Das Wochenende ist zu Ende. Der Fliegerhorst nebenan macht seinem
Namen alle Ehre. Zwar können wir von unserem Stellplatz keine
Flugzeuge sehen, aber hören. Gut dass wir heute sowieso weiter
wollen und müssen. Unsere Vorräte gehen genau wie das Wochenende zu
Ende. Also steuern wir einen Lidl an und füllen auf. Dann geht es
geruhsam weiter nach Gelting, genauer nach Wackerballig. Hier waren
wir schon ein paar Mal. Da uns viele Womos entgegen kommen, hoffen
wir auf einen freien Platz. So ist es dann auch. Zwar ist der
Stellplatz gut gefüllt, aber wir können uns einen schönen Platz
aussuchen. Auch wenn für manche Zeitgenossen die Interpretation von
Parkflächen doch sehr individuell ist.
Während Achim das Womo
ausrichtet, Strom anschließt und Kaffee kocht, geht Karin den weiten
Weg über die Seebrücke zum Hafenmeister, um uns anzumelden. Leider
völlig vergebens, denn der hat Mittagspause von elf bis siebzehn
Uhr. Dann halt später noch einmal. Wir trinken Kaffee und erkunden
anschließend den kleinen Hafen. Das geht sehr schnell. Er ist auch
nicht besonders groß. Trotzdem gönnen wir uns nach diesem
Spaziergang ein schönes Eis im Hafenrestaurant. Zurück am Womo
stellenn wir fest, dass die Sonne ganz gut auf den Eingang knallt.
Daher drehen wir unser Womo um 180 Grad. Strom ab, Stützen
raufkurbeln, von den Keilen herunter fahren, Fahrerhaussitze drehen,
Jalousien öffnen, rangieren – Keile einpacken, denn jetzt stehen
wir auch so gerade, Stützen auskurbeln, Strom anschließen und so
weiter. Nix wie ab in den Schatten. Kaum sitzen wir, kommt ein
Bediensteter des Hafenmeisters und kassiert die Gebühr. Nur den
Schlüssel für das Sanitärhaus mit den Duschen hat er nicht dabei.
Deswegen muss Achim am Abend doch noch einmal den weiten Weg zum
Hafenmeister auf uns nehmen.
Unterwegs trifft Achim einen Großvater
mit seinem Enkel, die eifrig damit beschäftigt sind, Krabben zu
angeln. Als Köder verwenden sie Speck. Sie haben schon einige in
einem Eimer herumkrabbeln. Auf Achims Frage, was sie mit den Krabben
machen, antworten sie, sie würden sie nachher wieder ins Meer
werfen. Sehr sportlich und fair! Nun will Achim sich eine
erfrischende Dusche gönnen. Sehr erfrischend, denn als er unter der
Dusche steht, kommt nur kaltes Wasser. Er hat den Münzeinwurf um die
Ecke glatt übersehen.


