Heute Morgen
regnet es so sehr, dass wir an der Entsorgung erst einmal abwarten.
Sogar die wetterbewährten irischen Gemeindearbeiter stellen sich
unter ein Vordach. Dabei sind sie an Regen gewöhnt und als
wetterfest bekannt. Nach einer Viertelstunde lässt der Regen etwas
nach, so dass wir ver- und entsorgen können. Die Fahrt geht
nordwärts, wieder durch enge Sträßchen. Wegen des Regens hängen
allerdings auch einige Äste sehr tief. Achim muss höllisch
aufpassen, dass er unser Womo nicht zerkratzt. Dann finden wir doch
tatsächlich und endlich eine Autogastankstelle. Der Zapfhahn passt
hier ohne Adapter (also wie in Deutschland) an unseren Füllstutzen.
Selbst tanken ist hier wohl nicht, weil der Tankwart vorbei kommt,
nach dem Rechten schaut und Achim auffordert, ein paar Minuten zu
warten, bis er ein anderes Auto betankt hat. Achim hätte sowieso
nicht tanken können, weil die Beschriftung der Knöpfe auf der
Tanksäule fehlt. Der Tankwart drückt einen unbeschrifteten
schwarzen Knopf und klemmt ein Steinchen ein, damit er gedrückt
bleibt. So geht es also auch. Achim fragt, ob er gleich noch Diesel
tanken kann oder erst bezahlen soll. Alles zusammen. Aber beim
Bezahlen gibt es eine kleine und eine größere Schummelei. Erst
einmal wird aufgerundet, beides natürlich, Gas und Diesel. Aber dann
werden zusätzlich zehn Euro aufgeschlagen. Die holt sich Achim
natürlich wieder. Ob Absicht oder nicht, lässt sich nicht klären.
Jedenfalls entschuldigt sich der Tankwart für sein Versehen. Weiter
geht es in den Naturpark von Glengariff Woods. Die Zufahrt zum ersten
Parkplatz ist mit niedrigen Ästen eingesäumt. Ganz vorsichtig
wursteln wir uns durch. Anja und Erwin finden eine weitere Zufahrt
mit besserer Dachfreiheit. Einige Schilder warnen die Parkenden vor
Hochwasser. Da zur Zeit immer mal mit Regen zu rechnen ist, planen
wir, die Nacht nicht unbedingt hier zu verbringen. Dann starten wir
unsere geplante Wanderung (mit Cache). Die sollte laut Reiseführer
eigentlich sehr gemäßigt sein und hauptsächlich in einer Ebene und
ohne große Steigungen verlaufen. Diese Information ist allerdings
sehr relativ was die Begriffe "gemäßigt, hauptsächlich und
groß" betrifft. Wir kommen bei dem Auf und Ab ganz schön ins
Schwitzen. Aber wir sehen auch sehr viel Schönes.
Überrascht
sind wir, als wir sogar einige wenige kuschelig versteckte Häuser
entdecken.
Zurück am Womo beschließen wir auf einen anderen,
höher gelegenen Parkplatz umzusetzen. Dort ist es sehr einsam. Wir
stehen quasi unter Bäumen im Nirwana. Hier gibt es viel "Kein".
Kein Internet, kein Handyempfang, kein Satellitenempfang.
