Die Nacht war nass. Zwar hat es kaum geregnet, aber der Nebel hat
sich ganz schön auf unser Womo niedergeschlagen. Wir brechen auf in
Richtung portugiesische Grenze. Kurz hinter Sanlucar tanken wir
einigermaßen günstig und entspannt und können auch gleich den
Luftdruck kontrollieren, da die Reifen noch nicht warm gefahren sind.
Dann fängt der Nebel an, der uns fast bis Sevilla begleitet. Dafür
ist die Straße – noch eine Kategorie unter der N - sehr gut
befahrbar. Sevilla stellt uns nicht vor Probleme, so dass wir zügig
in Richtung Huelva weiterkommen. Wir verlassen die Autobahn, um in
Cartaya bei Lidl und Mercadona einzukaufen. Dann geht es das letzte
Stück nach Isla Christina, wo wir schon früher gestanden waren. Nur
hat Achim den falschen POI eingegeben, weswegen wir uns erst einmal
verfahren. Zum Glück merkt Karin den Irrtum recht schnell und bringt
uns wieder auf den rechten Weg. In Isla Christina stehen schon ein
halbes Dutzend Womos. Wir gesellen uns dazu. Achim macht einen
kleinen Spaziergang. Hier sind sogar schon Restaurants und ein Laden
geöffnet. Am Womo zurück spricht uns ein junger Mann an, wo wir
denn her sind. Er sagt, er wäre mit sieben Jahren von Deutschland
nach Spanien umgezogen, sei fast neunzehn, wohne in einer Finca fast
am Meer, habe einen Geländewagen, spreche fünf Sprachen und arbeite
bei der Guardia Civil. Das alles kann stimmen oder auch nicht. Ob er
ein Aushängeschild der Guardia ist, wollen wir lieber nicht
hinterfragen. Karin rettet Achim mit dem Vorschlag, einen Spaziergang
in die entgegen gesetzte Richtung zu machen. Der junge Mann gibt uns
noch ein paar Tipps und wir sind weg. Achim hat die Idee, einen Cache
zu suchen. Leider haben wir diesmal keinen Erfolg. Entmutigt kehren
wir zu unserem Womo zurück. Hoffentlich sind die Doraden ein
Erfolgserlebnis.
