Samstag, 28. Februar 2015

Alvor 4. Tag


Heute geht es zu einer Strandwanderung. Ein herrlich breiter, sauberer Strand mit Blick auf einige Felsen in Richtung Portimao.
Wir müssen den Strand aber verlassen, weil wir auf die Klippen vor uns wollen.
Da treffen Anja und Erwin auf eine Bekannte aus Spanien. So klein ist die Welt. Die Bekannte schließt sich uns an und wir erklimmen die Klippen, wie immer einschließlich Cachesuche. Wir treffen ein portugiesisches Pärchen mit gleichem Interessengebiet. So suchen wir zu siebt und werden auch fündig. Nach einiger Fachsimpelei geht wieder jeder seinen Weg. Unserer führt uns dann auch die Klippen hinunter, wo wir zwischen großen Felsen auf dem Sandstrand zurück marschieren.
Als wir uns von Anjas und Erwins Bekannter verabschieden, treffen wir kurz darauf einen weiteren Bekannten. Der hat leider viel Pech zur Zeit. Erst hatte sein Womo einen Motorschaden in Spanien und nun ereilt ihn das gleiche Schicksal hier in Portugal schon wieder. Nun muss er auf einen Werkstatttermin warten. Wir machen noch einen Anlauf, den gestrigen Cache zu finden – wieder vergeblich. Grrr!!!

Freitag, 27. Februar 2015

Alvor 3. Tag


Wir starten zu einem Stadtrundgang. Erwin lässt sich von der schönen Altstadt nicht beirren und steuert uns direkt zum heutigen Cache, bzw. dorthin, wo er sein sollte. Doch alles Suchen hilft nichts. Wir finden das Ding einfach nicht. Nach langer Suche geben wir etwas entmutigt auf besichtigen nun wirklich die Stadt. Dabei kommen wir an einer kleinen, aber sehenswerten Kapelle vorbei.
Auf dem Rückweg überlegt Achim, ob er Hunger hat oder nicht. Er entschließt sich dann doch noch, dass er hat. Also kehren wir ein und essen zu Mittag. Unser Lokal ist nicht schlecht gewählt. Es ist kaum mehr ein Tisch frei. Ganz im Gegensatz zu dem Lokal gegenüber. Kein einziger Gast. Wir können uns das nicht wirklich erklären. Zwar suchen wir uns gerne ein Lokal aus, in dem schon einige Gäste speisen, weil wir an eine demokratische auf Erfahrung beruhende „Geschmacksmehrheit“ glauben. Aber so krass haben wir den Gegensatz von voll und leer noch nicht erlebt.

Donnerstag, 26. Februar 2015

Alvor 2. Tag


Am Morgen scheint die Sonne direkt auf unsere Windschutzscheibe und wärmt somit auch den Innenraum. Es ist endlich mal wieder ein Tag, an dem wir keine Heizung brauchen, ausgenommen Warmwasser zum waschen. Nach dem Frühstück radeln wir am Strand entlang nach Westen.
Wir benutzen einen schön angelegten Weg durch das Naturschutzgebiet,
der uns bis zur Hafeneinfahrt von Alvor führt. Diese Hafeneinfahrt liegt fast zwei Kilometer vom eigentlichen Hafen entfernt und führt über einen weit geschwungenen Wasserlauf vom offenen Meer bis zum Hafenbecken. Bei Ebbe sieht man in diesem Gebiet viele Muschelsucher. Wir interessieren uns aber wieder mehr für ein paar Caches. Eigentlich interessieren sich nur Anja und Erwin dafür. Wir haben diese Caches schon letztes Jahr geborgen. Doch es ist immer wieder interessant, wenn man zusehen kann, wie andere Geocacher dort suchen, wo man selbst ziemlich genau Bescheid weiß. Aber Anja und Erwin finden alle Caches ohne große Mühen. Dann kehren wir zu den Womos zurück. Nur Erwin ist unruhig. Er hat beim letzten Cache auf der Klippe über dem Hafen einen Kiter gesehen. Da muss er nun auch hin. Er und Anja radeln nun mit Kiteausrüstung fast den gleichen Weg wie zuvor bis zur Hafeneinfahrt, wo Erwin sich dann auf dem Wasser tummeln kann.
Nach einiger Zeit kehrt er vor Freude strahlend zurück zum Womo, wo wir ihn schon mit angeheiztem Grill erwarten.

Mittwoch, 25. Februar 2015

Alvor 20 km


In der Nacht fängt der Wind an, immer stärker zu blasen. Entgegen allen uns bekannten Wettervorhersagen. Am Morgen ist er zwar etwas schwächer, aber zum Fahrradfahren oder auch für einen Strandspaziergang taugt das immer noch nicht. Wir würden wahrscheinlich so oder so ziemlich sandgestrahlt werden. Aber wir sind ja flexibel. Daher packen wir zusammen und ziehen weiter nach Alvor. Dort finden wir den großen Stellplatz am Strand genauso vor, wie wir ihn aus dem letzten Jahr in Erinnerung haben. Wir richten uns ein. Die Womos als Windschutz, so dass wir uns davor in die Sonne setzen können. Erwin und Achim erkunden den Strand. Leider weht der Wind immer noch ablandig. Für Erwin also keine gute Voraussetzung zum Kiten. Da kann man nichts machen. Gegen Abend suchen wir uns an der Promenade ein kleines Restaurant, wo wir leckeren Fisch bei freundlicher Bedienung bekommen.
Allerdings wird es draußen etwas frischlich. Daher machen wir uns gleich nach dem Essen wieder auf den Weg zu unseren Womos. Dort drinnen ist es noch richtig schön gemütlich warm.

Dienstag, 24. Februar 2015

Armacao de Pera 12 km

Wir fahren nochmals Galé an. Immer noch voll. Also weiter zum nächsten Ort. Achim kennt die Strecke zwar und gerät trotzdem in Pera in eine ganz enge Gasse, wo wir gerade so durchpassen. In Armacao de Pera finden wir einen großen Parkplatz für Wohnmobile, zwar ohne jeden Charme, aber für eine Gebühr von einem Euro fünfzig doch angemessen. Nach einer Kaffeepause gehen wir den Ort erkunden und finden gleich in der Nähe einen Cache mit freundlicher Hilfe der dortigen Fischer.
Für die sind wir Geocacher wohl etwas ganz Alltägliches. Wir sind auch sehr leicht zu erkennen mit gesenkten Köpfen, den Blick starr auf das Handydisplay gerichtet, ansonsten suchend, dort wo sonst kein Mensch suchen würde. Dadurch wurden wir auch von einem englischen Paar angesprochen, die ebenfalls Geocacher sind. Es folgt ein kleiner Erfahrungsaustausch.
Der Ort überrascht uns. Zumindest der Teil am Meer ist touristisch sehr schön erschlossen mit vielen Möglichkeiten zum Bummeln und zum Essen.
Für heute belassen wir es mit einem großen, leckeren Eis für jeden, was wir uns nach drei gefundenen Caches auch verdient haben.

Montag, 23. Februar 2015

Praia Castelho 30 km

Nun reicht es endlich mit dem Faulenzen. Es soll weitergehen. Wir machen unser Womo fahrfertig. Anja und Erwin fahren schon mal zum Entsorgen, während wir uns noch von Bekannten verabschieden. Zurück am Womo ist unser Platz schon mit einem Stuhl „aufgewertet“ worden. Da hat wohl jemand mitbekommen, dass wir abreisen und sich so unseren Platz sichern wollen. Wir müssen zunächst zum Gastanken. Wir fahren in Boliqueime eine uns bekannte Tankstelle an. Dass der Preis dort dreizehn Cents höher als an einer anderen Tankstelle liegt, können wir im voraus natürlich nicht wissen. Es sollte heute nicht unser einziges Dilemma bleiben. Dort ist trotzdem schon ganz gut Betrieb. Wir müssen ein paar Minuten warten, bis ein ziemlich dicker Mann seine Gasflasche gefüllt bekommt, sie in seinen Wohnanhänger und sich selbst in den Fahrersitz wuchtet (armes, völlig überladenes Auto!) um sein Gespann rückwärts wegzubugsieren.. Erst dann können zunächst Achim und dann auch Erwin zur Füllstation rangieren. Als wir weiterfahren, hat sich vor der Füllstation schon eine kleine Schlange wartender Womos gebildet. Wir füllen unsere Vorräte bei Aldi auf. Dann dauert es nicht mehr lange und wir erreichen einen sehr schönen Stellplatz in Galé. Der ist leider aber voll. Notgedrungen müssen wir uns einen anderen Stellplatz zu suchen. Unterwegs entdeckt Achim endlich eine Waschanlage, die von der Größe auch für Womos geeignet ist. Sofort wird dorthin abgebogen. Karin und Achim fangen an, während Anja und Erwin das Glück haben, erst mal zuzuschauen. Warum Glück? Deshalb: Es gibt zwei Hochdrucklanzen nebeneinander. Achim, inzwischen auf das Dach des Womos geklettert, lässt sich die modernere anreichen. Fehler! Als Karin das Geld einwirft und auf den Wasserknopf drückt, passiert zunächst nichts. Achim gibt seine Hochdruckpistole wieder nach unten und ehe er es sich versieht, geht deie zweite Hochdrucklanze von alleine los. Blöd natürlich, dass die keiner hält. Deshalb fährt sie aus der Halterung und peitscht wild durch die Gegend. Karin und Erwin können gerade so ausweichen, dass sie nicht getroffen werden. Nur stoppen kann das Ding keiner. Ein kleiner Druck auf den  Stoppknopf wäre gut gewesen. Aber auch dieser liegt im Bereich der „wilden Peitsche“. So knallt diese Lanze ein paar Mal an unser Womo. Zum Glück geht nichts zu Bruch, es bleiben nur ein paar   böse Streifen. Hoffentlich kriegen wir die wieder raus. Erst nach einiger Zeit gelingt es Achim, den Schlauch zu fassen und so die Lanze zu sich hochzuziehen. Dann kann endlich gewaschen werden. Nachdem auch Anja und Erwin ihr Womo gewaschen haben, geht es weiter – in eine Sackgasse. Zumindest wird die Straße, oder besser der Weg, zu schmal für unsere Fahrzeuge. Also Rückwärtsgang einlegen und eine andere Route suchen. Dann finden wir den Stellplatz in Sesmarias – geschlossen! Es bleibt uns nichts anderes übrig als uns am Strand einen „wilden“ Platz zu suchen. Nach den vielen Pannen heute haben wir endlich Glück. Der Platz ist sehr schön. Im Vergleich zum letzten Jahr (wir kennen diesen Platz schon aus den beiden Vorjahren.) ist er jetzt sogar gepflastert. Die Schräge gleichen wir mit unseren Keilen fast aus. Heute Abend also keine Weingläser auf dem Tisch sondern nur Bierdosen. Letztere fallen nicht so schnell um. Dann geht es auf eine nette Klippenwanderung mit Cachesuche. Ab jetzt wird der Tag besser: Wir finden einen von zwei Caches.
Der nicht gefundene wäre vermutlich gefährlich an einem tiefen Abgrund gewesen.
An so einem Tag soll man sein Glück nicht über Gebühr strapazieren.
Die von uns aufgescheuchten Hunde befinden sich auf der anderen Seite eines Gartenzaunes.
Der Klippenweg ist teilweise sehr schmal, aber doch so breit, dass wir auf ihm bleiben. Die Flut zwingt uns zu kleinen Zwischenspurts, lässt uns aber sonst trocken und wohlauf. Schließlich finden wir wieder zurück zu unseren Womos.

Sonntag, 22. Februar 2015

Falesia 9. Tag


Was tun an einem Sonntag? Am Besten nichts. Das können wir inzwischen ganz gut. Außerdem sprechen auch ganz vernünftige Gründe dafür. Wenn wir sonntags unterwegs wären, könnten wir nicht einkaufen, weil die meisten Läden geschlosssen bleiben, sogar Lidl. Dann müssten wir am Montag wieder starten, nur um einzukaufen. Was für eine Verschwendung von Dieselkraftstoff! Zudem ist es sonntags schwierig, einen schönen Stellplatz zu bekommen, weil sich andere auch kaum bewegen. Hier z. B. stehen schon zwei Womos in der Warteschlange. Es ist kein einziger Platz mehr frei. Daher nutzen wir das schöne Wetter für einen Strandspaziergang und zum Sonnenbaden direkt am Atlantik im Windschutz der Klippen.

Samstag, 21. Februar 2015

Falesia 8. Tag


Arbeits- und Ruhetag. Karin füllt noch eine Waschmaschine. Wenn wir demnächst weiterziehen, wissen wir nicht, wann und wo dazu wieder Gelegenheit sein wird. Achim kümmert sich währenddessen ums Womo und säubert die Teppiche. Dann lümmeln wir uns gemeinsam in die Sonne.

Freitag, 20. Februar 2015

Falesia 7. Tag


Heute wollen wir wieder einmal „auswärts“ essen gehen. D. h. die Campingküche im Womo bleibt geschlossen. Jetzt müssen wir nur noch ein „passendes“ Lokal finden. Wir radeln vom Stellplatz und sehen direkt gegenüber ein Plakat mit einem Menüvorschlag eines kleinen Restaurants etwa zweihundert Meter entfernt. Das wäre aber viel zu einfach. Dann hätten wir gar nicht erst auf das Rad steigen müssen. Außerdem ist es zum Essen so kurz nach dem Frühstück auch noch viel zu früh. Wir wollen uns lieber in Vilamoura oder Quarteira nach etwas Geeignetem umschauen. So radeln wir zunächst nach Vilamoura. Der Yachthafen ist schon erstaunlich.
Hier liegt ganz viel Geld im Wasser.
Überhaupt bietet dieser kleine Urlaubsort u. a. ein halbes Dutzend Golfplätze, ein Reitzentrum und für Yachten etwa eintausend Liegeplätze. Auch die Restaurants scheinen eher der gehobenen Kategorie anzugehören, was offensichtlich besonders unsere englischen Nachbarn anlockt. Wir nehmen nebenbei einen Cache mit. Leider den einzigen für heute. Zwar haben wir noch zwei andere auf der Liste, aber eine Baustelle und ein für Touristen abgesperrter Fischereibereich verwehren uns den Zugang. So sind wir auch schon in Quarteira angekommen. Hier urlauben wieder die „Normalos“, wie man an der Promenade und dem Publikum erkennen kann.
Am östlichen Ende von Quarteira zeigen Anja und Erwin uns, wo sie vor vielen Jahren einmal im Urlaub waren. Vieles hat sich in der Zwischenzeit verändert.
Dort, wo einmal die Zufahrt zu einem schönen Parkplatz mit Blick von den Klippen auf das Wasser war, steht jetzt ein Restaurant. Wir kehren wieder um und fahren nur einen Teil die Promenade, um dann eine Parallelstraße nach Westen zu nehmen. Hier gibt es allerhand Geschäfte und sonstige Sehens(un)würdigkeiten. 
Wir klappern ein paar Telefonläden wegen internetfähigen Simkarten ab, können uns aber nicht recht entscheiden. Macht aber nichts. Wir haben auf unserem Stellplatz schließlich WLAN. Dann müssen wir wegen der Baustelle wieder eine Umleitung fahren und verfahren uns dabei ein paar Mal. Schließlich landen wir aber doch wieder in dem mondänen Yachthafen von Vilamoura. Dann sind wir auch schon fast wieder am Stellplatz. Aber wollten wir heute nicht „auswärts“ essen? Letzte Chance ist das kleine Restaurant kurz vor dem Stellplatz. Nach über zwanzig Kilometern Anfahrt haben wir uns diese Einkehr auch redlich verdient. Danach finden wir die restlichen zweihundert Meter zu unserem Stellplatz auch noch ohne Navi.

Donnerstag, 19. Februar 2015

Falesia 6. Tag


Wir fahren mit den Rädern in Falesia etwas bergauf zum nächsten Supermarkt. Leider ist der nicht besonders gut sortiert. Also geht es weiter bergauf zum übernächsten Supermarkt. Hier werden wir besser fündig und füllen unsere nötigsten Vorräte auf. Während Anja und Erwin noch etwas auf Entdeckungstour gehen (einschließlich Cache), kehren Karin und Achim zurück zum Womo, um dort faul in der Sonne zu sitzen, zu liegen, Kaffee zu trinken und zu lesen.

Mittwoch, 18. Februar 2015

Falesia 5. Tag


Unsere Radtour führt uns in Richtung Osten, zunächst zu einem großen Strandparkplatz hinter den Dünen. Dort stehen sehr viele Wohnmobile. Das wundert uns nicht besonders, denn auf unserem offiziellen Stellplatz ist kaum mehr ein Plätzchen frei. Wir stellen die Räder ab und gehen ein paar Schritte auf der Klippe – natürlich zu einem Cache.
Mal so nebenbei bemerkt: Das Geocachen hat den Vorteil, uns in Bewegung zu halten und uns öfters in die Landschaft zu schicken, einfach weil wir einen Grund (einen Cache) dafür haben. Weiter geht es mit den Rädern zu einem kleinen, leeren Parkplatz. Hier wäre eine gute Möglichkeit für Erwin zum Kiten. Nah am Strand und eine sehr niedrige Düne. Leider kein geeigneter Wind. Schließlich erreichen wir die Landzunge vor Vilamoura und Quarteira. Erwin und Achim müssen allein über die Steine bis zum Ende klettern – für einen Cache.
Anja und Karin verweigern diesmal die Kletterei. Was auch nicht ganz ungefährlich ist. Dann geht es zurück zum Stellplatz. Wie geplant machen wir rechtzeitig den Grill an, bevor es dafür zu kühl wird. Abends, wenn die Sonne untergeht, wird es doch etwas zu frisch zum draußen sitzen.

Dienstag, 17. Februar 2015

Falesia 4. Tag

Die Nacht wird sehr windig. Aber das stört uns nicht besonders. Wir schlafen trotzdem sehr gut. Nach einem späten Frühstück erkunden wir zusammen mit Anja und Erwin zu Fuß die nähere Umgebung
und loggen einen kleinen Multicache.
Dann legt sich der Wind etwas und wir können uns am Wohnmobil noch einige Zeit in die Sonne setzen. So beschließen wir, vorerst noch hier in Falesia zu bleiben und planen für morgen einen Grillabend ein.

Montag, 16. Februar 2015

Falesia 3. Tag


So, heute sollen auch wir in den Genuss eines mit Strom versorgten Platzes kommen. Doch dafür müssen wir uns noch etwas gedulden. Erst muss eine Art von Kettenreaktion in Gang gebracht werden. D. h. unser künftiger Platz, direkt gegenüber, muss erst noch vom derzeitigen Platzinhaber geräumt werden. Der will nämlich auf einen anderen Platz umziehen, welcher auch noch besetzt ist. Daher heißt es warten und nochmals warten, um dann im richtigen Moment schnell umzuziehen, bevor ein anderer Stromsuchender zu gierig wird. Als es dann endlich so weit ist, hat Achim schon das Womo fahrfertig und „rutscht“ rüber. Nun wird getestet, ob wir hier auch Fernsehempfang haben. Bei so vielen hohen Bäumen ist das nicht unbedingt eine Selbstverständlichkeit. Wir haben. Also macht Achim das Reisemobil zum Standmobil für die nächsten Tage: Stromanschluss legen, Stützen ausfahren, Wasser auffüllen usw.
Während der Zwischenzeit parkt auch der gestern erwähnte 10-Tonnen-Concorde um auf einen großen mit Stromanschluss versehenen Platz. Leider hat er dort keinen Satellitenempfang. Daher kommt er zurück und stellt sich auf unseren alten Platz, wo er wie wir gestern keine Probleme mit dem Satellitenempfang hat. Aber Strom? Jetzt wird eine ganz lange Leitung gelegt, so dass er auch in diesen Genuss kommt. Warum ging das nicht bei uns? Gute Frage, auf die wir keine rechte Antwort haben. Egal. Wir genießen seit langer Zeit den Luxus von Internetzugang über WLAN und Stromverbrauch ohne Reue und Sorge um unsere Batterien. Man kann halt Wohnmobilisten auch mit sonst selbstverständlichen Kleinigkeiten eine Freude bereiten.

Sonntag, 15. Februar 2015

Falesia 2. Tag

Ein "geruhsamer" Sonntag. Achim nutzt die Gelegenheit zum Duschen. Auf unserem Stellplatz gibt es eine warme wenn auch nicht beheizte Duschmöglichkeit. Genauer gesagt sind es zwei Duschen. Bei 65 Womos mit normaler Doppelbelegung gilt es, den richtigen Zeitpunkt abzupassen bzw. schneller als die anderen zu sein. Dann stehen einem fünf Minuten der Glückseligkeit für fünfzig Cent zu. Langzeitcamper werden das nachvollziehen können. Karin gönnt sich die schnelle und einfache Variante im Womo. Anschließend steigen Karin und Anja in den Wettbewerb um die beiden Waschmaschinen ein und gehen siegreich hervor. Erwin ergattert einen mit Strom ausgestatteten Stellplatz. Allerdings muss er ziemlich rangieren bis sein Womo so steht, dass seine Satellitenschüssel den Astra zwischen den Bäumen findet. Ein 10-Tonnen-Concorde wollte Erwin schon den Platz streitig machen, gräbt sich aber erstmal selbst mit den Vorderrädern ein, was den Platzwart nicht gerade vor Freude strahlen lässt. Dabei sucht der Concorde in erster Linie auch nur freien Blick auf Astra und erst nachrangig nach Strom. Achim beschließt, in der Ruhe liegt die Kraft und verschiebt die Jagd nach Strom auf morgen. Erwin widmet sich nun den Rest des Tages seinem Kühlschrank, der bei Gasbetrieb nach selbigem riecht. Die Lüftungsgitter werden abgebaut. Der Brenner wird gereinigt. Der Abluftkanal wird mit Hilfe der Kitepumpe freigeblasen. Ob das reicht? Ein Womonachbar bietet seine 10-Bar-Druckluftbremse an, die er mit einem 10 m langen Schlauch anzapfen kann. Logisch, das Erwin nun wieder rangieren muss. Zwischendurch passieren dann auch die kleinen Unwägbarkeiten wie verlorene Schrauben und Zwischenringe. Also die kleinen Dinge,  die den Womobastler im Leben so fordern. Endlich fertig - fast. Jetzt riecht es nicht mehr nach Gas, sondern verschmort. Nach einigem Fachsimpeln, jetzt zusätzlich mit einem englischen Womonachbarn, kommen wir zu der Erkenntnis: Das muss freigebrannt werden! (Haftungsausschluss des Autors: Nicht nachmachen. Eltern haften für ihre Kinder.)  Ob es was genutzt hat, wird die Zukunft zeigen. Der Abend naht. Erwin schaltet auf Strom und (das klappt besser) auf ein gemeinsames Feierabendbier um.

Samstag, 14. Februar 2015

Falesia 60 km


Eine böse Überraschung steht an: die Bezahlung der Parkgebühr. Wir rechnen mit drei Tage mal vier Euro, also zwölf Euro. Als Achim die Parkkarte in den Automaten schiebt, fordert das Display zunächst 14,80 Euro. Achim glaubt an einen Fehler und schiebt die Karte nochmals hinein. Jetzt fordert das Display glatte fünfzehn Euro. Es bleibt uns nichts anderes übrig als zu berappen. Sonst hätte sich die Schranke nicht geöffnet. Erwin muss den gleichen Betrag zahlen. Also ist dieser Preis auch kein einmaliger Fehler. Wir fahren zur Rezeption der Ferienanlage, wo wir den Preis monieren. Leider vergeblich. Die Dame macht uns darauf aufmerksam, dass es sich nicht, wie von uns angenommen, um eine 24-Stunden-Gebühr handelt, sondern um eine Tages- und Stundengebühr von sechs Uhr in der Früh bis sechs Uhr abends. D. h. man zahlt für jeweils fünfzehn Minuten zwanzig Cent bis zur Tageshöchstgebühr von vier Euro. Die Schilder, die das so ausweisen, können aber zur Zeit verschwunden sein. Wir ärgern uns zwar, können aber nichts ändern und fahren Zähne knirschend weiter. In Olhao füllen wir bei Lidl unsere Vorräte auf. Erwin muss an einer Tankstelle seinen Gasvorrat ergänzen, was sich als nicht so einfach erweist. Von den vielen Zapfsäulen führt nur eine GPL. Also muss er deswegen schon einmal umrangieren. Dann ist der Zapfhahn auch noch auf der falschen Seite. Um das Womo herum oder drunter durch funktioniert nicht. Also wieder rangieren. Wenn man dann bedenkt, dass das Womo um einiges größer und unhandlicher ist als ein Pkw und das Womo sich jedesmal durch die wartenden Autos schlängeln muss, kann man sich vorstellen, dass die Nerven auf eine kleine Zerreissprobe gestellt werden. Nach einer gefühlten Ewigkeit geht es aber erfolgreich weiter. Wir halten noch an einem kleinen Campingshop, wo wir ein paar mehr oder weniger notwendige Dinge kaufen und kommen dann schließlich an unserem heutigen Ziel Falesia an. Ein richtiger Stellplatz mit Ausstattung für Ver- und Entsorgung und Strom, um unsere Batterien mal wieder richtig aufzuladen. Leider sind zumindest für heute alle Stromanschlüsse vergeben. Da kann man nichts machen. Notfalls muss eben Evi wieder ran.

Freitag, 13. Februar 2015

Pedras d'el Rei 3. Tag


Diesmal machen wir eine kleine Radtour über das schöne Örtchen Santa Luzia nach Tavira, wo wir zwei Caches finden. In Tavira stellen wir die Fahrräder ab und machen eine Stadtbesichtigungstour zu Fuß. Tavira ist wirklich eine sehr schöne Stadt.


Donnerstag, 12. Februar 2015

Pedras d'el Rei 2. Tag


Die Sonne strahlt durch die Wolken.
Eine ausgedehnte Fahrradtour, hin und zurück über zwanzig Kilometer, führt uns nach Fuseta. Dabei folgen wir dem Radweg „Ecovia“.
Dieser führt von Vila Real de Santo Antonio an der spanisch-portugiesischen Grenze bis zur südwestlichen Spitze Portugals bei Sagres. Unterwegs passieren wir einen uns bekannten Stellplatz, der leider keiner mehr ist. Schade. Dieser Platz war sehr schön in der Nähe des Strandes gelegen. In Fuseta besuchen wir in Strandnähe einen Campingplatz, der von der Lage her auch für einen längeren Aufenthalt geeignet scheint.
Wir nutzen die platzeigene Bar für Kaffee und Eis und WLAN-Zugang. Nach einer Besichtigung des Platzes machen wir uns wieder auf den Heimweg.
Altes Wasserschöpfwerk am Wegesrand.

Mittwoch, 11. Februar 2015

Pedras d'el Rei 10 km


Weiter geht es. Wir durchqueren Tavira und Santa Luzia. Überall stehen Wohnmobile. Für uns ist hier kaum ein Platz zu finden. Daher verlassen wir uns auf Pedras d'el Rei. Dort waren wir schon vor zwei Jahren einmal. Als wir dort ankommen, finden wir den uns bekannten Platz völlig verändert vor. Während wir ihn als „wilden“ Platz mit Schotter und Sand in Erinnerung haben, empfängt uns nun ein asphaltierter offizieller Parkplatz mit Schranke und 24-Stunden-Gebühr. Da sie uns mit vier Euro angemessen erscheint, nehmen wir dieses Angebot gerne an. Auf Service für Ver- und Entsorgung oder gar Stromanschlüsse müssen wir freilich verzichten. Dafür ist der Platz aber im Gegensatz zu früher auch recht leer. Anscheinend sind diese vier Euro vielen Wohnmobilisten zu viel. Ein kleiner Spaziergang durch den Ort rundet den Tag ab.

Dienstag, 10. Februar 2015

Manta Rota 4. Tag

Die Sonnenbrandgefahr ist heute relativ gering. Die Bewölkung ist recht dicht. Die Sonne macht sich rar und dafür ein paar Regentropfen Platz. So laden unsere Batterien über die Solarplatten nur sehr mäßig. Auch die Heizung verlangt wegen der Umluft nach Batteriestrom. Was waren das früher für Zeiten, als wir die Heizung noch ohne Umluft betreiben konnten! Da wir am Abend fernsehen wollen, müssen wir unsere Evi (Efoy = mit Methanol betriebenes Ladegerät) bemühen.

Montag, 9. Februar 2015

Manta Rota 3. Tag

An diesem Tag haben wir mehr vor. Aber zuerst freuen wir uns, als Erwin ans Womo klopft und uns backfrische, noch warme Brötchen bringt. Er hat sich die Mühe gemacht und ist ins Dorf gelaufen. Hier auf dem Stellplatz hätten wir noch mindestens eine Stunde länger warten müssen. Nach dem Frühstück nehmen wir unsere Fahrräder und ab geht es, teilweise durch ein kleines Naturschutzgebiet, in Richtung Monte Gordo. Diese Tour führt uns zu sieben Caches, wobei wir für zwei davon die Fahrräder stehen lassen und uns zu Fuß durch die Wälder kämpfen. Den Höhepunkt im wahrsten Sinn des Wortes stellt der vorletzte Cache dar. Er befindet sich hoch oben in einem Baum. Für Erwin kein Problem.
Als ob er nie etwas anderes gemacht hätte, klettert er in die Höhe, macht den Eintrag in das Logbuch und kommt unversehrt wieder herunter. Dann geht es zurück zu unseren Fahrrädern und recht zügig zurück zum Stellplatz. Dort nutzen wir das schöne Wetter für ein gemeinsames Grillen. Ein wunderschöner Tag!

Sonntag, 8. Februar 2015

Manta Rota 2. Tag


Heute ist nicht viel los. Wir erkunden zu Fuß den Ort und nehmen nebenbei einen kleinen Cache mit. Den Rest des Tages sind wir mal wieder ganz einfach faul.

Samstag, 7. Februar 2015

Manta Rota 20 km


Aufbruch nach vier Tagen. Wir hören zwar, in Manta Rota soll der Stellplatz komplett voll sein. Aber das hörten wir auch schon vor einiger Zeit von Tavernes, wo wir auch noch einen Platz bekommen hatten. Zuerst fahren wir eine Gastankstelle an. Unsere Tankflaschen sind durch den häufigen Gebrauch der Heizung doch fast leer geworden. Die Gastankstelle ist etwas schwierig anzufahren mit unseren doch etwas größeren Fahrzeugen. Aber wir schaffen es. Nun „genießen“ wir die recht holprigen Straßen. Dann dauert es aber nicht mehr lange und wir sind in Manta Rota. Wir dachten, wir wissen wo es lang geht, aber eine Einbahnstraße versperrt uns die direkte Zufahrt. Auch unser Navi ist unserer Meinung. Aber wir geben den Verkehrsschildern den Vorrang. Dann sehen wir den Stellplatz. Voll ist untertrieben. Wir fahren auf den Platz und werden kompromisslos in eine Lücke bugsiert. Dabei haben wir noch Glück. Wir kommen ja gerade erst an und parken ein. Viele der Anwesenden müssen ihr Womo umparken, damit sie zwischen die augenscheinlich etwas unterschiedlich gezogenen weißen Linien passen. Das erregt schon hier und da etwas Unmut. Diese Umparkerei ist dann für den Nachmittag das Gesprächsthema schlechthin. Erwin und Achim haben dafür aber keine Zeit. Erwins Satempfang muckt etwas. Deshalb ist hier erst einmal Fehlersuche angesagt. Wir finden einen Wackelkontakt in der Signalleitung und hoffen, dass das die Ursache war.

Freitag, 6. Februar 2015

Vila Real 4. Tag



Wir haben uns entschlossen, noch einen weiteren Tag hier zu verbringen. Es gefällt uns einfach hier. Wir radeln durch die Stadt nach Westen und dann weiter bis an das Westende von Monte Gordo. Dort geht es am Strand entlang wieder ostwärts.
Noch in Monte Gordo finden wir zwei Caches und besichtigen einen schön gelegenen Campingplatz. Man weiß ja nie, ob man sich nicht einmal für einen längeren Aufenthalt in dieser Gegend entscheidet. Dann finden wir am Strand ein gutes Restaurant mit Windschutz und Blick auf das Meer. Auf die Sardinen haben sich Karin und Achim schon lange gefreut. Anja und Erwin ziehen lieber die Seezunge vor. Gut gesättigt radeln wir zurück zum Stellplatz und lassen den Tag bei Sonne und diesmal kaum Wind ausklingen. WLAN? Vergiss es!

Donnerstag, 5. Februar 2015

Vila Real 3. Tag


Wieder so eine kalte Nacht. Wir müssen die Heizung bemühen. Unsere Fahrradtour führt uns zu sieben (!) Caches, erfolgreich versteht sich. Aber wichtiger sind die landschaftlichen Eindrücke. Während wir gestern die Stadt besichtigt hatten, erkunden wir heute das Umland. Die Tour führt uns an die Südspitze Vila Reals. Hier müssen wir unsere Fahrräder abstellen, um eine ganz lange Steinmole entlang zu laufen.
Das ist gar nicht so einfach. Wir gehen, steigen, klettern von Stein zu Stein bis wir nach mehreren hundert Metern an der Spitze ankommen. Hier haben wir einen herrlichen Blick zur Brücke von Spanien nach Portugal im Norden,
aber auch auf eine riesige Sandbucht hinüber nach Monte Gordo und Manta Rota. Während unserer Tour stoßen wir auf einen Womo fahrenden Portugiesen, der einmal vor vielen Jahren in Deutschland gearbeitet hat. Der freut sich offensichtlich, sich auf deutsch mit Deutschen unterhalten zu können und so seine Sprachkenntnisse einmal wieder hervor holen zu können. Auf dem Stellplatz entschließen wir uns, unsere noch in Spanien gekauften Garnelen im Freien zu braten und zu verdrücken. Klasse! Nicht so das WLAN. Wieder zu schwach. Da kommen erste Zweifel auf, ob das hier überhaupt funktioniert.

Mittwoch, 4. Februar 2015

Vila Real 2. Tag


Wir müssen unsere Uhren eine Stunde zurück stellen. Eigentlich keine große Sache. Aber man kommt doch durcheinander. Der Bäcker kommt um neun Uhr. Oder vielleicht doch um zehn Uhr? Das wäre ganz schön spät. Neun Uhr nach portugiesischer Zeit stimmt. Während des Frühstücks beobachten wir einen Womonachbarn, peinlicher Weise aus Deutschland, wie er Absperrband neben seinem Womo spannt, seine Fahrräder platziert und den „abgesperrten“ Platz verlässt. Der niederländische Nachbar erklärt uns, dass der Absperrer nach Spanien fährt, um dort Gas zu kaufen. Muss man wirklich „seinen“ Platz absperren und reservieren? Soll sich jeder selbst seine Gedanken darüber machen.
Wir machen alle Vier einen schönen Spaziergang durch die Stadt.
Sie ist wirklich sehenswert mit ihren schönen, alten und gepflegten Häusern.
Auch finden wir hier die Gassen recht sauber und kaum vermüllt. Man fühlt sich wohl hier.
Dazu tragen auch wieder eineinhalb gefundene Caches bei. Eineinhalb deswegen, weil wir in Wirklichkeit nur einen finden, den wir loggen können. Der zweite ist ein Multi, d. h. wir müssen erst eine Aufgabe lösen und dann weiter suchen. Diese Suche verschieben wir auf morgen. Zurück am Womo genießen wir zwar die Sonne, aber mit kaltem Wind. Unsere Womos dienen als Windschutz. Am Abend geht das Zeitumschaltdilemma wieder los. Wann kommen die Nachrichten im Fernsehen? Um sieben Uhr nach deutscher und spanischer Zeit ist hier aber schon um sechs Uhr. Da kann man sie leicht verpassen.

Dienstag, 3. Februar 2015

Vila Real de Sto.Antonio – Portugal 60 km

Heute soll es nach Portugal gehen! Doch zuerst suchen wir noch eine Tankstelle mit Autowaschanlage, doch leider vergeblich. Also geht es zum Einkaufen nach Cartaya. Dort befinden sich die beiden von uns bevorzugten Supermärkte fast nebeneinander. Nach einer ausgiebigen Einkaufstour fehlt uns nur noch eine Tankstelle, mit oder ohne Waschen, Hauptsache Diesel. Diese finden wir dann kurz vor der Grenze, ohne Waschen. In Portugal angekommen fahren wir direkt zum Stellplatz am Fluß in Vila Real. Leider ist dort heute das WIFI ausgefallen. Nur der Strom hat seinen Preis. Während der eine Stellplatzführer von einem Euro pro Kilowattstunde berichtet, vermeldet ein anderer zwei Euro fünfzig pauschal. Beide haben Unrecht. Der Strom kostet tagsüber zwei Euro fünfzig und nachts noch einmal das Gleiche, also fünf Euro für vierundzwanzig Stunden. Ganz schön teuer!

Montag, 2. Februar 2015

Islantilla 2. Tag

Achim wird mal wieder durch die Müllabfuhr geweckt, so gegen vier Uhr in der Nacht. Gegen halb Sechs werden wir beide geweckt. Wir wissen nur nicht genau von wem. Wir lassen uns später sagen, es wären Fischer mit ihren Booten bei der Arbeit. Für uns hört es sich aber an, als ob riesige Maschinen den Strand auf- und abfahren, den Sand durchkämmen, die Sandkörner sieben und einzeln waschen und mit Riesenfönen trocknen. Das kann natürlich nicht sein. Der Morgen ist leider wieder ziemlich bedeckt. Auch fallen ein paar Tropfen. Trotzdem lassen wir uns nicht von unserer Cachetour abhalten. Hier siegt der Gruppenzwang. Wären wir allein gewesen, hätten wir uns sicherlich den ganzen Tag ins Womo verkrochen. So aber nehmen wir die Fahrräder und radeln zum ersten Cache etwa fünf Kilometer an den östlichen Ortsrand. Das ist nicht ganz richtig, denn wir finden diesen Cache leider nicht. Da wir zu viert sind, stellen wir einfach mal die Behauptung auf, der Cache ist weg. Zum nächsten Cache müssen wir am Strand entlang durch den Sand laufen, glauben wir wenigstens. Daher lassen wir unsere Fahrräder hoffentlich gut abgeschlossen zurück. Nach einigen hundert Metern stellen wir fest, dass durch die Dünen ein Wanderweg führt, der auch für Fahrräder geeignet wäre. Wir finden hier insgesamt drei Caches und danach unsere Fahrräder unversehrt wieder.
Kunst am Wegesrand
Baukunst
Zurück am Womo überredet Erwin Achim zu einem weitern Cache in der Nähe. Auch den finden wir nach etwas Kletterei. Dafür werden wir mit einem herrlichen Blick über Islantilla und den Atlantik belohnt.

Sonntag, 1. Februar 2015

Islantilla 360 km



Heute aber sind wir nicht mehr zu halten. Wir stehen für unsere Verhältnisse recht früh auf und sind auch bald unterwegs. Da wir weit über dreihundert Kilometer vor uns haben, fahren Anja und Erwin diesmal nicht mit uns im Konvoi, sondern jeder für sich. Zunächst müssen wir bei Malaga nach Norden schwenken und uns ins Gebirge hocharbeiten. So klettern wir von Meereshöhe bis auf über achthundert Meter. Dort oben ist es kalt und nebelig. Aber als wir auf der anderen Gebirgsseite wieder hinab fahren, reißen die Wolken wieder auf und die Sonne zeigt sich am blauen Himmel. Die weitere Fahrt ist sehr gemütlich, immer noch bei einigem Gegenwind, wenn auch wohl viel weniger als wenn wir gestern gefahren wären. Da heute Sonntag ist, herrscht auch sehr wenig Verkehr und Lkw gibt es fast überhaupt nicht. Alles in allem eine schöne Fahrt über Sevilla bis nach Islantilla kurz vor der portugiesischen Grenze, wo wir Halt machen. Kaum stehen wir zehn Minuten, treffen auch Anja und Erwin ein. Während wir etwas schneller gefahren sind und eine Pause eingelegt haben, sind die Beiden langsamer gefahren aber ohne Pause. Karin und Achim machen noch einen kleinen Abendspaziergang, um sich die steifen Beine zu vertreten.