Wir wollen wieder weiter. Ein Tag Faulenzen reicht auch vorerst. Daher packen wir unser Womo und fahren ein kurzes Stück nach San Miguel de Cabo de Gata ans Meer. Dort waren wir vor ein paar Jahren schon einmal. Als wir in San Miguel einbiegen, empfangen uns auf einem großen Parkplatz ganz viele Womos. Wir stellen uns dazu. Kaum dass wir stehen, kommt ein Spanier mit Auto, Wohnwagen und Kind und Kegel. Ausgerechnet hinter uns klemmt er sich hinein und uns fast ein. Als wir das bemerken, hat er schon seinen Vorzeltteppich ausgerollt, Tisch und Stühle aufgebaut und beginnt mit seiner Familie lautstark mit dem Mittagessen. Wir lassen uns nicht stören, holen unsere Fahrräder heraus und radeln an das Ende des Strandes bevor die Steigung zum Kap beginnt. Wir staunen nicht schlecht, was sich hier in den letzten Jahren alles verändert hat. Der Strand ist für Fußgänger gut zugänglich gemacht. An der Straße entlang gibt es Parkmöglichkeiten, zumindest für Pkw. Für unser schweres Womo sind die meisten Stellen zu sandig und zu weich. Zwischen diesem Parkstreifen und dem Strand sind die Dünen mit Schutzbalken eingezäunt. Auf der dem Strand abgewandten Seite liegen die Salinen mit ihren Feuchtgebieten, wo sich zahlreiche Vogelarten aufhalten, vor allem Flamingos.
Dort führt ein Sandweg parallel zur Straße. Auch einige Vogelbeobachtungshütten sind errichtet worden. Wir aber fahren erst mal weiter und werden von einem kleinen Dorf mit modernen Häusern empfangen. Dieses Dorf gab es vor ein paar Jahren noch nicht. Da standen höchstens ein paar Fischerhütten. Auch kurz vor dem Kap sind Parkstreifen eingerichtet. Dort ist der Untergrund steiniger, weshalb hier auch einige Womos stehen. Wir drehen wieder um, beobachten ein paar Vögel, heben einen Cache und besuchen eine hübsche Kirche.
Dann, wieder zurück am Womo, laden wir die Fahrräder ein und fahren mit dem Womo in Richtung Kap. Kurz davor gesellen wir uns auf dem Parkstreifen zu anderen Womos und genießen das Strandleben bis zum Abend.
Dann packen wir zusammen und fahren nach San Miguel. Am Strand werden wir wohl nicht übernachten dürfen.
Übrigens: In elf Monaten ist Weihnachten.
Übrigens: In elf Monaten ist Weihnachten.



