Dienstag, 6. Juli 2021

2021-07-06 Nieste-Sensenstein


Wir haben in gut einer Woche einige private Termine in unserer alten Heimat. Da bietet es sich an, dieses mit einer kleinen Tour am Main entlang zu verbinden. Gestern haben wir uns vorsichtshalber nochmal testen lassen, man weiß ja nie, was einen erwartet. 
Heute lassen wir es gemütlich angehen und steuern die A7 Richtung Süden an. Bei Hildesheim soll diese gesperrt sein, doch als wir dort ankommen ist alles frei. Dafür beginnen nun die Baustellen, mal zweispurig auf der alten Trasse, mal zweispurig auf der schon auf drei Spuren ausgebauten Gegenfahrbahn. Kurz vor Kassel erwischt uns dann der angekündigte Regen mit Starkregen und Aquaplaninggefahr. Zum Glück ist es nicht mehr weit bis zu unserem Etappenziel der ehemaligen Burg Sensenstein und als wir ankommen, hört der Regen auf. 
Wir gönnen uns einen Kaffee und machen uns auf zu einem Erkundungsgang. Aus den Infotafeln lernen wir, dass die Burg 1372 von den Hessen erbaut wurde. Sie sollte Angriffe der Braunschweiger von deren Burg Sichelnstein abwehren. Die Hessen gaben der Burg den Namen Sensenstein, da die Sense als stärker wie die Sichel galt. 
Bereits 1483 begann der Verfall und 1585 wurde die Ruine abgetragen, es blieb nur ein Bauernhaus übrig. Nach 1946 wurden zuerst Jugendzeltlager als Schulfreizeiten abgehalten und 1954 erwarb der Landkreis Kassel das Gelände und es wurden wieder Gebäude errichtet. Heute ist es eine gemeinsame Sportbildungsstätte vom Landessportbund Hessen und des Landkreises Kassel. 
Ein Spaziergang im nahegelegenen Wald führt uns zu einem schönen alten Baum.