Dienstag, 28. Juni 2016

Glengarriff Woods 40 km



Heute Morgen regnet es so sehr, dass wir an der Entsorgung erst einmal abwarten. Sogar die wetterbewährten irischen Gemeindearbeiter stellen sich unter ein Vordach. Dabei sind sie an Regen gewöhnt und als wetterfest bekannt. Nach einer Viertelstunde lässt der Regen etwas nach, so dass wir ver- und entsorgen können. Die Fahrt geht nordwärts, wieder durch enge Sträßchen. Wegen des Regens hängen allerdings auch einige Äste sehr tief. Achim muss höllisch aufpassen, dass er unser Womo nicht zerkratzt. Dann finden wir doch tatsächlich und endlich eine Autogastankstelle. Der Zapfhahn passt hier ohne Adapter (also wie in Deutschland) an unseren Füllstutzen. Selbst tanken ist hier wohl nicht, weil der Tankwart vorbei kommt, nach dem Rechten schaut und Achim auffordert, ein paar Minuten zu warten, bis er ein anderes Auto betankt hat. Achim hätte sowieso nicht tanken können, weil die Beschriftung der Knöpfe auf der Tanksäule fehlt. Der Tankwart drückt einen unbeschrifteten schwarzen Knopf und klemmt ein Steinchen ein, damit er gedrückt bleibt. So geht es also auch. Achim fragt, ob er gleich noch Diesel tanken kann oder erst bezahlen soll. Alles zusammen. Aber beim Bezahlen gibt es eine kleine und eine größere Schummelei. Erst einmal wird aufgerundet, beides natürlich, Gas und Diesel. Aber dann werden zusätzlich zehn Euro aufgeschlagen. Die holt sich Achim natürlich wieder. Ob Absicht oder nicht, lässt sich nicht klären. Jedenfalls entschuldigt sich der Tankwart für sein Versehen. Weiter geht es in den Naturpark von Glengariff Woods. Die Zufahrt zum ersten Parkplatz ist mit niedrigen Ästen eingesäumt. Ganz vorsichtig wursteln wir uns durch. Anja und Erwin finden eine weitere Zufahrt mit besserer Dachfreiheit. Einige Schilder warnen die Parkenden vor Hochwasser. Da zur Zeit immer mal mit Regen zu rechnen ist, planen wir, die Nacht nicht unbedingt hier zu verbringen. Dann starten wir unsere geplante Wanderung (mit Cache). Die sollte laut Reiseführer eigentlich sehr gemäßigt sein und hauptsächlich in einer Ebene und ohne große Steigungen verlaufen. Diese Information ist allerdings sehr relativ was die Begriffe "gemäßigt, hauptsächlich und groß" betrifft. Wir kommen bei dem Auf und Ab ganz schön ins Schwitzen. Aber wir sehen auch sehr viel Schönes.

Überrascht sind wir, als wir sogar einige wenige kuschelig versteckte Häuser entdecken.

Zurück am Womo beschließen wir auf einen anderen, höher gelegenen Parkplatz umzusetzen. Dort ist es sehr einsam. Wir stehen quasi unter Bäumen im Nirwana. Hier gibt es viel "Kein". Kein Internet, kein Handyempfang, kein Satellitenempfang.