Unser
Kühlschrank spielt „Lichtorgel“. Er hat eine LED-Anzeige, ob er
mit Landstrom, über 12 Volt oder Gas betrieben wird. Da der
Landstrom auf diesem Platz sehr schwächelt, springt er zwischen
Landstrom und Gas hin und her. Erst einige Zeit nach unserem
Frühstück kriegt er sich ein und entscheidet sich für Landstrom.
So ist das halt in Spanien. 220 Volt ist ein Wunschgedanke. 210 Volt
sind schon sehr viel. Leider sind es manchmal aber nur knapp 200 Volt
oder sogar weniger. Wir radeln in die Stadt und suchen Lidl. Suchen
ist der richtige Begriff. Wir lassen uns von der App Maps.me helfen.
Lidl eingeben und im Fußgängermodus die Route planen. Das
funktioniert in der Übersicht ganz toll. Nur in der Praxis gibt es
da auch für Fahrradfahrer die eine oder andere Einbahnstraße, in
die wir nicht in die falsche Richtung einfahren dürfen – auch
nicht bei großzügiger spanischer Auslegung der
Verkehrsvorschriften. So kreuzen wir ziemlich lange durch enge und
engste Gassen. Aber nach einer gefühlten Ewigkeit sind wir dann doch
am Ziel. Hier stellen wir fest: Für Wohnmobile ist dieser Lidl nicht
geeignet. Obwohl wir nicht zur Rushhour hier sind, gibt es für
größere Fahrzeuge keine vernünftigen Parkplätze. Wenn hier schon
mal ein Womo parkt, dann bleibt der Fahrer vorsichtshalber sitzen und
lässt seine Frau den Einkauf erledigen. Nachdem wir unsere Drahtesel
mit dem Notwendigsten beladen haben, wollen wir uns auch den
städtischen Platz für Womos anschauen. Diesmal wählen wir nicht
den Fußgängermodus sondern den Pkwmodus für die Zielführung. Das
funktioniert besser, wenn auch mit einigen Umwegen. Der Platz ist
aber total überfüllt. Zudem hat sich hier auch noch ein Zirkus
eingenistet. Gut, dass wir ganz woanders und etwas außerhalb stehen.
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