Montag, 15. Februar 2016

Falesia 65 km

Die Nacht über nimmt der Wind immer wieder zu. Das Womo schaukelt und wir schlafen schlecht. So brauchen wir am Morgen den Wecker nicht wirklich. Als erstes schmeißt Achim die Heizung an. Dann kriecht er noch für ein paar Minuten ins Bett bis die Temperaturen so einigermaßen erträglich sind. Wir begleichen unsere Rechnung, ver- und entsorgen und verlassen den Platz. Unser Ziel ist Falesia, ein kleiner Ort bei Albufeira. Aber zuvor wollen wir unterwegs noch ein paar Einkäufe erledigen. Erwin und Achim brauchen Ersatzteile für ihre Womos und Anja und Karin müssen ihre Küchenvorräte aufstocken. Wir halten bei dem ersten uns bekannten Campinghändler. Achim bekommt sein Ersatzteil, ein winziges Plastikteilchen für den Kühlschrank. Es ist eigentlich nur eine kleine Verriegelung, damit der Kühlschrank während der Fahrt geschlossen bleibt. Doch der Preis ist gewaltig: über zwanzig Euro für ein bisschen Plastik. Erwin geht leer aus. Das Ersatzteil für die Toilettenentlüftung ist nicht vorrätig. Sieben Kilometer weiter besuchen wir den nächsten Campinghändler. Der hat dieses Ersatzteil, ein Lüfterrad, mit dem man die unangenehmen Gerüche absaugen kann. Kein großes Teil, eben ein bisschen Elektrik, aber kaum teuerer als Achims Plastikteil. Dann der Einkauf bei Aldi. Doch hier müssen wir uns erst einmal in einer ewig langen Baustelle mit Ampelschaltung anstellen. Nach dem Einkauf geht es auch nur im Schritttempo in dieser Baustelle weiter. Wenn schon mal gebaut wird, dann aber richtig. So kommen wir erst gegen ein Uhr in Falesia an einem sehr schönen Stellplatz an. Uns empfängt eine geschlossene Schranke und ein Schild „Voll“. Das kennen wir doch aus Manta Rota. Aber wir geben nicht auf. Achim geht zu Fuß auf den Stellplatz und sucht den Manager. Als wir ihm erklären, dass wir etwa eine Woche bleiben wollen, lässt er uns doch auf den Stellplatz und weist uns einen „vorläufigen Platz“ am Rand zu. In den nächsten Tagen sollen bei Verfügbarkeit einen „richtigen Platz“ bekommen. Jedenfalls sind wir in etwa dort, wo wir sein wollen und genießen den Rest des Tages.