Mittwoch, 29. Juni 2016

Travara Strand 90 km



Gestern hatten wir viel "kein". Dafür hatten wir aber fast die ganze Nacht viel Regen. Da wir unter Bäumen standen, hat sich das Wasser erst einmal gesammelt, um dann in großen Tropfen auf unser Womodach zu schlagen. Dementsprechend schlecht war unsere Schlafqualität. Wenigstens standen wir ohne Überschwemmungsgefahr. Als wir heute Morgen noch einmal kurz am Fluß nebenan vorbei schauen, sehen wir, wie sehr der Wasserstand über Nacht zugenommen hat. Wir fahren bei leichtem Regen weiter. Heute steht der Ring of Beara auf dem Programm. Er soll sogar schöner sein als der berühmte Ring of Kerry. Wir werden sehen. Unser erster Halt ist im Ort Castletownbere im Hafen. Hier ist es recht voll und laut. Deswegen wollen wir hier nicht allzu lange bleiben. Wir kaufen rasch im Super Valu ein paar Kleinigkeiten. 

Wir sind von der Größe und der Vielfalt dieses Supermarktes positiv überrascht. Das hätten wir dem fast unscheinbaren Eingang nicht angesehen. Nächster Halt ist ein kleiner Parkplatz kurz vor der Fingerspitze. Hier haben wir wieder ein Beispiel, mit wieviel Fantasie die Iren ihr Land heraus putzen. 

Dann erreichen wir die Fingerspitze auf einer sehr, sehr kleinen Zugangsstraße. Direkt am Parkplatz geht eine Passagiergondel (Cable Car) hinüber auf die kleine Insel Dursey Island. 

Wir erfahren als Grund, dass eine Schiffsverbindung wegen der hier herrschenden Strömungsverhältnisse und den ungünstigen Winden sehr oft gefährlich wäre. Nebenbei erfahren wir auch so "nützliche" Dinge, wie die Entfernung nach New York, 4950 km. Während Anja und Karin auf die Womos aufpassen, marschieren Erwin und Achim ein paar Hundert Meter zu einem Cache. Wieder einmal versucht der Cacheeigner zu täuschen. Laut Karte und Koordinaten müsste er links der Straße sein, ist aber rechts. Wir finden ihn trotzdem. Am Parkplatz wird Werbung für einen Imbiss gemacht. Wir hätten heute wirklich Appetit auf Fish and Chips. Aber die Bude hat zu, und dass um kurz nach ein Uhr mittags. So verköstigen wir uns aus unseren Vorräten. Klar, dass die Bude nach einer halben Stunde öffnet. Pech gehabt! Für den Rückweg haben wir für uns die nördliche Route geplant, Richtung Eyeries. Die Fahrt wird sehr interessant wegen der tollen landschaftlichen Ausblicke und anstrengend, da die Straße immer enger und steiler wird, während einige Autofahrer in gleichem Maße dümmer und sturer werden. Wohlgemerkt, nur einige. Die meisten sind freundlich und höflich und halten rechtzeitig an einer Ausweichstelle an, um uns vorbei zu lassen. Wir tun natürlich soweit möglich das Gleiche, was aber mit unseren etwas ausladenden Maßen nicht ganz so einfach ist. Schließlich kommen wir aber heil in Travara Strand an. Dort finden wir saubere, wenn auch kalte Duschen vor. Dieses Angebot nehmen wir gerne an.