Tag des
Aufbruchs. Wie angekündigt versteckt sich die Sonne. Ein paar
Regentropfen könnten zwischendurch auch fallen. Also ein idealer Tag
zum Fahren und Einkaufen. So machen wir eine kleine Rundfahrt um Vera
und Vera Playa, um eine deutsche TV-Zeitung und neue Pedale für
Karins Fahrrad zu kaufen. Die alten haben Bruchstellen, biegen sich
beim Treten und werden wohl so oder so bald den Geist aufgeben. Dann
geht es weiter unsere Gastankflasche füllen, bei Mercadona Doraden
und Langustinos kaufen und schließlich bei Lidl unsere restlichen
Vorräte auffüllen. Schließlich ist das Cabo de Gata größtenteils
ein einsames Naturschutzgebiet und nicht gerade das Eldorado einer
Einkaufsmeile. Dann endlich gegen Mittag kann es auch dorthin
losgehen. Die Fahrt über die A7 ist wenig spektakulär. Die letzten
Kilometer bis zum Stellplatz fahren wir etwas langsamer als
gewöhnlich, da die Straßenqualität hier etwas vernachlässigt
wurde. Am Stellplatz angekommen, werden erst genauestens unsere
Ausweise gescannt und unser Nummernschild notiert. Dann dürfen wir
uns einen Platz aussuchen.
Wegen der Windrichtung aus Südwest ist
das gar nicht so einfach. Erfahrene Womofahrer können sich
vielleicht denken, was das bedeutet. Man möchte die Morgensonne aus
Ost auf den Frühstückstisch scheinen haben, die Mittagssonne aus
Süden soll über die Windschutzscheibe das Auto wärmen und abends
möchte man die letzten Sonnenstrahlen aus Westen vor dem Womo bzw.
vor der Aufbautür genießen. Wenn aber der frische Wind aus Südwest
weht, also in Richtung Aufbautür, und die freien Stellplätze nicht
so ausgerichtet sind, wie man es bräuchte, dann ist es doch recht
schwierig, den Kreis eckig zu kriegen. Prompt stellt Achim das Womo
so hin, wie es windtechnisch nun gar nicht passt. Vom Fahrersitz aus
ist ihm der Wind gar nicht so kalt vorgekommen. Nachdem wir mit
Auffahrkeilen das Womo ausbalanciert haben, wird ihm sein Fauxpas
bewusst. Egal, was steht, steht. Viel wichtiger ist jetzt ein Kaffee
mit frischem Baguette. Dann tauscht Achim Karins Pedale. Da es aber
ziemlich kühl ist und regnerisch, schiebt er die Fahrräder lieber
wieder in die Womogarage und setzt auf Gemütlichkeit im Womo. Und am Abend
gibt es leckere Doraden.


