Gestern
hatten wir viel "kein". Dafür hatten wir aber fast die
ganze Nacht viel Regen. Da wir unter Bäumen standen, hat sich das
Wasser erst einmal gesammelt, um dann in großen Tropfen auf unser
Womodach zu schlagen. Dementsprechend schlecht war unsere
Schlafqualität. Wenigstens standen wir ohne Überschwemmungsgefahr.
Als wir heute Morgen noch einmal kurz am Fluß nebenan vorbei
schauen, sehen wir, wie sehr der Wasserstand über Nacht zugenommen
hat. Wir fahren bei leichtem Regen weiter. Heute steht der Ring of
Beara auf dem Programm. Er soll sogar schöner sein als der berühmte
Ring of Kerry. Wir werden sehen. Unser erster Halt ist im Ort
Castletownbere im Hafen. Hier ist es recht voll und laut. Deswegen
wollen wir hier nicht allzu lange bleiben. Wir kaufen rasch im Super
Valu ein paar Kleinigkeiten.
Wir sind von der Größe und der Vielfalt dieses Supermarktes positiv
überrascht. Das hätten wir dem fast unscheinbaren Eingang nicht
angesehen. Nächster Halt ist ein kleiner Parkplatz kurz vor der
Fingerspitze. Hier haben wir wieder ein Beispiel, mit wieviel
Fantasie die Iren ihr Land heraus putzen.
Dann erreichen wir die Fingerspitze auf einer sehr, sehr kleinen
Zugangsstraße. Direkt am Parkplatz geht eine Passagiergondel (Cable
Car) hinüber auf die kleine Insel Dursey Island.
Wir erfahren als Grund, dass eine Schiffsverbindung wegen der hier
herrschenden Strömungsverhältnisse und den ungünstigen Winden sehr
oft gefährlich wäre. Nebenbei erfahren wir auch so "nützliche"
Dinge, wie die Entfernung nach New York, 4950 km. Während Anja und
Karin auf die Womos aufpassen, marschieren Erwin und Achim ein paar
Hundert Meter zu einem Cache. Wieder einmal versucht der Cacheeigner
zu täuschen. Laut Karte und Koordinaten müsste er links der Straße
sein, ist aber rechts. Wir finden ihn trotzdem. Am Parkplatz wird
Werbung für einen Imbiss gemacht. Wir hätten heute wirklich Appetit
auf Fish and Chips. Aber die Bude hat zu, und dass um kurz nach ein
Uhr mittags. So verköstigen wir uns aus unseren Vorräten. Klar,
dass die Bude nach einer halben Stunde öffnet. Pech gehabt! Für den
Rückweg haben wir für uns die nördliche Route geplant, Richtung
Eyeries. Die Fahrt wird sehr interessant wegen der tollen
landschaftlichen Ausblicke und anstrengend, da die Straße immer
enger und steiler wird, während einige Autofahrer in gleichem Maße
dümmer und sturer werden. Wohlgemerkt, nur einige. Die meisten sind
freundlich und höflich und halten rechtzeitig an einer
Ausweichstelle an, um uns vorbei zu lassen. Wir tun natürlich soweit
möglich das Gleiche, was aber mit unseren etwas ausladenden Maßen
nicht ganz so einfach ist. Schließlich kommen wir aber heil in
Travara Strand an. Dort finden wir saubere, wenn auch kalte Duschen
vor. Dieses Angebot nehmen wir gerne an.

