Dienstag, 2. Februar 2016

Sanlucar 2. Tag

Unser Kühlschrank spielt „Lichtorgel“. Er hat eine LED-Anzeige, ob er mit Landstrom, über 12 Volt oder Gas betrieben wird. Da der Landstrom auf diesem Platz sehr schwächelt, springt er zwischen Landstrom und Gas hin und her. Erst einige Zeit nach unserem Frühstück kriegt er sich ein und entscheidet sich für Landstrom. So ist das halt in Spanien. 220 Volt ist ein Wunschgedanke. 210 Volt sind schon sehr viel. Leider sind es manchmal aber nur knapp 200 Volt oder sogar weniger. Wir radeln in die Stadt und suchen Lidl. Suchen ist der richtige Begriff. Wir lassen uns von der App Maps.me helfen. Lidl eingeben und im Fußgängermodus die Route planen. Das funktioniert in der Übersicht ganz toll. Nur in der Praxis gibt es da auch für Fahrradfahrer die eine oder andere Einbahnstraße, in die wir nicht in die falsche Richtung einfahren dürfen – auch nicht bei großzügiger spanischer Auslegung der Verkehrsvorschriften. So kreuzen wir ziemlich lange durch enge und engste Gassen. Aber nach einer gefühlten Ewigkeit sind wir dann doch am Ziel. Hier stellen wir fest: Für Wohnmobile ist dieser Lidl nicht geeignet. Obwohl wir nicht zur Rushhour hier sind, gibt es für größere Fahrzeuge keine vernünftigen Parkplätze. Wenn hier schon mal ein Womo parkt, dann bleibt der Fahrer vorsichtshalber sitzen und lässt seine Frau den Einkauf erledigen. Nachdem wir unsere Drahtesel mit dem Notwendigsten beladen haben, wollen wir uns auch den städtischen Platz für Womos anschauen. Diesmal wählen wir nicht den Fußgängermodus sondern den Pkwmodus für die Zielführung. Das funktioniert besser, wenn auch mit einigen Umwegen. Der Platz ist aber total überfüllt. Zudem hat sich hier auch noch ein Zirkus eingenistet. Gut, dass wir ganz woanders und etwas außerhalb stehen.