Montag, 7. Januar 2019

Albufeira 15 km


Wir verabschieden uns von allen, die wir kennen, soweit sie schon wach und auffindbar sind. Die meisten werden wir wohl erfahrungsgemäß nie wieder sehen. Aber bei dem einen oder anderen hoffen wir das doch sehr. Zuerst steuern wir eine Tankstelle an, bei der wir unseren Gasvorrat auffüllen. Der ist ganz schön zur Neige gegangen, weil wir auf dem letzten Stellplatz „autark“ standen, also Kühlschrank und Heizung ihre Energiezufuhr verlangten. Da wir schon mal an einer Tankstelle sind, fragt Achim nach Luft für die Reifen. Das Gerät ist hier defekt, aber auf der anderen Straßenseite können wir „luften“. Ein Portugiese will auch mit seinem Pkw an die Luft, ist aber zu ungeduldig und fährt wieder unverrichteter Dinge. Vielleicht dachte er, wenn vier große Womoreifen gefüllt sind, ist für seine Pkw-Reifen nichts mehr übrig. Der nächste Stopp ist der Supermarkt Oceano, wo Karin Fisch kaufen möchte. Doch daraus wird nichts, denn der Laden hat nicht einmal eine Fischtheke. Also weiter nach Albufeira zu Lidl. Dort bekommen wir zwar auch keinen frischen Fisch, aber sonst alles Überlebenswichtige. Nur die Preise kommen uns hier etwas gehoben vor. Kann aber auch Einbildung sein. Schließlich steuern wir im Norden von Albufeira einen neueren Stellplatz an.
Wir sind neugierig und immer auf der Suche nach Alternativen. Die erste Überraschung ist der Preis. In diversen Quellen im Netz gehen da die Meinungen weit auseinander. Vor Ort leider auch. Nach unseren Informationen hat dieser Platz erst seit wenigen Monaten geöffnet, aber schon mindestens eine Preiserhöhung hinter sich. Zudem ist das Englisch des Platzwartes nur minimal besser als unser Portugiesisch. Missverständnisse sind da im wahrsten Sinne des Wortes im Preis inbegriffen. Da wir aber sowieso nur auf eine Stippvisite hier sind, erscheint uns das nicht so wichtig. Nur der Stromanschluss selbst ist nicht so leicht herzustellen.
Achim hat unsere Stromkabel erst vor wenigen Monaten „wasserfest“ gemacht und dicke (hoffentlich auch dichte) Steckverbindungen montiert. Blöd nur, dass diese knubbeligen Dinger nicht in den Stromkasten passen. Zum Glück haben wir auch noch eine kleinere Version dabei. Wir ruhen uns von der langen Fahrt aus, machen einen kleinen Cacherspaziergang und kuscheln uns ins Womo.