Montag, 23. Juli 2018

Gelting-Wackerballig 60 km


Das Wochenende ist zu Ende. Der Fliegerhorst nebenan macht seinem Namen alle Ehre. Zwar können wir von unserem Stellplatz keine Flugzeuge sehen, aber hören. Gut dass wir heute sowieso weiter wollen und müssen. Unsere Vorräte gehen genau wie das Wochenende zu Ende. Also steuern wir einen Lidl an und füllen auf. Dann geht es geruhsam weiter nach Gelting, genauer nach Wackerballig. Hier waren wir schon ein paar Mal. Da uns viele Womos entgegen kommen, hoffen wir auf einen freien Platz. So ist es dann auch. Zwar ist der Stellplatz gut gefüllt, aber wir können uns einen schönen Platz aussuchen. Auch wenn für manche Zeitgenossen die Interpretation von Parkflächen doch sehr individuell ist.
Während Achim das Womo ausrichtet, Strom anschließt und Kaffee kocht, geht Karin den weiten Weg über die Seebrücke zum Hafenmeister, um uns anzumelden. Leider völlig vergebens, denn der hat Mittagspause von elf bis siebzehn Uhr. Dann halt später noch einmal. Wir trinken Kaffee und erkunden anschließend den kleinen Hafen. Das geht sehr schnell. Er ist auch nicht besonders groß. Trotzdem gönnen wir uns nach diesem Spaziergang ein schönes Eis im Hafenrestaurant. Zurück am Womo stellenn wir fest, dass die Sonne ganz gut auf den Eingang knallt. Daher drehen wir unser Womo um 180 Grad. Strom ab, Stützen raufkurbeln, von den Keilen herunter fahren, Fahrerhaussitze drehen, Jalousien öffnen, rangieren – Keile einpacken, denn jetzt stehen wir auch so gerade, Stützen auskurbeln, Strom anschließen und so weiter. Nix wie ab in den Schatten. Kaum sitzen wir, kommt ein Bediensteter des Hafenmeisters und kassiert die Gebühr. Nur den Schlüssel für das Sanitärhaus mit den Duschen hat er nicht dabei. Deswegen muss Achim am Abend doch noch einmal den weiten Weg zum Hafenmeister auf uns nehmen.
Unterwegs trifft Achim einen Großvater mit seinem Enkel, die eifrig damit beschäftigt sind, Krabben zu angeln. Als Köder verwenden sie Speck. Sie haben schon einige in einem Eimer herumkrabbeln. Auf Achims Frage, was sie mit den Krabben machen, antworten sie, sie würden sie nachher wieder ins Meer werfen. Sehr sportlich und fair! Nun will Achim sich eine erfrischende Dusche gönnen. Sehr erfrischend, denn als er unter der Dusche steht, kommt nur kaltes Wasser. Er hat den Münzeinwurf um die Ecke glatt übersehen.