Der
Dienstag startet wie der Montag. Auf Flugverkehr hatten wir uns schon
in etwa eingestellt, obwohl viele behaupten, dieser Flugplatz werde
kaum benutzt, da der gesamte Flugverkehr nach Murcia verlegt werden
soll. Doch wahrscheinlich verhält es sich dabei wie mit dem BER.
(Müssen wir nicht erklären, oder?) Außerdem ist der Fräser von
gestern wieder pünktlich aktiv. Offensichtlich ist er gestern nicht
fertig geworden. Als wir aus dem Fenster schauen, sind um uns herum
schon viele Womos geflohen. Wir machen es den anderen gleich und
versetzen ein paar Meter weiter weg auf den Asphaltplatz, wo es doch
etwas ruhiger ist. Es ist kaum zu glauben, aber gerade haben wir uns
eingerichtet, kommt es wie es kommen muss: Die Fräsarbeiten hören
auf. Egal, wir fahren mit den Rädern einkaufen, um unsere Vorräte
über Ostern zu ergänzen. Achim muss allerdings noch einmal los,
weil die Weinhandlung natürlich ab Mittag bis siebzehn Uhr
geschlossen ist. Auch nicht schlimm. So kann er sich bei den
Temperaturen wenigstens ein paar Kalorien abtrainieren.
Dienstag, 31. März 2015
Montag, 30. März 2015
Los Alcazares 4. Tag
Sehr deutlich merken wir, dass wir in der Verlängerung der Lande-
und Startbahn des Flugplatzes von San Javier stehen. Es ist Montag
Morgen. Neben ein paar kleineren Verkehrsmaschinen starten auch
einige Hornissen. So nennen wir diese fliegenden Rasenmäher, die
einer spanischen Kunstflugstaffel angehören. Über die Kunstflüge
können wir nicht viel sagen. Laut sind sie aber allemal. Um das noch
zu toppen fangen nebenan Fräsarbeiten an. Die Gemeinde will den
neuen Stellplatz für Womos demnächst eröffnen. Hierzu sind wohl
allerlei Arbeiten notwendig. Leider gehören dazu auch diese lauten
Fräsmaschinen. Gleich nach dem Frühstück flüchten wir erst einmal
nach Cabo de Palos. Dort bummeln wir erst durch die neue, große
Ferreteria und anschließend durch den Chinaladen nebenan. Das ein
oder andere Teil findet unser Interesse. Dann fahren wir zum Strand
auf der La Manga. Herrlich sonnig und ruhig. Wir stellen uns in die
Nähe zweier belgischer Womos und werden von deren Hund Nono (wie wir
später erfahren) begrüßt. Ein richtig netter, lieber, großer aber
aufdringlicher Hund, der seinen Namen völlig zu unrecht trägt; denn
das Wort No kennt er überhaupt nicht. Wenigstens ist er harmlos, und
sein Herrchen holt ihn auch immer wieder ab. Eine Leine wäre keine
schlechte Idee. Trotzdem gönnen wir uns eine schöne Sonnenzeit.
Leider etwas zu viel für Achim. Er holt sich einen Sonnenbrand trotz
Sonnencreme und trotz vermeintlich rechtzeitiger Schattenflucht ins
Innere des Womos. Anschließend fahren wir zur Quelle von Belones, wo
wir unseren Wassertank mit frischem und unverchlortem Quellwasser
füllen. Zurück in Los Alcazares werfen wir schon wieder den Grill
an. Die teuer erstandenen Garnelen finden ihre letzte Bestimmung.
Einfach lecker.
Sonntag, 29. März 2015
Los Alcazares 3. Tag
Am Sonntag wird die Karwoche eingeläutet. Darunter verstehen die Spanier hier vor allem Lautstärke. Mit großem Knallen und Autos mit Polizeisirenen werden wir sehr früh geweckt, und dass, wo uns doch eine Stunde wegen der Sommerzeit genommen wurde. Da wir eh schon früher dran sind, machen wir uns mit dem Fahrrad auf Cachetour. Wir wollen auch wissen, ob Karins Reifen jetzt dicht hält. (Er tut es.) Unsere Richtung ist San Javier, wo wir problemlos zwei Caches finden. Der dritte im Naturschutzgebiet aber scheint verschollen zu sein. Schließlich besuchen wir den angrenzenden Campingplatz, weil der ein günstiges Angebot haben soll. Leider ist das nun Vergangenheit. Seit dem 21. März, will heißen Frühlingsanfang, ist der Winterspezialpreis um dreiundreißig Prozent gestiegen. Ob das an der Saison oder Ostern liegt, wird sich nächsten Winter zeigen. Wir radeln weiter zur Promenade nach Los Alcazares und beobachten eine Kiteschülerin mit sehr zweifelhaften Lehrern. Sie versuchen ihr einen sogenannten Russenstart beizubringen. Diese etwas brutale Methode hilft bei schwachem Wind, den Kite voll im Wind zu starten. Das Ergebnis überrascht nicht. Die Kiterin wird erst in die Luft gehoben, dann auf den Strand geklatscht und von dort in das Wasser gezogen. Aber mit Schutzengel. Sie bleibt offensichtlich unverletzt, hat aber erst mal genug von diesem Sport. Wir kehren zum Womo zurück und setzen uns, man glaubt es kaum, in den Schatten. Am Abend packen wir den Grill aus und beschließen den Sonntag mit einem kleinen Barbecue.
Samstag, 28. März 2015
Los Alcazares 2. Tag
Markttag. Gestern hatte sich Karin bei Womonachbarn erkundigt, wo und
wann hier Wochenmarkt sei. Topantwort: Heute hier, nur ein paar
Schritte von unserem Übernachtungsplatz entfernt. So schlendern wir
durch die Marktgassen und werden auch fündig. Eine Tasche und ein
Gürtel für Karin. Ein paar Elektroteile für unser Womo und Orangen
und ein Hähnchen für uns beide. Nach dem Hähnchenverzehr fährt
Achim mit dem Rad allein zu Mercadona. Karins Rad hat einen Platten.
Achim stellt sich an der Fischtheke an und ersteht nach langer Zeit
mal wieder (sündhaft teure) Garnelen. Zurück am Womo geht es an die
Pannenreparatur. Das Ventil hält nicht dicht. Leider ist es fest am
Schlauch montiert. Also Austausch des gesamten Schlauches. Dann ist
wieder alles dicht. Hoffentlich morgen auch noch.
Freitag, 27. März 2015
Los Alcazares 385 km
Wieder mal sind wir die Letzten. Außer uns haben noch drei Womos
hier übernachtet. Doch bis wir mit unserer Morgenroutine durch sind,
haben sich die anderen schon verflüchtigt. Wir fahren auf den
Entsorgungsplatz. Sehr einfach, aber funktionell. Über einem Rost
können wir unser Abwasser ablassen. Der Toiletteninhalt lässt sich
daneben über ein hochklappbares Gitter entsorgen. Das Abwasser spült
das Ganze sauber. Viel sinnvoller geht es nicht. Dann tanken wir vor
Ort. Wir fühlen uns irgendwie dazu verpflichtet. Schließlich
durften wir einen kostenlosen, offiziellen Übernachtungsplatz
benutzen, was leider nicht sehr häufig vorkommt. Dann geht es weiter
in Richtung Osten. Schon von weitem erhaschen wir einen herrlichen
Blick auf die Sierra Nevada. Die Vormittagssonne lässt die
schneebedeckten Bergspitzen wie Eis funkeln und glänzen. Ein
wirklich toller Anblick. Wir kämpfen uns hoch auf fast vierzehn
Hundert Meter, um dann wieder langsam auf Meereshöhe hinabzusteigen.
Nach der Sierra Nevada wird es aber ziemlich eintönig. Nur noch
Olivenhaine und gelegentlich ein paar Mandelbäume. Sonst nichts als
Gegend. So sind wir froh, als wir es uns in Los Alcazares neben dem
Womo in der warmen Sonne gemütlich machen können.
Donnerstag, 26. März 2015
Spanien - Archidona 315 km
Ein „großer“ Fahrtag seit langem. Wir überqueren die Grenze
nach Spanien und tanken erst einmal. Der Diesel ist in Spanien ein
paar Cent billiger als in Portugal. Dann legen wir etwa dreihundert
Kilometer öde Autobahn zurück. Einzige „Abwechslung“ ist die
Durchquerung von Sevilla. Aber auch das ist für uns schon fast
Routine. Diesmal fahren wir an dem Abzweig nach Malaga vorbei. Wir
wollen auf der A 92 weiter ostwärts fahren, um in etwa am Mar Menor
wieder an das Mittelmeer zu stoßen. In Archidona machen wir für
eine Zwischenübernachtung Halt. Der Stellplatz ist nur ein
gemischter Parkplatz, den wir uns mit Pkw teilen müssen. Macht aber
nichts. Wir finden einen guten Platz. Dann besichtigen wir den Ort
und sind überrascht. Sehr enge Gassen, steile Straßen, schöne
Fassaden.
Das erinnert uns etwas an das Dorf Frigiliana bei Nerja. Sogar der Friedhof bietet uns eine Überraschung. In Spanien sind zwar diese „Schrank“-Gräber üblich. Hier aber finden wir daneben auch Gräber im gewohnten deutschen Stil. Alles aber sehr gepflegt und hübsch gemacht. Ein kleines Highlight erfahren wir am Womo. Karins Handyladeakku geht kaputt. Dieses Ding muss man am PC oder am Zigarettenanzünder über USB aufladen. Das tun wir gerade, als es so richtig nach verbranntem Elekromaterial zu stinken anfängt. Wir öffnen einige Schränke und finden zuerst keine Ursache dafür. Erst nach einigem Suchen erschnüffelt Achim den Gestank an diesem Teil. Die Plastikhülle hat schon zu schmelzen begonnen. Natürlich trennt er es sofort vom Strom. Doch dieses blöde Ding blinkt und stinkt weiter und ist sehr heiß. Man kann es nirgends sicher ablegen. Deshalb legen wir es außen am Womo auf die Beifahrertrittstufe. Dort ist es kühl und das Alu der Trittstufe müsste die Temperatur abkönnen. Nur haben wir die Rechnung ohne unsere Mitmenschen gemacht. Ein Spanier, der gerade seinen Pkw nebenan geparkt hat, klopft an unsere Tür und macht uns auf dieses „vergessene“ Teil aufmerksam. Wir danken für die Aufmerksamkeit und erklären den Grund für diese Außenlagerung. Ein paar Minuten später macht uns ein holländischer Womonachbar ebenfalls auf dieses Teil aufmerksam und reicht es uns gleich herein. Wir müssen uns was anderes einfallen lassen. Achim klettert auf das Womo und legt es auf das Alutrittblech auf dem Dach. Jetzt fällt es anscheinend niemanden mehr auf. Nur dürfen wir es dort nicht vergessen.
Das erinnert uns etwas an das Dorf Frigiliana bei Nerja. Sogar der Friedhof bietet uns eine Überraschung. In Spanien sind zwar diese „Schrank“-Gräber üblich. Hier aber finden wir daneben auch Gräber im gewohnten deutschen Stil. Alles aber sehr gepflegt und hübsch gemacht. Ein kleines Highlight erfahren wir am Womo. Karins Handyladeakku geht kaputt. Dieses Ding muss man am PC oder am Zigarettenanzünder über USB aufladen. Das tun wir gerade, als es so richtig nach verbranntem Elekromaterial zu stinken anfängt. Wir öffnen einige Schränke und finden zuerst keine Ursache dafür. Erst nach einigem Suchen erschnüffelt Achim den Gestank an diesem Teil. Die Plastikhülle hat schon zu schmelzen begonnen. Natürlich trennt er es sofort vom Strom. Doch dieses blöde Ding blinkt und stinkt weiter und ist sehr heiß. Man kann es nirgends sicher ablegen. Deshalb legen wir es außen am Womo auf die Beifahrertrittstufe. Dort ist es kühl und das Alu der Trittstufe müsste die Temperatur abkönnen. Nur haben wir die Rechnung ohne unsere Mitmenschen gemacht. Ein Spanier, der gerade seinen Pkw nebenan geparkt hat, klopft an unsere Tür und macht uns auf dieses „vergessene“ Teil aufmerksam. Wir danken für die Aufmerksamkeit und erklären den Grund für diese Außenlagerung. Ein paar Minuten später macht uns ein holländischer Womonachbar ebenfalls auf dieses Teil aufmerksam und reicht es uns gleich herein. Wir müssen uns was anderes einfallen lassen. Achim klettert auf das Womo und legt es auf das Alutrittblech auf dem Dach. Jetzt fällt es anscheinend niemanden mehr auf. Nur dürfen wir es dort nicht vergessen.
Mittwoch, 25. März 2015
Manta Rota 7. Tag
Die Sonne setzt sich heute durch. Der Wind ist zwar auch noch recht heftig und frisch. Aber davor kann man sich zumindest ein bisschen schützen. Wir kaufen ein paar Lebensmittel ein und machen und uns mit unseren neuen Bekannten auf Cachesuche. Sie wollen das auch mal kennen lernen. Viel davon gehört haben sie schon, aber die eigene Erfahrung fehlt noch. Wir wollen etwa zwei Kilometer westwärts marschieren. Dort gibt es eine Art Fort, Cacela Velha, mit einer Kirche, wo ein Cache sein soll. Doch zunächst verlaufen wir uns und landen mitten in stacheligen Kakteen.
Wir kommen so nicht weiter und müssen umkehren. Dann finden wir einen anderen, den richtigen Weg zum Fort. Dort sucht schon ein holländisches Pärchen nach dem Cache – ohne Erfolg. Das Einzige, was wir alle gemeinsam finden, ist eine kleine Schlange, die wir lieber in Ruhe lassen. Vom Cache aber fehlt jede Spur. Der letzte erfolgreiche Finder weist schon darauf hin, dass der Cache wohl sehr anfällig ist und nicht lang existieren wird. Vielleicht gibt es ihn tatsächlich nicht mehr. Schade für unsere Bekannten und natürlich auch für uns. Wir stärken uns danach in einem kleinen Restaurant und machen uns auf den Heimweg. Dabei lassen wir unsere Bekannten einen Cache suchen und finden, den wir selbst vor ein paar Tagen gefunden hatten. Das klappt und wir gönnen den neuen künftigen Geocachern ihr Erfolgserlebnis. Leider verlaufen wir uns auf dem Rückweg schon wieder. Wir sehen sogar unsere Womos, sind aber durch einen kleinen Wasserlauf von ihnen getrennt. Auch ein paar Zäune sind für uns unüberwindlich. Nach einigen Umwegen schaffen wir es aber doch noch zu den Womos. Wir nutzen das schöne Wetter und werfen den Grill an.
Wir kommen so nicht weiter und müssen umkehren. Dann finden wir einen anderen, den richtigen Weg zum Fort. Dort sucht schon ein holländisches Pärchen nach dem Cache – ohne Erfolg. Das Einzige, was wir alle gemeinsam finden, ist eine kleine Schlange, die wir lieber in Ruhe lassen. Vom Cache aber fehlt jede Spur. Der letzte erfolgreiche Finder weist schon darauf hin, dass der Cache wohl sehr anfällig ist und nicht lang existieren wird. Vielleicht gibt es ihn tatsächlich nicht mehr. Schade für unsere Bekannten und natürlich auch für uns. Wir stärken uns danach in einem kleinen Restaurant und machen uns auf den Heimweg. Dabei lassen wir unsere Bekannten einen Cache suchen und finden, den wir selbst vor ein paar Tagen gefunden hatten. Das klappt und wir gönnen den neuen künftigen Geocachern ihr Erfolgserlebnis. Leider verlaufen wir uns auf dem Rückweg schon wieder. Wir sehen sogar unsere Womos, sind aber durch einen kleinen Wasserlauf von ihnen getrennt. Auch ein paar Zäune sind für uns unüberwindlich. Nach einigen Umwegen schaffen wir es aber doch noch zu den Womos. Wir nutzen das schöne Wetter und werfen den Grill an.
Dienstag, 24. März 2015
Manta Rota 6. Tag
Gut dass wir für heute Nacht die Satellitenantenne eingeklappt haben. Der Wind war schon eher zum Sturm mutiert. Auch tagsüber lässt er nur selten nach. Dadurch ist es auch recht frisch und wir halten uns die meiste Zeit im Womo auf. Zum Glück bleibt es aber trocken, was doch auch nicht schlecht ist. Mit unseren Bekannten können wir weiter Reiseerlebnisse austauschen. Besonders interessant für uns sind deren Erfahrungen aus den USA, wo wir auch schon vor langer Zeit ein paar Monate verbracht hatten. Außerdem dürfen wir deren Elektrofahrräder begutachten. Achim fährt sogar mal kurz Probe. Irgendwie wäre so etwas auch für uns nicht schlecht. Schließlich wird man auch nicht jünger.
Montag, 23. März 2015
Manta Rota 5. Tag
Heute ist was los – an der Ver- und Entsorgung. Wir stehen in Sichtweite und haben wunderschöne Logenplätze für diese Theatervorführng. Viele Womos wollen aufbrechen und müssen zuvor ihren Shit loswerden und Frischwasser bunkern. Wie es scheint haben sich die meisten so gegen zehn Uhr verabredet. Da es nur eine VE-Stelle gibt, stellen sie sich schon mal in der Einbahnstraße dorthin an. Andere kommen entgegen der Einbahnstraße angefahren und stellen sich ebenfalls an. Und wieder andere kommen egal aus welcher Richtung, müssen aber noch wenden, weil ihr Versorgungsanschluss je nach Betrachtungsweise auf der falschen Seite ist.
Eigentlich müssten wir auch Wasser holen, weil Karin heute noch ein paar Kleidungsstücke waschen muss, die wir uns bei unserem gestrigen Fahrradausflug schmutzig gemacht haben. Achim gönnt ihr generös das Wasser aus dem Frischwassertank. Er sieht gar nicht ein, sich in diesem Gewusel auch noch anzustellen. Lieber schaut er dem Treiben zu und putzt nebenbei die Fahrräder. Erst als so nach ein bis zwei Stunden sich die Lage entspannt und die VE frei und ohne Andrang ist, geht er seelenruhig ein paar Mal hin und holt Wasser. Wie heißt es so schön? In der Ruhe liegt die Kraft. Zugegeben, da wir heute nicht weiterfahren wollen, haben wir auch leicht reden. Als Karin dann mit der Wäsche fertig ist und selbige zum Trocknen herumhängt, gehen wir einkaufen. Dabei müssen wir an einigen Restaurants vorbei. Dort duftet es lecker nach Essen. Dadurch wiederum stellt sich ein Hüngerchen ein, dem wir schließlich nicht widerstehen können. Also gibt es heute wieder mal Fisch. Zurück am Womo räumen wir zumindest die trockene Wäsche weg und faulenzen. Am späten Nachmittag besuchen uns neue Bekannte aus Freiburg, mit denen wir uns in die Sonne setzen und Stellplatztipps für Portugal besprechen. Erst als die Sonne sich hinter den Horizont versteckt, lösen wir die nette, kleine Runde auf.
Eigentlich müssten wir auch Wasser holen, weil Karin heute noch ein paar Kleidungsstücke waschen muss, die wir uns bei unserem gestrigen Fahrradausflug schmutzig gemacht haben. Achim gönnt ihr generös das Wasser aus dem Frischwassertank. Er sieht gar nicht ein, sich in diesem Gewusel auch noch anzustellen. Lieber schaut er dem Treiben zu und putzt nebenbei die Fahrräder. Erst als so nach ein bis zwei Stunden sich die Lage entspannt und die VE frei und ohne Andrang ist, geht er seelenruhig ein paar Mal hin und holt Wasser. Wie heißt es so schön? In der Ruhe liegt die Kraft. Zugegeben, da wir heute nicht weiterfahren wollen, haben wir auch leicht reden. Als Karin dann mit der Wäsche fertig ist und selbige zum Trocknen herumhängt, gehen wir einkaufen. Dabei müssen wir an einigen Restaurants vorbei. Dort duftet es lecker nach Essen. Dadurch wiederum stellt sich ein Hüngerchen ein, dem wir schließlich nicht widerstehen können. Also gibt es heute wieder mal Fisch. Zurück am Womo räumen wir zumindest die trockene Wäsche weg und faulenzen. Am späten Nachmittag besuchen uns neue Bekannte aus Freiburg, mit denen wir uns in die Sonne setzen und Stellplatztipps für Portugal besprechen. Erst als die Sonne sich hinter den Horizont versteckt, lösen wir die nette, kleine Runde auf.
Sonntag, 22. März 2015
Manta Rota 4. Tag
Das Wetter auf der gesamten iberischen Halbinsel lässt etwas zu wünschen übrig – jedenfalls wenn man den diversen Wetterfröschen glauben darf. Nur bei uns spitzt die Sonne hervor. Das müssen wir ausnützen. Wir radeln auf dem Ecovia etwa fünfzehn Kilometer nach Tavira und finden sage und schreibe vierzehn Caches.
Toll! Als wir den Rückweg antreten ändert sich das Wetter. Der Himmel wird dunkler, ein paar Tropfen fallen und dann beginnt auch hier der Regen.
Wir flüchten uns in ein kleines Restaurant und genießen einen Galao unter der Markise. Doch der Regen wird stärker. Wir flüchten einen Tisch weiter unter das Regendach und warten. Und warten. Und warten. Aber der Regen will einfach nicht aufhören. Uns bleibt nichts Anderes übrig, als uns einigermaßen regenfest anzuziehen und los geht es die restlichen zehn Kilometer bis zum Womo. Unterwegs lässt dann der Regen aber doch noch nach. Wir werden auch fast wieder trocken. Nur ist inzwischen der Radweg ziemlich aufgeweicht. Wir kommen an wie die Ferkel. Daher spritzen wir als allererstes unsere Fahrräder ab. Erst dann legen wir uns selbst richtig trocken. Morgen muss Karin wohl das eine oder andere Teil waschen.
Toll! Als wir den Rückweg antreten ändert sich das Wetter. Der Himmel wird dunkler, ein paar Tropfen fallen und dann beginnt auch hier der Regen.
Wir flüchten uns in ein kleines Restaurant und genießen einen Galao unter der Markise. Doch der Regen wird stärker. Wir flüchten einen Tisch weiter unter das Regendach und warten. Und warten. Und warten. Aber der Regen will einfach nicht aufhören. Uns bleibt nichts Anderes übrig, als uns einigermaßen regenfest anzuziehen und los geht es die restlichen zehn Kilometer bis zum Womo. Unterwegs lässt dann der Regen aber doch noch nach. Wir werden auch fast wieder trocken. Nur ist inzwischen der Radweg ziemlich aufgeweicht. Wir kommen an wie die Ferkel. Daher spritzen wir als allererstes unsere Fahrräder ab. Erst dann legen wir uns selbst richtig trocken. Morgen muss Karin wohl das eine oder andere Teil waschen.
Samstag, 21. März 2015
Manta Rota 3. Tag
Ein bisschen Hausputz muss auch mal wieder sein. Während Achim sich
um die Reinigung der Teppiche kümmert, sorgt Karin innen für klar
Schiff bzw. Womo. Dann wissen wir nicht so recht, was wir von dem
Wetter halten sollen. Zwar scheint hier Sonne pur, aber dunkle
Regenwolken kreisen am Himmel um uns herum. Wir beschließen, feige
zu sein und setzen uns in die Sonne. Natürlich bleibt es den ganzen
Tag über trocken. Nur am späten Nachmittag zieht es sich etwas zu,
um aber dann auch gleich wieder der Sonne Platz zu machen. Dann
hätten wir auch schön cachen gehen können. Aber wir wollen uns
nicht beklagen. Den Tag haben wir so oder so genossen.
Freitag, 20. März 2015
Manta Rota 2. Tag
Noch ein Versuch, unsere Satellitenanlage zu reparieren. Zuerst
schaut es ganz gut aus. Aber im Endeffekt ist das Kabel, das durch
das Womodach führt, wohl doch mürbe. Wir finden immer wieder neue
Fehler. Also müssen wir uns mit der provisorischen Übergangslösung
zufrieden geben. Kann man nichts machen. Dann kommt der
Stellplatzbetreuer und lässt wieder einige, aber nicht alle Womos
umparken. Keine große Sache. Aber könnte man denn nicht konsequent
eine Parkordnung ein für alle Mal beibehalten? Dieses mal so und mal
so nervt dann doch. Vor allem, weil wieder nicht alle Womobesatzungen
angetroffen werden. Die dürfen nämlich so stehen bleiben wie sie
stehen. Außerdem kommen neue Womos dazu, die sich dann auch wieder
hinstellen dürfen, wie es ihnen gefällt.
Donnerstag, 19. März 2015
Manta Rota 105 km
Weiter geht es in Richtung Osten. Unterwegs halten wir bei einem
Baumarkt, Leroy Merlin, an. Wir kaufen ein paar Ersatzteile für
unsere Satellitenanlage. Vielleicht ist doch noch etwas zu retten.
Der nächste Stopp ist bei Lidl fällig, um unsere Vorräte
aufzufüllen. Dann kommen wir in Manta Rota an. Auf dem Stellplatz
stehen wieder die meisten Fahrzeuge, wie sie wollen. Wir erinnern
uns: Als wir vor ein paar Wochen schon einmal hier waren, mussten
viele Womos, auch wir, umparken, weil der Stellplatzbetreuer, oder
wer das auch immer gewesen sein mag, es so wollte. Wir mussten alle,
oder besser fast alle, innerhalb der willkürlich gemalten Linien
stehen. Heute können wir uns also wieder so hinstellen wie wir
wollen. Das tun wir auch. Sonst tun wir nicht viel mehr. Es ist
leider wieder ein sehr regnerischer Tag. Also „inhäusig“.
Mittwoch, 18. März 2015
Silves 4. Tag
Regen- und Basteltag. Gestern fing unser Satellitenempfang das Spinnen an.
Zuerst schoben wir den Grund auf den Regen, dann auf den Baum, der in
südlicher Richtung stand. Wir bewegten das Womo einen Meter
vorwärts. Half aber nichts. Dann schien die Sonne wieder. Kein
Satellitenempfang. Achim legte provisorisch ein Ersatzkabel. Wir
konnten fernsehen. Abend gerettet. Heute nun Fehlersuche. Wir
tauschen sämtliche zugängliche Kabelverbindungen – ohne Erfolg.
Da muss wohl ein neues Kabel eingezogen werden. Das können wir aber
nur Zuhause in einer Werkstatt machen lassen. Also muss es vorerst
das provisorische Ersatzkabel tun. Achso. Ansonsten erfahren wir,
dass hier in Silves heute ein wilder Womoplatz von der Polizei
geräumt wurde. Kommt vor.
Dienstag, 17. März 2015
Silves 3. Tag
Die
Überraschung setzt noch in den Nachtstunden ein. So gegen vier Uhr
wecken uns die ersten Regentropfen. Bald darauf erklären sich
weitere Tropfen solidarisch bis sich schließlich eine Art Landregen
einstellt. Diese Monotonie lässt uns dann wieder weiterschlummern.
Am Morgen haben wir es nun auch gar nicht so eilig mit dem Aufstehen.
Dann lassen wir uns auch mit dem Frühstück richtig Zeit. Einige
Womos fahren ab, aber viele kommen auch schon. Wahrscheinlich
flüchten viele von sandigen Plätzen und retten sich zu uns, wo der
Untergrund geschottert und fest ist. Außerdem sind gerade an solchen
Regentagen viele auf Strom angewiesen. Sie wollen den Tag innerhalb
des Womos verbringen, Fernsehen, Computer spielen und im Internet
surfen. All das ist hier auf einem offiziellen Stellplatz möglich.
Wir machen es genauso. Bis zum Nachmittag versuchen wir ein paar Mal,
vor die Tür zu gehen. Aber kaum haben wir die Schuhe angezogen,
kommt schon der nächste Regen. So schaffen wir insgesamt vielleicht
ein paar Hundert Meter zum nächsten Supermarkt und zurück.
Ansonsten verplempern wir den Tag im Womo. Morgen ist noch einmal Regen angesagt.
Montag, 16. März 2015
Silves 2. Tag
Die
Nacht war klar und daher ist der Morgen auch sehr kalt. Unser
Thermometer zeigt gerade mal zehn Grad an. Innerhalb des Womos ändert
sich das zum Glück schnell, weil die Sonne durch die
Windschutzscheibe den Innenraum wärmt. Karin füllt schnell noch
eine Waschmaschine. Nach dem Frühstück kann sie die Wäsche dann
gleich zum Trocknen aufhängen. Wir holen die Fahrräder heraus und
gehen auf Besichtigungstour – wie fast immer mit Cachesuche.
Das Schöne daran ist, dass die Caches uns den Reiseführer ersetzen und uns zu den Sehenswürdigkeiten lotsen. Zunächst müssen wir uns ganz nach oben kämpfen. Es geht teilweise so steil hinauf, dass wir absteigen und schieben. Dann dürfen wir einen schönen Blick auf das Kastell von Silves genießen. Dort wollen wir hin. Also wieder runter in den Ort und dann wieder rauf zum Kastell. Runter werden die Bremsen heiß. Rauf ist wieder Schieben angesagt. Am Kastell angekommen sehen wir jede Menge Mauern mit Zinnen. Eigentlich recht langweilig. Aber direkt daneben steht eine große Kirche, eigentlich schon eher eine Kathedrale. Diese dürfen wir für kleines Geld besichtigen und werden nicht enttäuscht. Viele Artifakte, künstlerisch, geschmackvoll, aber nicht zu protzig. Danach stellt sich ein Hüngerchen ein. Wir haben vom Betreuer des Stellplatzes einen Hinweis auf ein gutes Lokal bekommen. Dem wollen wir nachgehen. Gehen ist auch das richtige Wort dafür. Wir müssen steil bergab, eine Busladung Besucher kommt uns entgegen. Zum Radfahren keine Chance. Der Tipp erweist sich als gut. Gesättigt geht es weiter zum nächsten Cache, dann zu Lidl und schließlich wieder zurück zum Stellplatz. Dort stärken wir uns mit Kaffee, bevor Karin die trockene Wäsche zusammenlegt und verstaut, während Achim Fahrräder, Wäschespinne und Stühle in die Womogarage räumt. Für morgen ist Regen gemeldet. Lassen wir uns überraschen.
Das Schöne daran ist, dass die Caches uns den Reiseführer ersetzen und uns zu den Sehenswürdigkeiten lotsen. Zunächst müssen wir uns ganz nach oben kämpfen. Es geht teilweise so steil hinauf, dass wir absteigen und schieben. Dann dürfen wir einen schönen Blick auf das Kastell von Silves genießen. Dort wollen wir hin. Also wieder runter in den Ort und dann wieder rauf zum Kastell. Runter werden die Bremsen heiß. Rauf ist wieder Schieben angesagt. Am Kastell angekommen sehen wir jede Menge Mauern mit Zinnen. Eigentlich recht langweilig. Aber direkt daneben steht eine große Kirche, eigentlich schon eher eine Kathedrale. Diese dürfen wir für kleines Geld besichtigen und werden nicht enttäuscht. Viele Artifakte, künstlerisch, geschmackvoll, aber nicht zu protzig. Danach stellt sich ein Hüngerchen ein. Wir haben vom Betreuer des Stellplatzes einen Hinweis auf ein gutes Lokal bekommen. Dem wollen wir nachgehen. Gehen ist auch das richtige Wort dafür. Wir müssen steil bergab, eine Busladung Besucher kommt uns entgegen. Zum Radfahren keine Chance. Der Tipp erweist sich als gut. Gesättigt geht es weiter zum nächsten Cache, dann zu Lidl und schließlich wieder zurück zum Stellplatz. Dort stärken wir uns mit Kaffee, bevor Karin die trockene Wäsche zusammenlegt und verstaut, während Achim Fahrräder, Wäschespinne und Stühle in die Womogarage räumt. Für morgen ist Regen gemeldet. Lassen wir uns überraschen.
Sonntag, 15. März 2015
Silves 35 km
Mit dem gestrigen Tag haben wir die Umkehr, soll heißen die
Rückreise eingeleitet. Allerdings haben wir noch nicht festgelegt,
wann genau wir die Lüneburger Heide erreichen wollen. Auch die
Rückreiseroute steht noch nicht fest. Wir lassen uns wie gewohnt
treiben, abhängig von Lust und Laune und natürlich vom Wetter. So
fahren wir heute bis Silves, ein paar Kilometer ins Inland. Dort waren wir bisher noch nie. Uns
interessiert vor allem der Stellplatz – ein Pendant zu dem in
Falesia. Unser erster Eindruck ist durchaus positiv. Wir werden von
einem Betreuer freundlich empfangen, bekommen einen schönen Platz
mit Strom- und Wasseranschluss und werden in die örtlichen
Gegebenheiten eingewiesen. Es ist eigentlich alles so wie wir es aus
Falesia kennen, nur an einem anderen Ort.
Karin füllt schon mal eine
Waschmaschine mit anschließender Lufttrocknung. Sicher ist sicher.
Für die nächsten Tage gehen so ein paar Regengerüchte um. Deshalb
nutzen wir das schöne und warme Sonnenwetter auch anschließend zum
Grillen.
Samstag, 14. März 2015
Lagos 80 km
Wir gehen auf Erkundungstour. Daher fahren wir zurück nach Aljezur
und von dort den steilen Berg hinauf und später natürlich wieder
hinunter zur Praia Clerigo. Außerhalb des Ortes ist die kleine
Parkbucht aber leider sehr sehräg. Den Parkplatz am Restaurant
weiter nördlich haben wir schon gestern im Fernglas gesehen. Auch
nicht der Hit. Im Ort gibt es wenig Parkmöglichkeit und wenn, dann
direkt vor bewohnten Häusern. Auch nicht gut. Ein etwas, wirklich
nur etwas größerer Parkplatz ist mit Womoparkverbot beschildert.
Also fahren wir weiter zum Praia Arrifana. Doch wir kommen nicht bis
hin. Kurz vorher ist eine Baustelle eingerichtet mit einer
Spitzkehre, die für unser sieben Meter langes Womo nicht zu machen
ist. Also Warnblinkanlage und Rückwärtsgang. Karin steigt aus und
lotst Achim bis er genug Platz zum Umkehren findet. Vielleicht wird
es einmal besser, wenn die Bauarbeiten beendet sind. Wir jedenfalls
planen neu. Nun fahren wir wieder Richtung Aljezur, biegen aber nach
Süden ab und nehmen uns einen Stausee im Landesinneren vor, den
Barragem da Bravura. Wir haben einen Hinweis bekommen, dass es einen
schönen Platz bei einem Restaurant bei Moinhos geben soll. Das war
wohl einmal. Als wir auf den Parkplatz einbiegen wollen, weisen
Hinweisschilder hin, dass es sich hier um Privatgrund handelt und
Womos verboten sind. Also umkehren. Keine besonders erfolgreiche
Erkundung heute. Ein paar hundert Meter zurück finden wir wenigstens
ein schönes Plätzchen, wo wir eine Kaffeepause einlegen und den
Stausee in Augenschein nehmen können. Zum Übernachten ist es hier
aber nicht gut. Der Platz liegt hoch über dem Stausee, viel zu offen
nach allen Seiten und daher voll dem Wind ausgesetzt. Für eine
kleine Rast geht es aber. Nur nachts würden wir ganz schön ins
Schaukeln kommen. Also Plan D (oder so ähnlich). Wir fahren zum
Abend hin nach Lagos auf den uns bekannten Stellplatz. Hier ist es
zwar recht voll. Aber wir finden ein Plätzchen.
Freitag, 13. März 2015
Praia Amoreira 30 km
Diese Nacht war wieder einmal ziemlich windig. Zum Glück standen wir
hinter einer kleinen Düne, die uns Schutz gab. Als wir am Morgen aus
dem Fenster schauen, hat sich die Sonne hinter grauen Wolken
versteckt. Wir verstehen das als Wink, weiter zu fahren. Unsere Route
führt uns in Richtung Aljezur. Unterwegs sehen wir direkt an der
Straße einen kleinen Parkplatz, wo wir einen Cache suchen wollen. Da
haben wir Glück und Pech. Glück, weil hier gerade ein Franzose an
einem frei zugänglichen Brunnen Wasser schöpft. Diese Gelegenheit
dürfen wir uns in dieser Gegend nicht entgehen lassen. Wir schöpfen
auch. Bei den meisten öffentlichen Wasserentnahmestellen stehen
nämlich ausdrücklich Verbotsschilder, diese Stellen zur Befüllung
der Womotanks zu nutzen.
Und Pech haben wir, weil der Cache offensichtlich vandalisiert wurde. Wir finden an der angegebenen Stelle nur eine leere Plastiktüte. Da war er wohl einst drin. In Aljezur wollen wir im Intermarche einkaufen. Wir müssen in einer Seitenstraße parken, weil der Parkplatz des Supermarktes nicht womogerecht ist. Dafür finden wir ganz in der Nähe diesmal wirklich einen Cache. Nun fahren wir die Praia Amoreira an. Der erste Teil des Weges geht sehr schnell in eine Holperstraße über, ist aber fahrbar. Dann überrascht uns der letzte Teil mit neuem Asphalt. Wir erinnern uns: Letztes Jahr waren wir auch schon einmal hier und da war hier eine Baustelle. Kurz vor Amoreira wäre ein schön gelegener Parkplatz. Aber leider mit ausdrücklichem Übernachtungsverbot. Diese Schilder finden wir dann am Praia Amoreira nicht vor. Aber es liegen einige Schilder umgeknickt an der Einfahrt. Wir schauen lieber nicht nach, was darauf steht. Von Amoreira aus können wir neben der schon fast selbstverständlichen tollen Meeresbucht
auch hinüber schauen zu einem Parkplatz, der von Monte Clerigo aus anzufahren ist. Dieser Parkplatz ist aber recht klein und ziemlich hoch (zugig) auf den Klippen. Unser Parkplatz ist zwar auch nicht besonders groß, aber er liegt tiefer in der Bucht und bei der herrschenden Windrichtung etwas geschützt. Wir ziehen unsere Wanderschuhe an, erklimmen die Klippe auf unserer Seite und wandern bis zur Praia Carriagem bzw. Praia Pedra da Mina. Unterwegs eine erfolglose Cachesuche. An der Praia Pedra da Mina sind Arbeiter dabei, eine Holztreppe hinunter zum Strand zu reparieren.
Und Pech haben wir, weil der Cache offensichtlich vandalisiert wurde. Wir finden an der angegebenen Stelle nur eine leere Plastiktüte. Da war er wohl einst drin. In Aljezur wollen wir im Intermarche einkaufen. Wir müssen in einer Seitenstraße parken, weil der Parkplatz des Supermarktes nicht womogerecht ist. Dafür finden wir ganz in der Nähe diesmal wirklich einen Cache. Nun fahren wir die Praia Amoreira an. Der erste Teil des Weges geht sehr schnell in eine Holperstraße über, ist aber fahrbar. Dann überrascht uns der letzte Teil mit neuem Asphalt. Wir erinnern uns: Letztes Jahr waren wir auch schon einmal hier und da war hier eine Baustelle. Kurz vor Amoreira wäre ein schön gelegener Parkplatz. Aber leider mit ausdrücklichem Übernachtungsverbot. Diese Schilder finden wir dann am Praia Amoreira nicht vor. Aber es liegen einige Schilder umgeknickt an der Einfahrt. Wir schauen lieber nicht nach, was darauf steht. Von Amoreira aus können wir neben der schon fast selbstverständlichen tollen Meeresbucht
auch hinüber schauen zu einem Parkplatz, der von Monte Clerigo aus anzufahren ist. Dieser Parkplatz ist aber recht klein und ziemlich hoch (zugig) auf den Klippen. Unser Parkplatz ist zwar auch nicht besonders groß, aber er liegt tiefer in der Bucht und bei der herrschenden Windrichtung etwas geschützt. Wir ziehen unsere Wanderschuhe an, erklimmen die Klippe auf unserer Seite und wandern bis zur Praia Carriagem bzw. Praia Pedra da Mina. Unterwegs eine erfolglose Cachesuche. An der Praia Pedra da Mina sind Arbeiter dabei, eine Holztreppe hinunter zum Strand zu reparieren.
Schön hier, aber wenig
Platz für größere Fahrzeuge und (zumindest so weit wir sehen
können) auch keine geeignete Zufahrt. Nach einer kleinen Trinkpause
geht es zurück zum Womo. Karin kann nicht widerstehen und kühlt
sich die heißgelaufenen Füße in der Brandung ab. Eine
Stunde später tut Achim es ihr gleich.
Donnerstag, 12. März 2015
Praia Bordeira 2. Tag
Zunächst
versteckt sich die Sonne noch etwas. Deshalb fahren wohl viele Womos
hier weg. Es dauert aber nicht lange, und es stehen wieder mindestens
genauso viele hier wie zuvor. Ein Kommen und Gehen eben. Dann
belohnt die Sonne alle für das zahlreiche Erscheinen. Wir nutzen die
Gelegenheit für eine kleine Wanderung zwischen Strand
und Klippen
– einschließlich einem erfolgreich gefundenen Cache. Zurück am Womo gönnen wir uns eine kleine Kaffeepause, bevor wir mal kurz in den Ort und zurück marschieren. Damit ist unserem Bewegungsdrang genüge getan. Wir werden bei der Rückkehr auch gleich mit dem Anblick einiger Kites quer über der Lagune belohnt. Die Kiter nutzen den frischen, auflandigen Wind, um am Strand bzw. am meerseitigen Ende der Lagune ein paar Bahnen zu ziehen. Da könnte man schon Lust bekommen, mitzumachen. Aber ohne Material geht das nicht. Daher verziehen wir uns in den Windschatten unseres Womos und widmen uns der weiteren Reiseplanung.
und Klippen
– einschließlich einem erfolgreich gefundenen Cache. Zurück am Womo gönnen wir uns eine kleine Kaffeepause, bevor wir mal kurz in den Ort und zurück marschieren. Damit ist unserem Bewegungsdrang genüge getan. Wir werden bei der Rückkehr auch gleich mit dem Anblick einiger Kites quer über der Lagune belohnt. Die Kiter nutzen den frischen, auflandigen Wind, um am Strand bzw. am meerseitigen Ende der Lagune ein paar Bahnen zu ziehen. Da könnte man schon Lust bekommen, mitzumachen. Aber ohne Material geht das nicht. Daher verziehen wir uns in den Windschatten unseres Womos und widmen uns der weiteren Reiseplanung.
Mittwoch, 11. März 2015
Praia Bordeira 5 km
Achim
wird zwischen vier und fünf Uhr wach. Er glaubt, Geräusche von
Straßenarbeiten gehört zu haben. So, als ob ein Laster Schotter
abkippt und ein Bagger diesen verteilt. Diese Geräusche sind so
real, dass er sogar aufsteht und durch die Fenster schaut. Aber er
kann nichts erkennen. Ist um diese Zeit wohl auch ziemlich klar. Was
er gehört hat, waren die von der Flut heran rollenden
Brandungswellen, die tatsächlich enorme Kraft entwickeln und einiges
an Gestein ans Ufer schieben und dort
verteilen. Ein wahrhaftes Getöse. Aber wenn man weiß, was es ist,
kann man wieder ganz gut einschlafen. Aber nicht für lange. Denn
heute weckt uns wieder die warme Sonne und lässt dem Seenebel keine
Chance mehr. Wir setzen ein paar Kilometer um zur Praia Bordeira.
Eigentlich ist dort der nächstgelege Ort Carrapateira. Trotzdem
heißt der Strand Bordeira – warum auch immer. Wir finden auch
einen schönen, recht ebenen Platz.
Von dort aus nehmen wir unsere Fahrräder und erklimmen die Klippen wieder in Richtung Praia Amado. Auf halbem Wege müssen wir absteigen. Trotz Gangschaltung schwächeln wir. Es ist uns zu steil. Also schieben wir ein paar Meter. Oben auf der Klippe, wir strampeln inzwischen wieder, begrüßen uns Engländer mit den Worten „well done“ - gut gemacht. Sie haben uns kurz zuvor mit dem Auto überholt und haben nicht mitbekommen, dass wir zwischendurch Fußgänger waren. Stolz lassen wir sie in dem Glauben und bedanken uns für die anerkennenden Worte. Hier oben wird die Anstrengung aber auch wirklich mit einer grandiosen Aussicht belohnt.
Es sind einige gut platzierte Aussichtsplattformen angelegt worden, von wo aus man hinabschauen und die gewaltige Kraft des Ozeans beim Spiel mit den Felsen beobachten kann.
Hin und wieder sehen wir auch ein paar wagemutige Angler, die sich nach unserem Eindruck für ihren Sport in ziemliche Gefahr begeben, wenn sie sich weit an das steile Ende der Klippen wagen. Manche klettern sogar noch ein paar Meter in Richtung Wasser hinunter, um die besten Angelplätze erreichen zu können. Der Grad zwischen Wagemut und Wahnsinn erscheint uns hier sehr fließend. Nach einem Cache im „Vorbeiradeln“ finden wir einen kleinen Weg, der uns direkt in den Ort Carrapateira führt. Dort kaufen wir ein paar Lebensmittel und radeln in Richtung Womo. Wenige hundert Meter davor können wir dem Essensduft aus einem Restaurant nicht widerstehen. Wir entscheiden uns für Hähnchen und werden nicht enttäuscht. Da stimmt alles, von den Beilagen bis zur Würze und natürlich dem Geschmack. Nebenbei kommen wir mit einem Pärchen am Nachbartisch ins Gespräch. Er Ire, sie Schweizerin. Sie spricht mit ihren beiden Hunden italienisch. Wir sprechen mit den beiden mal ein bisschen deutsch und mal ein bisschen englisch. Irgendwie lustig, aber es funktioniert. Dann kehren wir endgültig zu unserem Womo zurück, wo wir Leute treffen, die wir aus Falesia kennen. Hier herrscht etwas Unruhe. Die Bekannten haben zwei Katzen, von denen eine so gut wie blind ist, aber beide sind seit einiger Zeit verschwunden. Die beiden Ausreißer sind nicht aufzufinden. Seltsamerweise findet die fast Blinde aber offensichtlich von alleine zurück. Sie ist plötzlich einfach da. Die andere taucht schließlich auch auf, als zufällig eine der Außenstauklappen eines Womos geöffnet wird. Sie wurde aus Versehen eingesperrt.
Von dort aus nehmen wir unsere Fahrräder und erklimmen die Klippen wieder in Richtung Praia Amado. Auf halbem Wege müssen wir absteigen. Trotz Gangschaltung schwächeln wir. Es ist uns zu steil. Also schieben wir ein paar Meter. Oben auf der Klippe, wir strampeln inzwischen wieder, begrüßen uns Engländer mit den Worten „well done“ - gut gemacht. Sie haben uns kurz zuvor mit dem Auto überholt und haben nicht mitbekommen, dass wir zwischendurch Fußgänger waren. Stolz lassen wir sie in dem Glauben und bedanken uns für die anerkennenden Worte. Hier oben wird die Anstrengung aber auch wirklich mit einer grandiosen Aussicht belohnt.
Es sind einige gut platzierte Aussichtsplattformen angelegt worden, von wo aus man hinabschauen und die gewaltige Kraft des Ozeans beim Spiel mit den Felsen beobachten kann.
Hin und wieder sehen wir auch ein paar wagemutige Angler, die sich nach unserem Eindruck für ihren Sport in ziemliche Gefahr begeben, wenn sie sich weit an das steile Ende der Klippen wagen. Manche klettern sogar noch ein paar Meter in Richtung Wasser hinunter, um die besten Angelplätze erreichen zu können. Der Grad zwischen Wagemut und Wahnsinn erscheint uns hier sehr fließend. Nach einem Cache im „Vorbeiradeln“ finden wir einen kleinen Weg, der uns direkt in den Ort Carrapateira führt. Dort kaufen wir ein paar Lebensmittel und radeln in Richtung Womo. Wenige hundert Meter davor können wir dem Essensduft aus einem Restaurant nicht widerstehen. Wir entscheiden uns für Hähnchen und werden nicht enttäuscht. Da stimmt alles, von den Beilagen bis zur Würze und natürlich dem Geschmack. Nebenbei kommen wir mit einem Pärchen am Nachbartisch ins Gespräch. Er Ire, sie Schweizerin. Sie spricht mit ihren beiden Hunden italienisch. Wir sprechen mit den beiden mal ein bisschen deutsch und mal ein bisschen englisch. Irgendwie lustig, aber es funktioniert. Dann kehren wir endgültig zu unserem Womo zurück, wo wir Leute treffen, die wir aus Falesia kennen. Hier herrscht etwas Unruhe. Die Bekannten haben zwei Katzen, von denen eine so gut wie blind ist, aber beide sind seit einiger Zeit verschwunden. Die beiden Ausreißer sind nicht aufzufinden. Seltsamerweise findet die fast Blinde aber offensichtlich von alleine zurück. Sie ist plötzlich einfach da. Die andere taucht schließlich auch auf, als zufällig eine der Außenstauklappen eines Womos geöffnet wird. Sie wurde aus Versehen eingesperrt.
Dienstag, 10. März 2015
Praia Amado 2. Tag
Wir
wachen auf am Morgen. Doch es wird nicht richtig hell. Dichter
Seenebel hat sich gebildet und hält sich hartnäckig. Was sollen wir
tun? Wandern? Radfahren? Ist beides nichts, denn dann sollte man auch
die Landschaft sehen und bewundern können. So halten wir uns vorerst
im Womo auf und kruschen etwas herum. Gegen Mittag schafft es die
Sonne dann doch noch, zumindest hin und wieder mal bis zum Boden zu
scheinen und den Seenebel etwas zurück zu drängen. Darum brechen
wir zu einer kleinen Strandwanderung auf. Weil es immer sonniger
wird, erklimmen wir am Ende des Strandes noch eine gemäßigte
Klippe. Oben angekommen werden wir mit einem Cache belohnt und einer
tollen Aussicht auf den Strand zusammen mit dem Parkplatz, wo unter
anderem auch unser Womo steht.
Der Abstieg dorthin ist allerdings wesentlich steiler als der Aufstieg. Wir müssen ganz vorsichtig sein, um nicht ins Rutschen zu kommen.
Der Abstieg dorthin ist allerdings wesentlich steiler als der Aufstieg. Wir müssen ganz vorsichtig sein, um nicht ins Rutschen zu kommen.
Off the Blog: Richtig parken oder alle Viere gerade sein lassen
Falls
der geschätzte Leser nur an unserer Reise interessiert sein sollte,
so kann er diesen Post beruhigt überlesen. Falls er sich aber für
die ausgefeilten Eigenheiten des Wohnmobildaseins an und für sich
interessiert, möge er die folgenden Zeilen genießen.
Ein
Auto stellt man auf einem Parkplatz in einer der hoffentlich vielen
freien Buchten ab. Steht und passt. Nicht so ein Wohnmobil. Egal wo,
ein Wohnmobil steht – genau wie ein Auto – meistens schief.
Während das bei einem Auto (fast) völlig schnurz ist, kann das bei
einem Wohnmobil fatale Folgen haben: Im Innenraum rollt und rutscht
alles.
Harmlos,
wenn nur der Kuli über den Tisch kullert. Ein hohes Weinglas ist da
viel abwechslungsreicher.
Es gehorcht der Schwerkraft, und wegen des langen Stieles ist es auch
noch besonders folgsam. Es kann umkippen. Meist bleibt es aber heile.
Der Inhalt auch. Nur fließt er von dannen. Erst über den ganzen
Tisch, dann herunter vom Tisch und, wenn die Polster Glück haben,
auf die Hose des Weingourmets. Ganz anders verhält es sich mit
Wasser, genauer mit dem Abwasser im Küchen- und/oder
Badezimmerwaschbecken. Hier bleibt es hartnäckig, weil der kleine
Syphon darunter das Abwasser
nicht weiterleiten kann.
Abends
spielt dann der Fernseher verrückt, bzw. er spielt gar nicht erst
mit, weil die Antenne durch die Schräge ihren eigenen - natürlich
völlig verkehrten - Skeweffekt ausspielt. Was das ist, will ich
hier nicht weiter erläutern. Erstens würde das zu weit führen und
zweitens weiß ich es selbst auch nicht so genau. Nur so viel: Das
Astrasignal schwächelt so sehr in der ganzen Anlage, dass kein
Fernsehempfang möglich ist. Dies kann dann zu unerwünschten
Auswirkungen auf das soziale und ansonsten friedliche Zusammenleben
der Womobesatzung führen. Was tun ohne TV? Hierüber wurde sogar
schon ein Spielfilm gedreht. Sehr lustig - vor allem neun Monate
später. Also geht man mal etwas früher ins Bett. Doch auch hier ist
Vorsicht angesagt. Man muss aufpassen, dass man nicht gleich wieder
herausrollt. Der Kopf liegt auch grundsätzlich tiefer als die Füße.
Den Körper umzuwuchten ist auch nicht immer die Lösung.
Doch
genug der Folgen. Da hilft nur richtiges Ausrichten bzw. alle vier
Reifen auf das gleiche
Niveau zu bekommen. Der
fünfte (Ersatz-) Reifen, egal ob vorhanden oder nicht, muss nicht
unbedingt ausgerichtet werden. Bei
hochpreisigen Womos geht das automatisch mit ausfahrbaren Stützen.
Bei normalsterblichen Womobesatzungen müssen Auffahrkeile helfen.
Wie viele und unter welche Räder stellt
die erste Herausforderung dar. Nach demokratischer Einigung beginnt
das Ausrichten der Keile und die Auffahrt auf diese (nicht
Überfahrt!) mit richtigem Stopp, Handbremse anziehen und ohne
Zurückrollen. Letzteres ist meist nur Theorie. Ein Freund von mir
(Er möge mir diesen Teil des Blogs verzeihen und Freund bleiben.)
hat sich dafür kleine Zusatzkeile gekauft, die, wenn die Räder auf
den Keilen stehen, schnell von der Ehefrau dahintergeklemmt werden.
Gefährliche Sache! Deshalb sollte immer auf Vorrat gekocht sein oder
ausreichend Konserven vorhanden und die Kranken- und
Unfallversicherungsbeiträge entrichtet worden sein. Noch
gefährlicher ist das Herunterfahren, denn dann muss der Fahrer
gefühlvoll etwas höher fahren, die Stuntfrau schnell und energisch
zugreifen und den kleinen Block
und vor allem sich selbst
wieder entfernen. Hierfür
hat mein Freund eine tolle Idee entwickelt. Er hat eine Schnur an den
kleinen Keilen befestigt, so dass seine Ehefrau im richtigen Moment
aus relativ sicherer Entfernung den Keil an sich reißen kann. Dies
sollte aus physikalischen Gründen auch mit viel Fingerspitzengefühl
erfolgen. Sonst gibt es weitere Folgen, auch für die Umgebung.
Hat
man dies alles zur Zufriedenheit gemeistert, stellt man fest, dass
weitere wichtige Überlegungen noch nicht berücksichtigt wurden: Wo
schaut das Womo eigentlich hin? Hier ist gemeint: Die Aussicht aus
den Fenstern. Keine Sonne auf den Kühlschranklüftungsgittern.
Können wir vor/am/neben/hinter dem Womo sitzen, Sonne/Schatten
genießen. Kühlt der Wind angenehm oder bläst er kalt? Sind wir vor
interessierten/neugierigen Mitmenschen/Gaffern geschützt? All diesen
Fragen kann durch erneutes Umparken und Ausrichten entsprochen werden
– bis der Tank leer ist. Will man sich mit mehreren
Wohnmobilbesatzungen (Reisebekanntschaften) in gemütlicher Runde
zusammensetzen wird das Ganze freilich etwas komplizierter. Achja,
dann muss die Windschutzscheibe aber auch grundsätzlich nach Osten
ausgerichtet werden, damit das Womoinnere von der Morgensonne erwärmt
wird – es sei denn man sieht am nächsten Morgen nur Seenebel,
dicke Wolken aber eben keine Sonne. Aber vielleicht können wir das
ja auch noch eines Tages beeinflussen.
Montag, 9. März 2015
Praia Amado 20 km
Wir beobachten die Münchener, wie sie Ausschau nach ihrem Hund
halten. Der hat sich wohl selbständig auf Tour begeben. Nach einiger
Zeit findet er aber wieder wohlbehalten zurück zu Frauchen und
Herrchen, so dass sie ihre Tour fortsetzen können. Wir verlassen die
Bucht und fahren zurück in die „Zivilisation“, wo wir wieder
Handyempfang haben. Offensichtlich haben wir nichts Wichtiges
verpasst. Aber komisch war es schon. Man wundert sich über sich
selbst. Gab es nicht mal Zeiten ohne Handy? Das ging doch auch! Unser
nächstes Ziel wäre die Praia Barriga gewesen. Aber schon der
Abzweig von der Hauptstraße mündet in eine Schotterpiste. Das
wollen wir unserem Womo und uns dann doch nicht zumuten. Also
umkehren und weiter zur Praia Amado. Wow! Als wir auf den Parkplatz
einbiegen – die Zufahrt geht in Ordnung – können wir schon aus
einiger Höhe den Atlantik sehen. Was für eine Aussicht!
Wir sehen von einem etwas erhöhten Platz die große, breite Sandbucht und die brechenden Wellen. Da kaum Wind herrscht, können wir diesen Anblick auch ohne Frösteln genießen. Aber wir wollen heute nicht so faul sein. Wir schnüren unsere Wanderschuhe und gehen Caches suchen.
Zweimal werden wir fündig, zweimal nicht. Dies liegt an der Lage dieser Caches. Sie befinden sich hinter einer Absperrung an der Steilküste.
Wir suchen Caches, die uns an schöne Orte führen, aber nicht solche, die uns einer Gefahr (hier Absturz) aussetzen. Das ist uns die Sache dann doch nicht wert. Ein Highlight gibt es aber doch noch: Wir treffen die Münchener von gestern wieder. Diesmal sind sie neugierig, was es mit dem Geocachen auf sich hat. Wir können es an einem praktischen Beispiel, keine hundert Meter von deren Stellplatz entfernt, demonstrieren. Dann kehren wir zurück zum Womo und genießen die Aussicht. Während wir so genießen, hören wir einen Kleinlaster kommen, von dem es „Fruta Fruta!" tönt. Diesen Frucht- und Gemüsehändler haben wir schon zigmal erlebt. Anscheinend beliefert er die gesamte Algarve. Er grinst uns auch an, als ob er uns kennt. Aber vielleicht ist das auch nur Einbildung und er ist immer so freundlich, um Geschäfte zu machen. Am Abend stellen wir fest, dass wir diesmal zwar Handy-, aber keinen TV-Empfang haben. Wir stehen wohl etwas zu schräg, so dass unsere Antenne den Astrasatelliten nicht gut genug anpeilen kann.
Zum Nivellieren oder gar zum Umparken sind wir zu faul. Man kann nicht alles haben.
Wir sehen von einem etwas erhöhten Platz die große, breite Sandbucht und die brechenden Wellen. Da kaum Wind herrscht, können wir diesen Anblick auch ohne Frösteln genießen. Aber wir wollen heute nicht so faul sein. Wir schnüren unsere Wanderschuhe und gehen Caches suchen.
Zweimal werden wir fündig, zweimal nicht. Dies liegt an der Lage dieser Caches. Sie befinden sich hinter einer Absperrung an der Steilküste.
Wir suchen Caches, die uns an schöne Orte führen, aber nicht solche, die uns einer Gefahr (hier Absturz) aussetzen. Das ist uns die Sache dann doch nicht wert. Ein Highlight gibt es aber doch noch: Wir treffen die Münchener von gestern wieder. Diesmal sind sie neugierig, was es mit dem Geocachen auf sich hat. Wir können es an einem praktischen Beispiel, keine hundert Meter von deren Stellplatz entfernt, demonstrieren. Dann kehren wir zurück zum Womo und genießen die Aussicht. Während wir so genießen, hören wir einen Kleinlaster kommen, von dem es „Fruta Fruta!" tönt. Diesen Frucht- und Gemüsehändler haben wir schon zigmal erlebt. Anscheinend beliefert er die gesamte Algarve. Er grinst uns auch an, als ob er uns kennt. Aber vielleicht ist das auch nur Einbildung und er ist immer so freundlich, um Geschäfte zu machen. Am Abend stellen wir fest, dass wir diesmal zwar Handy-, aber keinen TV-Empfang haben. Wir stehen wohl etwas zu schräg, so dass unsere Antenne den Astrasatelliten nicht gut genug anpeilen kann.
Zum Nivellieren oder gar zum Umparken sind wir zu faul. Man kann nicht alles haben.
Sonntag, 8. März 2015
Praia Cordama 10 km
Wehmütig verabschieden wir uns von Anja und Erwin. Es waren ein paar
wunderschöne Wochen, die wir zusammen zuerst in Spanien und dann an
der Südalgarve verbracht haben. Aber jetzt zieht es Erwin wieder
zurück nach Spanien, genauer nach Tarifa, zum Kiten. Wir wollen uns
noch ein paar Plätze an der Westalgarve anschauen. Da sind wir
letztes Jahr zu schnell vorbeigefahren. Viel zu schade für diesen
schönen Flecken Erde. Wir fahren ganz vorsichtig vom Stellplatz,
denn die Zufahrt ist mehr als eng. Wir müssen an parkenden Autos und
tiefen Dachrinnen vorbeirangieren. Aber es geht gut. Dann fahren wir
als erstes an der Westküste den Praia Castelejo an. Eine schmale
Straße führt uns hinab bis zu einem kleinen Restaurant mit kleinem
Parkplatz.
Das Ganze auch ein klein wenig schräg. Alles in allem nicht gut geeignet für unser sieben Meter langes Womo.
Wir entscheiden uns für den nächsten Platz, die Praia Cordama. Hier waren wir zwar letztes Jahr schon einmal, aber damals war es hier zu voll. Jetzt finden wir genügend Platz. Auch einige Deutsche sind hier. Wir tauschen einige Informationen mit einem Münchener Pärchen aus, das sich eine ganz kuschelige Stelle ausgesucht hat und einige Jahre mehr an Portugalerfahrung aufweisen kann. Nur die Zufahrt ist mal wieder für unser Womo weniger geeignet. Macht aber nichts. Auch auf dem zentralen, großen Platz ist es schön.
Wir haben einen herrlichen Blick auf die Sandbucht und können den heran rollenden Wellen zuschauen.
Auch einige Surfer versuchen ihr Glück. Gegen Abend hin füllt sich der Platz dann auch wieder. Aber wir stehen ja schon. Einziges Manko: Hier gibt es absolut keinen Handyempfang und damit auch kein Internet, keine WhatsApp, keine SMS. Wir sind von der Außenwelt abgeschnitten. Irgendwie ungewohnt in der heutigen Zeit.
Das Ganze auch ein klein wenig schräg. Alles in allem nicht gut geeignet für unser sieben Meter langes Womo.
Wir entscheiden uns für den nächsten Platz, die Praia Cordama. Hier waren wir zwar letztes Jahr schon einmal, aber damals war es hier zu voll. Jetzt finden wir genügend Platz. Auch einige Deutsche sind hier. Wir tauschen einige Informationen mit einem Münchener Pärchen aus, das sich eine ganz kuschelige Stelle ausgesucht hat und einige Jahre mehr an Portugalerfahrung aufweisen kann. Nur die Zufahrt ist mal wieder für unser Womo weniger geeignet. Macht aber nichts. Auch auf dem zentralen, großen Platz ist es schön.
Wir haben einen herrlichen Blick auf die Sandbucht und können den heran rollenden Wellen zuschauen.
Auch einige Surfer versuchen ihr Glück. Gegen Abend hin füllt sich der Platz dann auch wieder. Aber wir stehen ja schon. Einziges Manko: Hier gibt es absolut keinen Handyempfang und damit auch kein Internet, keine WhatsApp, keine SMS. Wir sind von der Außenwelt abgeschnitten. Irgendwie ungewohnt in der heutigen Zeit.
Samstag, 7. März 2015
Figueira 2. Tag
Wir legen einen „Saubermachtag“ ein. Vieles wird ein bisschen auf
Vordermann gebracht. Ein paar Sachen müssen gewaschen werden. Das
Womo wird etwas geputzt. Die Teppiche werden ausgeklopft. Und so
weiter. Aber ein paar Hunde, kleine und große, bringen eine kleine
Abwechslung.Sie kommen immer wieder zu uns und wollen gestreichelt und geknuddelt
werden. Gerne würden wir einen mitnehmen. Aber wir widerstehen der
Versuchung – vorerst.
![]() |
| Sooo klein und sooo süß |
Freitag, 6. März 2015
Figueira 20 km
Wir besichtigen Sagres. Da gibt es allerdings nicht viel zu
besichtigen – außer ein paar gut angezogenen Bäumen vielleicht.
Der Ausblick auf den Atlantik und die Klippen ist aber schon einen zweiten Blick wert.
Hoch über dem Hafen auf einer der Klippen finden
wir mal wieder einen Cache, womit sich die Besichtigung schon gelohnt
hat. Der zweite Cache ist leider nicht zugänglich, weil die Zuwegung
wegen einer Baustelle sogar für Fußgänger gesperrt ist. So
begnügen wir uns mit einem letzten Blick auf ein paar Wellenreiter
und fahren nach Figueira. Dort gibt es einen neuen, kleinen
Stellplatz.
Wir wollen heute Abend in Ruhe unsere Garnelen grillen. Das ist wegen des starken Windes gar nicht so einfach. Erwin und Achim müssen allerhand für den Windschutz tun, bevor es losgehen kann. Dann aber genießen wir seit langem wieder einmal die Garnelen. Dann geht die Sonne unter und es wird wieder frisch.
Der Ausblick auf den Atlantik und die Klippen ist aber schon einen zweiten Blick wert.
Wir wollen heute Abend in Ruhe unsere Garnelen grillen. Das ist wegen des starken Windes gar nicht so einfach. Erwin und Achim müssen allerhand für den Windschutz tun, bevor es losgehen kann. Dann aber genießen wir seit langem wieder einmal die Garnelen. Dann geht die Sonne unter und es wird wieder frisch.
Donnerstag, 5. März 2015
Sagres 20 km
Jetzt wollen wir endlich an das „Ende der Welt“ nach Sagres.
Eigentlich ist es nur das Südwestende Europas. Aber das ist ja auch
schon was. Nur Achim schwächelt heute ziemlich. Eine Zahnfüllung
hat sich gelockert und droht herauszufallen. Das muss er reparieren
lassen. Auf dem Weg nach Sagres kommen wir in Vila da Bispo an einem
Gesundheitszentrum vorbei. Nach einigem Herumfragen auf englisch und
französisch bekommt Achim einen Termin am Nachmittag. Wir vertreiben
uns in Sagres die Zeit mit Nichtstun, während Anja und Erwin die
Festung besuchen. Am Nachmittag traut sich Achim dann zum Zahnarzt.
Dort geht alles gut: eine Spritze, eine neue Füllung. So kann man
den Tag auch verbringen. Muss aber nicht zur Gewohnheit werden.
Mittwoch, 4. März 2015
Boca do Rio 20 km
Wir
verabschieden uns von Lagos und kaufen schnell noch in einem Pingo
Doce ein. Hier gibt es sogar Garnelen zu einem annehmbaren Preis.
Natürlich greifen wir da zu. Wir haben seit Spanien, wo wir die
letzten gegessen haben, schon langsam Entzugserscheinungen. Aber die
recht hohen Preise in Portugal haben uns bisher von einem Einkauf
abgehalten. In Boca do Rio sind wir zum ersten Mal. Letztes Jahr
waren wir zwar hier, aber die Zufahrt war wegen einer Baustelle
komplett gesperrt gewesen. Jetzt können wir die wunderschöne Bucht
anfahren und finden trotz sehr enger Zufahrt ein angenehmes Plätzchen
mit direktem Blick auf das Meer.
Erwin meint, hier könnten wir auch ein paar Caches angehen. Leider ist uns die östliche Richtung versagt. Ein kleines Flüsschen und die einsetzende Flut verwehren uns den Weg. Also müssen wir nach nur wenigen Metern umkehren und in westlicher Richtung suchen. Wir erklimmen die nächste Klippe und stellen fest, dass der Cache aber einige Meter unterhalb sein muss. Doch wie dahinkommen? Wir finden keinen Pfad in die richtige Richtung. Daher müssen Erwin und Achim den Geröllhang hinunter klettern. Anja und Karin beobachten uns von oben und geben Anweisungen. Um aber ehrlich zu sein: Wir klettern nicht am Steilhang, sondern nur an einem Geröllhang. Wenn wir hier abrutschen, machen wir ein bisschen Aua auf dem Hosenboden aber keinen Abflug in den Atlantik. Trotzdem kratzen wir uns unterwegs an einigen stacheligen Sträuchern. Auf diese Weise kommen wir in der Nähe des Caches an. Jetzt suchen wir aber noch vielleicht ein halbes Stündchen.
Das kleine Döschen ist ganz schön gemein versteckt. Dann geht es wieder zum Aufstieg, der aber leichter fällt als der Abstieg – außer vielleicht dass die Kondition nun mehr gefragt ist. Oben angekommen feiern unsere Frauen ihre „Helden“. Tut das gut! Dann Rückmarsch zum Womo. Der Cache auf der gegenüber liegenden Seite ist immer noch nicht erreichbar. Im Gegenteil: Der uns trennende Strom ist noch wilder geworden. Wir schreiben diesen Cache ab.
Erwin meint, hier könnten wir auch ein paar Caches angehen. Leider ist uns die östliche Richtung versagt. Ein kleines Flüsschen und die einsetzende Flut verwehren uns den Weg. Also müssen wir nach nur wenigen Metern umkehren und in westlicher Richtung suchen. Wir erklimmen die nächste Klippe und stellen fest, dass der Cache aber einige Meter unterhalb sein muss. Doch wie dahinkommen? Wir finden keinen Pfad in die richtige Richtung. Daher müssen Erwin und Achim den Geröllhang hinunter klettern. Anja und Karin beobachten uns von oben und geben Anweisungen. Um aber ehrlich zu sein: Wir klettern nicht am Steilhang, sondern nur an einem Geröllhang. Wenn wir hier abrutschen, machen wir ein bisschen Aua auf dem Hosenboden aber keinen Abflug in den Atlantik. Trotzdem kratzen wir uns unterwegs an einigen stacheligen Sträuchern. Auf diese Weise kommen wir in der Nähe des Caches an. Jetzt suchen wir aber noch vielleicht ein halbes Stündchen.
Das kleine Döschen ist ganz schön gemein versteckt. Dann geht es wieder zum Aufstieg, der aber leichter fällt als der Abstieg – außer vielleicht dass die Kondition nun mehr gefragt ist. Oben angekommen feiern unsere Frauen ihre „Helden“. Tut das gut! Dann Rückmarsch zum Womo. Der Cache auf der gegenüber liegenden Seite ist immer noch nicht erreichbar. Im Gegenteil: Der uns trennende Strom ist noch wilder geworden. Wir schreiben diesen Cache ab.
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