Im
Industriegebiet schläft es sich nicht so gut. Überall und andauernd
irgendwelche Geräusche. Lkw kommen an und fahren wieder weg.
Container werden hin und her geschoben. Rolltore auf- und wieder
zugerollt. Sogar drei verschiedene Kirchenglocken dringen vom Ort bis
zu uns herüber, natürlich nicht gleichzeitig, sondern schön
hintereinander. So betrachtet ist dann der Wecker schon fast eine
kleine Erlösung. Wir trinken schnell einen Kaffee und geben
anschließend unser Womo in der Werkstatt ab, damit es kräftigere
Federn bekommt. Für heute müssen wir uns mit einem knuffigen
kleinen Leihwagen begnügen, einem modernen Fiat 500.
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| Was man so alles in einem Rundinstrument unterbringt! |
Aber zuerst
laufen wir die einhundert Meter zu einem kleinen Restaurant im
Westernstil, wo es außer der amerikanischen Highway-Dekoration auch
Jim Beam und seine Kameraden sowie günstiges amerikanisches
Frühstück mit Kaffee bis zum Abwinken für Lkw-Fahrer, Verzeihung,
Trucker und auch für uns „Normalos“ gibt. Damit gestärkt bringt
uns der Fiat nur ein wenig außerhalb von Waghäusel zu einem
Waldparkplatz, von wo aus wir eine kleine Cacherrunde starten wollen.
Zuerst befragen wir den Wetterbericht. Sehr gemischt. Wir wagen es
dennoch. Unser Mut wird belohnt. Wir werden nur ein kleines bisschen
nass, finden aber alle Caches dieser Runde. Da wir nun noch soviel
Zeit haben, bis wir unser Womo wieder abholen können, entschließen
wir uns zu einer weiteren, etwas größeren Cacherrunde ein paar
Kilometer weiter. Gute Entscheidung. Diese Cacherrunde ist wirklich
sehr gut und einfallsreich mit viel Liebe zu Details und Bastelarbeit
aufgebaut.
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Wir finden auch alle ausgelegten Tradis, nur bei dem einen
Multi müssen wir passen, weil uns sonst doch die Zeit weglaufen
würde. Auf der Rückfahrt machen wir einen kleinen Zwischenstopp bei
Lidl. Der bescheidene Einkauf füllt trotzdem den nicht gerade
üppigen Kofferraum des Fiat. Dann dürfen wir unser Womo wieder in
Besitz nehmen. Mit verstärkten Federn vorne und hinten ist es ein
paar Zentimeter gewachsen und wirkt ganz stolz und aufrecht. Toll!
Jetzt fängt der Regen wirklich an. Zeitlich perfekt! Wir klopfen uns
gegenseitig auf die Schulter, wie gut wir uns den Tag eingeteilt
haben. Nun noch ein paar Kilometer bis zu unserem heutigen
Übernachtungsplatz in Leimersheim. Beim Einparken müssen wir sehr
aufpassen, dass uns die zwar gestutzten, aber dennoch tief- und
überhängenden Äste nicht das Dach zerschrammen. Dann ist endlich
Feierabend.
PS.:
Der Feierabend muss noch etwas warten, da durch die angrenzende
Sporthalle noch reichlich Pkw-Verkehr herrscht und die Sportler
tapfer die P für Womos ignorieren. Man müsste dann ja 5m
weiterlaufen. Was für eine Ironie!



