Nach
dem Frühstück fällt Achim auf, wie gefährlich es hier ist –
wenn man Alkohol zu sich nimmt – in der Öffentlichkeit.
Wenn wir
dieses Schild bei unserem Parkplatz richtig interpretieren, dann
zahlt man (sofern man erwischt wird) 63,50 Euro Strafe, falls man
Schnaps außerhalb des Womos trinkt oder sogar schon, wenn man ein
Gläschen in der Hand hält. Andere Länder, andere Sitten. Also
merke: immer schön im stillen Kämmerlein bzw. Womo sich einen
zwitschern. Dann kann nichts passieren. Um dies in die Realität
umzusetzen, wollen wir in Tullamore den berühmten Whiskey am Ort des
Entstehens erstehen und testen. Nix isses.
Die machen doch einfach
Betriebsferien, als wir dort ankommen. Dann müssen wir unsere
Gemüter mit Cachen beruhigen. Wir fahren in Richtung Dublin, biegen
aber vorher ab und landen auf ganz engen, kleinen Sträßchen am
Grand Canal.
Wieso der „Grand“ heißt, können wir aber nicht
erklären. Die beiden von uns ausgesuchten Parkplätze sind so klein,
dass unser Womo das Verweilen dort aus Platzangst verweigert. Erst
der dritte Parkplatz reicht zumindest für tagsüber aus. Dann geht
es auf zum Cachen, immer am Kanal entlang. Da kann man sich
wenigstens nicht verlaufen. Doch leider schon wieder ein Reinfall.
Hier wollen wir mal über das Cachen lästern. Der erste Cache ist
dort, wo der meiste Müll herumliegt. Da haben wir gar keine Lust,
intensiv zu suchen. Weitere Caches sind mit folgenden Hinweisen
versehen: Baum. Toll! Denn der Suchort befindet sich im Wald.
Nächster Hinweis: verzweigte Äste. Wieder toll! Im Laubwald haben
eigentlich alle Bäume Verzweigungen. So hält sich unsere Ausbeute
auch sehr in Grenzen. Dies liegt aber auch daran, dass wir umkehren,
weil der Regen wieder einmal einsetzt und nicht mehr aufhören will.
Zurück am Womo legen wir uns dann wieder trocken. Wir beschließen,
noch ein paar Dinge im nahen Aldi zu kaufen. Auch das wird nicht
gerade ein Highlight. Hier ist die Auswahl sehr enttäuschend. Wir
bekommen nicht einmal frisches Brot. Dann geraten wir auf der
Autobahn auch noch in den Feierabendverkehr. Es ist einfach nicht
unser Tag. Dafür finden wir in Baltinglass einen schönen kleinen
Parkplatz an der Abbey. (Um ehrlich zu sein: Diesen Platz haben wir
von Anja und Erwin übernommen.) Nebenan befindet sich eine
anglikanische Kirche (in Betrieb), was im katholischen Irland nicht
so oft vorkommt.
Und man mag es kaum glauben: Wir finden kurz vor dem
Schlafengehen noch einen Cache keine Hundert Meter entfernt. Der Tag
ist gerettet.



