Da die VE außer
Betrieb ist, fahren wir den nächsten SP Labenne an. Doch hier
erleben wir eine Enttäuschung. Erstens gibt es hier keinen
wirklichen SP, vielleicht ist ja der SP auf dem CP gemeint. Zweitens
finden wir keine VE. Also weiter zum SP Capbreton. Dort ist alles
super. VE funktioniert und der SP ist auch gut besucht. Dann geht es
weiter in Richtung Bordeaux. Hier allerdings beginnt ein
Mautdesaster. Wir fahren die Auffahrt 10 der angeblich mautfreien
Autobahn auf. Nach etwa zehn Kilometern lesen wir „Péage“,
verpassen die Abfahrt und dürfen für zehn Kilometer Autobahn 5,30 €
berappen. Laut Bon soll dieser Betrag für 52 Kilometer gelten. Die
sind wir bisher keinesfalls gefahren. Vielleicht zahlen wir für die
künftigen Kilometer. Wir trauen der Sache aber nicht und verlassen
an der nächsten Ausfahrt die Autobahn. Nach langem Überlegen, wie
es denn weiter gehen soll, sehen wir, dass die Autobahn ab jetzt doch
wieder mautfrei sein soll. Wir riskieren erneut die Auffahrt. Nach
einigen Kilometern sehen wir wieder das Schild „Péage“ und
fahren diesmal rechtzeitig ab, zeigen der Mautstelle den bestimmten
Finger und fahren die nächste Auffahrt wieder auf. Jetzt scheinen
wir das System verstanden zu haben. Jedenfalls zahlen wir heute keine
weitere Maut mehr. Das einzige, was noch passiert, ist, dass wir
einen geblitzt bekommen. Erklären können wir das aber auch nicht
ganz. Die Geschwindigkeitsbeschränkung lag bei 110 km/h. Für
Fahrzeuge über 3,5 t galt 80 km/h und Überholverbot. Achim schwamm
auf der rechten Seite zwischen den Lkws mit. Nun hoffen wir mal, dass
wir nicht gemeint waren, sondern ein Pkw auf der linken Spur. Sehr
schnell kann der aber auch nicht gewesen sein. Wir kommen trotzdem
gut in Roullet-St-Estèphe an und genießen das heute frisch
eingekaufte und herrlich schmeckende Baguette. Ach ja, wir sind
wieder östlich des Nullmeridians angelangt.
