Mittwoch, 20. Januar 2016

Nijar 70 km

Tag des Aufbruchs. Wie angekündigt versteckt sich die Sonne. Ein paar Regentropfen könnten zwischendurch auch fallen. Also ein idealer Tag zum Fahren und Einkaufen. So machen wir eine kleine Rundfahrt um Vera und Vera Playa, um eine deutsche TV-Zeitung und neue Pedale für Karins Fahrrad zu kaufen. Die alten haben Bruchstellen, biegen sich beim Treten und werden wohl so oder so bald den Geist aufgeben. Dann geht es weiter unsere Gastankflasche füllen, bei Mercadona Doraden und Langustinos kaufen und schließlich bei Lidl unsere restlichen Vorräte auffüllen. Schließlich ist das Cabo de Gata größtenteils ein einsames Naturschutzgebiet und nicht gerade das Eldorado einer Einkaufsmeile. Dann endlich gegen Mittag kann es auch dorthin losgehen. Die Fahrt über die A7 ist wenig spektakulär. Die letzten Kilometer bis zum Stellplatz fahren wir etwas langsamer als gewöhnlich, da die Straßenqualität hier etwas vernachlässigt wurde. Am Stellplatz angekommen, werden erst genauestens unsere Ausweise gescannt und unser Nummernschild notiert. Dann dürfen wir uns einen Platz aussuchen.
Wegen der Windrichtung aus Südwest ist das gar nicht so einfach. Erfahrene Womofahrer können sich vielleicht denken, was das bedeutet. Man möchte die Morgensonne aus Ost auf den Frühstückstisch scheinen haben, die Mittagssonne aus Süden soll über die Windschutzscheibe das Auto wärmen und abends möchte man die letzten Sonnenstrahlen aus Westen vor dem Womo bzw. vor der Aufbautür genießen. Wenn aber der frische Wind aus Südwest weht, also in Richtung Aufbautür, und die freien Stellplätze nicht so ausgerichtet sind, wie man es bräuchte, dann ist es doch recht schwierig, den Kreis eckig zu kriegen. Prompt stellt Achim das Womo so hin, wie es windtechnisch nun gar nicht passt. Vom Fahrersitz aus ist ihm der Wind gar nicht so kalt vorgekommen. Nachdem wir mit Auffahrkeilen das Womo ausbalanciert haben, wird ihm sein Fauxpas bewusst. Egal, was steht, steht. Viel wichtiger ist jetzt ein Kaffee mit frischem Baguette. Dann tauscht Achim Karins Pedale. Da es aber ziemlich kühl ist und regnerisch, schiebt er die Fahrräder lieber wieder in die Womogarage und setzt auf Gemütlichkeit im Womo. Und am Abend gibt es leckere Doraden.