Und weiter
geht es Richtung Süden. Gleich am ersten Autobahnparkplatz können
wir offiziell und legal unseren Kloinhalt entsorgen. Dann fahren wir
an den Strand von Varberg. Dort ist es sehr schön, aber auch sehr
voll. Varberg ist halt doch etwas größer. Es gibt einen offiziellen
SP für 150 SEK. Der ist aber voll und wird wohl an einem Samstag
auch nicht leerer. Dahinter gibt es noch einen großen staubigen
Parkplatz, der aber nur tagsüber benutzt werden darf. Nachts kostet
es angeblich um die 600 SEK, wenn man von der Polizei angetroffen wird. Das ist uns
dann doch zu viel. Wir fahren weiter nach Björkäng. Dort ist auch
neben einem CP ein großer Strandparkplatz mit festem
Wiesenuntergrund. Das sagt uns schon mehr zu. Auch weil wir hier
nichts zahlen müssen. In Deutschland wäre neben der lästigen
Kurtaxe auch eine saftige Parkgebühr angefallen. Hier in Schweden
(wie auch in Norwegen) geht man davon aus, dass der Strand und das
Meer für Jeden zugänglich sein muss. Wir finden das einfach klasse.
Wir können dort faulenzen, dem Treiben am wiederum riesigen Strand
zusehen und auch – man glaubt es kaum – Kiter und Windsurfer
beobachten.
Schade, dass wir kein Material mitgenommen haben. Aber
wir wollten unsere Zuladung nicht über Gebühr strapazieren. Am
Abend müssen wir leider wieder weiter, weil das Übernachten (wegen
dem CP nebenan?) hier nicht erlaubt ist. Wir hoffen auf einen SP im
nächsten Ort Falkenberg, werden aber enttäuscht. Auch hier
Verbotsschilder zum Übernachten. Also beißen wir in den sauren
Apfel und fahren weiter. Die Autobahnparkplätze unterwegs sagen uns
nicht richtig zu. Meistens zu laut. Erst in Mellbystrand werden wir
fündig. Den Platz haben wir zwar in keiner Liste. Aber trotz
Campingverbot ausserhalb von Campingplätzen finden wir einen großen
Parkplatz, auf dem schon viele Womos und auch Wohnanhänger
(teilweise campingähnlich) stehen. Wir fragen eine Womobesatzung, ob
das hier ein kostenpflichtiger CP ist. Nein, es ist ein kostenloser
Parkplatz. Wenn das so stimmt, mögen wir Mellbystrand.
