Sonntag, 10. Juli 2016

Crossmolina 100 km


Schon wieder Crossmolina? Wird sich am Schluss von allein erklären. Da wir schon einmal auf einem offiziellen Womostellplatz stehen, wollen wir natürlich auch ordentlich ver- und entsorgen. Mit dem Entsorgen klappt das auch. Nur mit dem Versorgen nicht so recht. Der Frischwasserhahn gibt keinen einzigen Tropfen von sich. Er ist offensichtlich abgestellt. Wir haben aber noch Reserven. So starten wir unsere heutige Regentour in Richtung Norden auf einer schlechten und schmalen R-Straße, biegen in Ballycastle links ab und erreichen die Céide Fields, eine sehr berühmte Ausgrabungsstätte. Dank unserer Heritage Cards brauchen wir keinen weiteren Eintritt bezahlen und nehmen gleich an einer Führung teil. An zwei oder drei Stellen werden uns ausgegrabene Steine gezeigt, die wohl einst zu einer Behausung oder zu einem Wasserlauf gehörten.

Mehr gibt es tatsächlich nicht zu sehen. Den Erklärungen hätten wir gut und gerne auch im Trockenen lauschen können. Und die herum liegenden Steine hätten wir auch allein gefunden. Viel interessanter ist die zugehörige Ausstellung. Dort erhält man doch noch einen guten Eindruck vom steinzeitlichen Leben und den Leistungen der damaligen Menschen. Wir fahren weiter, natürlich über den heutigen Dreh- und Angelpunkt Ballycastle, zum Downpatrick Head.

Schon die Fahrt dorthin ist ein kleines Erlebnis. Es geht einmal wieder über die engsten Sträßchen, so dass unser Womo sich soeben durchquetschen kann. Am Ziel aber werden wir durch tolle Klippen entschädigt, die sich hinter Moher nicht verstecken brauchen. Das Berühmte hier aber ist das Blow Hole, aus dem auch hin und wieder Wasser heraus schießen soll.

Als wir da sind, ist aber Niedrigwasser, und so besteht dafür wohl kaum eine Chance. Dafür aber finden wir immerhin drei Caches. Weil wir aber heute richtig fleißig sind, fahren wir schon wieder weiter, natürlich über, man errät es kaum, über Ballycastle nach Killala. Dort wollen wir einen dieser vielen Rundtürme besichtigen. Wir tun dies auch, sehen aber kaum etwas Besonderes. Das Ding ist halt hoch und rund. Wer hätte das gedacht! Unsere Regenklamotten brauchen nun endlich eine Trocknung und wir wollen die Füße hochlegen. Daher überlegen wir nicht lange, sondern fahren zu unserem letzten Übernachtungsplatz. Als wir ankommen, finden wir drei englische Womos vor, wahre Parkkünstler, die den Stellplatz voll belegen.

Gut dass wir gestern um die Ecke ein lauschiges Plätzchen entdeckt haben.