Wir
verabschieden uns von allen, die wir kennen, soweit sie schon wach
und auffindbar sind. Die meisten werden wir wohl erfahrungsgemäß
nie wieder sehen. Aber bei dem einen oder anderen hoffen wir das doch
sehr. Zuerst steuern wir eine Tankstelle an, bei der wir unseren
Gasvorrat auffüllen. Der ist ganz schön zur Neige gegangen, weil
wir auf dem letzten Stellplatz „autark“ standen, also Kühlschrank
und Heizung ihre Energiezufuhr verlangten. Da wir schon mal an einer
Tankstelle sind, fragt Achim nach Luft für die Reifen. Das Gerät
ist hier defekt, aber auf der anderen Straßenseite können wir
„luften“. Ein Portugiese will auch mit seinem Pkw an die Luft,
ist aber zu ungeduldig und fährt wieder unverrichteter Dinge.
Vielleicht dachte er, wenn vier große Womoreifen gefüllt sind, ist
für seine Pkw-Reifen nichts mehr übrig. Der nächste Stopp ist der
Supermarkt Oceano, wo Karin Fisch kaufen möchte. Doch daraus wird
nichts, denn der Laden hat nicht einmal eine Fischtheke. Also weiter
nach Albufeira zu Lidl. Dort bekommen wir zwar auch keinen frischen
Fisch, aber sonst alles Überlebenswichtige. Nur die Preise kommen
uns hier etwas gehoben vor. Kann aber auch Einbildung sein.
Schließlich steuern wir im Norden von Albufeira einen neueren
Stellplatz an.
Wir sind neugierig und immer auf der Suche nach
Alternativen. Die erste Überraschung ist der Preis. In diversen
Quellen im Netz gehen da die Meinungen weit auseinander. Vor Ort
leider auch. Nach unseren Informationen hat dieser Platz erst seit
wenigen Monaten geöffnet, aber schon mindestens eine Preiserhöhung
hinter sich. Zudem ist das Englisch des Platzwartes nur minimal
besser als unser Portugiesisch. Missverständnisse sind da im
wahrsten Sinne des Wortes im Preis inbegriffen. Da wir aber sowieso
nur auf eine Stippvisite hier sind, erscheint uns das nicht so
wichtig. Nur der Stromanschluss selbst ist nicht so leicht
herzustellen.
Achim hat unsere Stromkabel erst vor wenigen Monaten
„wasserfest“ gemacht und dicke (hoffentlich auch dichte)
Steckverbindungen montiert. Blöd nur, dass diese knubbeligen Dinger
nicht in den Stromkasten passen. Zum Glück haben wir auch noch eine
kleinere Version dabei. Wir ruhen uns von der langen Fahrt aus,
machen einen kleinen Cacherspaziergang und kuscheln uns ins Womo.


