Fiat 500.
Was man so alles in einem Rundinstrument unterbringt!
Aber zuerst laufen wir die einhundert Meter zu einem kleinen Restaurant im Westernstil, wo es außer der amerikanischen Highway-Dekoration auch Jim Beam und seine Kameraden sowie günstiges amerikanisches Frühstück mit Kaffee bis zum Abwinken für Lkw-Fahrer, Verzeihung, Trucker und auch für uns „Normalos“ gibt. Damit gestärkt bringt uns der Fiat nur ein wenig außerhalb von Waghäusel zu einem Waldparkplatz, von wo aus wir eine kleine Cacherrunde starten wollen. Zuerst befragen wir den Wetterbericht. Sehr gemischt. Wir wagen es dennoch. Unser Mut wird belohnt. Wir werden nur ein kleines bisschen nass, finden aber alle Caches dieser Runde. Da wir nun noch soviel Zeit haben, bis wir unser Womo wieder abholen können, entschließen wir uns zu einer weiteren, etwas größeren Cacherrunde ein paar Kilometer weiter. Gute Entscheidung. Diese Cacherrunde ist wirklich sehr gut und einfallsreich mit viel Liebe zu Details und Bastelarbeit aufgebaut.

Wir finden auch alle ausgelegten Tradis, nur bei dem einen Multi müssen wir passen, weil uns sonst doch die Zeit weglaufen würde. Auf der Rückfahrt machen wir einen kleinen Zwischenstopp bei Lidl. Der bescheidene Einkauf füllt trotzdem den nicht gerade üppigen Kofferraum des Fiat. Dann dürfen wir unser Womo wieder in Besitz nehmen. Mit verstärkten Federn vorne und hinten ist es ein paar Zentimeter gewachsen und wirkt ganz stolz und aufrecht. Toll! Jetzt fängt der Regen wirklich an. Zeitlich perfekt! Wir klopfen uns gegenseitig auf die Schulter, wie gut wir uns den Tag eingeteilt haben. Nun noch ein paar Kilometer bis zu unserem heutigen Übernachtungsplatz in Leimersheim. Beim Einparken müssen wir sehr aufpassen, dass uns die zwar gestutzten, aber dennoch tief- und überhängenden Äste nicht das Dach zerschrammen. Dann ist endlich Feierabend.
PS.: Der Feierabend muss noch etwas warten, da durch die angrenzende Sporthalle noch reichlich Pkw-Verkehr herrscht und die Sportler tapfer die P für Womos ignorieren. Man müsste dann ja 5m weiterlaufen. Was für eine Ironie!