Freitag, 24. April 2015

Neef 70 km


Unsere nächste Station ist ein deutscher Lidl. Doch da müssen wir erst einmal mit unserem Womo parken können. An sich ist der Parkplatz groß genug und es sind auch genügend Plätze frei. Achim fährt weit nach hinten und stellt sich quer auf mehrere freie Buchten. Anders geht es nicht. Doch da hat er die Rechnung ohne einen „freundlichen“ Autofahrer gemacht. Der stellt sich ohne jede Notwendigkeit direkt vor uns. Damit wir nicht eingeklemmt werden, bleibt Achim nichts anderes übrig als noch einmal ein paar Meter zurück zu setzen. Es lebe das Miteinander im Straßenverkehr. Im Lidl freuen wir uns nach vielen Wochen wieder auf das deutsche Sortiment. Man mag es kaum glauben, aber das eine oder andere Produkt vermisst man doch. Weiter geht es bis kurz vor Neef. Dann müssen wir über eine recht enge Brücke. Hoffentlich kein Gegenverkehr! Na, was schon – Gegenverkehr, kurz bevor wir das Ende der Brücke erreicht haben. Ein Linienbusfahrer sieht uns zwar – vorausgesetzt er hat keinen Sehfehler – fährt aber trotzdem etwa dreißig Meter auf die Brücke, obwohl er nur ein paar Sekunden hätte warten müssen. Dann stehen wir da. Dreißig Meter vor uns wäre das Brückenende. Hinter uns ist das Brückenende vielleicht einhundert Meter entfernt. Achim hat Zeit. Er schaltet die Warnblinkanlage ein und wartet – und wartet – und wartet noch länger. Dann bildet sich auch hinter dem Bus eine kleine Schlange von drei Autos. Logisch dass das Auto direkt hinter dem Bus demselben bis fast auf die Stoßstange auffährt. Damit bleiben nun auch dem Busfahrer kaum mehr Möglichkeiten. Trotzdem fängt er endlich an zu rangieren. Seine Front kriegt er noch ein bisschen an den Fahrbahnrand. Sein Heck ist aber noch zu weit in der Fahrbahnmitte. Nach mehreren Versuchen schafft er es, seinen Bus einigermaßen gerade zu stellen. Achim klappt seinen Außenspiegel ein und Millimeter für Millimeter schieben wir uns aneinander vorbei. Das wäre auch leichter gegangen. Nun ist es nicht mehr weit bis zum Stellplatz.
Dort müssen wir uns erst durchfragen. Die Schilder für VE und auch für die Preise stechen nicht gerade ins Auge. Da wir einen reinen Wiesenplatz vorfinden und es morgen regnen soll, legen wir vorsichtshalber Antirutschmatten unter unsere Räder. Schließlich wollen wir morgen hier wieder weg kommen. Dann nehmen wir unsere Rucksäcke und machen uns auf in den Ort zur Weinprobe mit Brotzeit. Doch wir finden nirgends einen Wein nach unserem Geschmack. D. h. wir kommen nicht einmal zu einer einzigen Weinprobe. Schon das Angebot sagt uns nicht zu. Zurück am Womo kommt sogar noch ein Händler angefahren. Aber auch dessen Sortiment reißt uns nicht vom Hocker. Daher gibt es kalte Platte im Womo und gekühlten, portugiesichen Weißwein. Lecker!