Eine böse
Überraschung steht an: die Bezahlung der Parkgebühr. Wir rechnen
mit drei Tage mal vier Euro, also zwölf Euro. Als Achim die
Parkkarte in den Automaten schiebt, fordert das Display zunächst
14,80 Euro. Achim glaubt an einen Fehler und schiebt die Karte
nochmals hinein. Jetzt fordert das Display glatte fünfzehn Euro. Es
bleibt uns nichts anderes übrig als zu berappen. Sonst hätte sich
die Schranke nicht geöffnet. Erwin muss den gleichen Betrag zahlen.
Also ist dieser Preis auch kein einmaliger Fehler. Wir fahren zur
Rezeption der Ferienanlage, wo wir den Preis monieren. Leider
vergeblich. Die Dame macht uns darauf aufmerksam, dass es sich nicht,
wie von uns angenommen, um eine 24-Stunden-Gebühr handelt, sondern
um eine Tages- und Stundengebühr von sechs Uhr in der Früh bis
sechs Uhr abends. D. h. man zahlt für jeweils fünfzehn Minuten
zwanzig Cent bis zur Tageshöchstgebühr von vier Euro. Die Schilder,
die das so ausweisen, können aber zur Zeit verschwunden sein. Wir
ärgern uns zwar, können aber nichts ändern und fahren Zähne
knirschend weiter. In Olhao füllen wir bei Lidl unsere Vorräte auf.
Erwin muss an einer Tankstelle seinen Gasvorrat ergänzen, was sich
als nicht so einfach erweist. Von den vielen Zapfsäulen führt nur
eine GPL. Also muss er deswegen schon einmal umrangieren. Dann ist
der Zapfhahn auch noch auf der falschen Seite. Um das Womo herum oder
drunter durch funktioniert nicht. Also wieder rangieren. Wenn man
dann bedenkt, dass das Womo um einiges größer und unhandlicher ist
als ein Pkw und das Womo sich jedesmal durch die wartenden Autos
schlängeln muss, kann man sich vorstellen, dass die Nerven auf eine
kleine Zerreissprobe gestellt werden. Nach einer gefühlten Ewigkeit
geht es aber erfolgreich weiter. Wir halten noch an einem kleinen
Campingshop, wo wir ein paar mehr oder weniger notwendige Dinge
kaufen und kommen dann schließlich an unserem heutigen Ziel Falesia
an. Ein richtiger Stellplatz mit Ausstattung für Ver- und Entsorgung
und Strom, um unsere Batterien mal wieder richtig aufzuladen. Leider
sind zumindest für heute alle Stromanschlüsse vergeben. Da kann man
nichts machen. Notfalls muss eben Evi wieder ran.
