Im Laufe
des gestrigen Abends haben wir noch von zwei weiteren Womos
Gesellschaft bekommen und dann eine ruhige, erholsame Nacht gehabt.
Dafür sind wir heute wieder die Letzten, die diesen Platz verlassen.
Recht schnell kommen wir in Lom an. Die Touristeninfo ist gleich am
Anfang des Ortes. Die Stabkirche aber auch. Der Eintritt kostet uns
einhundertzehn NOK. Wir finden das ganz schön teuer, vor allem, weil
wir in der Kirche nicht einmal mit dem Blitz arbeiten dürfen. Aber
dennoch ist das Interieur schon beeindruckend. Fast alles aus Holz,
aber mit Ornamenten und Bildern. Einer der Kassierer ist Deutscher
und steht uns gerne für Fragen zur Verfügung. Nachdem wir unseren
Wissensdurst gestillt und uns satt gestaunt haben, umrunden wir die
Kirche von außen.
Dabei müssen wir über den Friedhof laufen. Die
Gräber bestehen nur aus Grabsteinen. Also bei weitem nicht so
aufwendig gestaltet wie bei uns. Allerdings ist es schon ein
komisches Gefühl, wenn man so „über“ die eigentlichen Gräber
geht. Anschließend besuchen wir ein Bauernmuseum. Hier interessiert
uns vor allem, wie hier früher das Wasser zu den Höfen und zu den
Feldern transportiert wurde. Wichtig war das vor allem, weil dieses
Tal nur wenige hundert Milliliter Niederschläge im Jahr hat.
(Wahrscheinlich kommt diese Menge genau heute herunter.) Wir fahren
weiter zum Sognefjell. Es geht recht sanft aber beständig von 430 m
hoch bis auf 1470 m. Hier kann man auch die höchsten Gipfel
Norwegens bewundern und vielleicht auch erwandern und besteigen. Es
ist hier etwas kühler. Trotzdem nutzen wir fast jede
Haltemöglichkeit, um uns an der atemberaubenden Natur satt zu sehen.
Es ist einfach schön und man sollte viel Zeit für die Stopps
einplanen. Auf der anderen Seite geht es nun wesentlich steiler
wieder hinab. Wir aber unterbrechen unsere Fahrt gegenüber dem Hotel
Turtagro. Der weitere Abstieg wird Achim für heute dann doch zuviel.
