Montag, 23. Februar 2015

Praia Castelho 30 km

Nun reicht es endlich mit dem Faulenzen. Es soll weitergehen. Wir machen unser Womo fahrfertig. Anja und Erwin fahren schon mal zum Entsorgen, während wir uns noch von Bekannten verabschieden. Zurück am Womo ist unser Platz schon mit einem Stuhl „aufgewertet“ worden. Da hat wohl jemand mitbekommen, dass wir abreisen und sich so unseren Platz sichern wollen. Wir müssen zunächst zum Gastanken. Wir fahren in Boliqueime eine uns bekannte Tankstelle an. Dass der Preis dort dreizehn Cents höher als an einer anderen Tankstelle liegt, können wir im voraus natürlich nicht wissen. Es sollte heute nicht unser einziges Dilemma bleiben. Dort ist trotzdem schon ganz gut Betrieb. Wir müssen ein paar Minuten warten, bis ein ziemlich dicker Mann seine Gasflasche gefüllt bekommt, sie in seinen Wohnanhänger und sich selbst in den Fahrersitz wuchtet (armes, völlig überladenes Auto!) um sein Gespann rückwärts wegzubugsieren.. Erst dann können zunächst Achim und dann auch Erwin zur Füllstation rangieren. Als wir weiterfahren, hat sich vor der Füllstation schon eine kleine Schlange wartender Womos gebildet. Wir füllen unsere Vorräte bei Aldi auf. Dann dauert es nicht mehr lange und wir erreichen einen sehr schönen Stellplatz in Galé. Der ist leider aber voll. Notgedrungen müssen wir uns einen anderen Stellplatz zu suchen. Unterwegs entdeckt Achim endlich eine Waschanlage, die von der Größe auch für Womos geeignet ist. Sofort wird dorthin abgebogen. Karin und Achim fangen an, während Anja und Erwin das Glück haben, erst mal zuzuschauen. Warum Glück? Deshalb: Es gibt zwei Hochdrucklanzen nebeneinander. Achim, inzwischen auf das Dach des Womos geklettert, lässt sich die modernere anreichen. Fehler! Als Karin das Geld einwirft und auf den Wasserknopf drückt, passiert zunächst nichts. Achim gibt seine Hochdruckpistole wieder nach unten und ehe er es sich versieht, geht deie zweite Hochdrucklanze von alleine los. Blöd natürlich, dass die keiner hält. Deshalb fährt sie aus der Halterung und peitscht wild durch die Gegend. Karin und Erwin können gerade so ausweichen, dass sie nicht getroffen werden. Nur stoppen kann das Ding keiner. Ein kleiner Druck auf den  Stoppknopf wäre gut gewesen. Aber auch dieser liegt im Bereich der „wilden Peitsche“. So knallt diese Lanze ein paar Mal an unser Womo. Zum Glück geht nichts zu Bruch, es bleiben nur ein paar   böse Streifen. Hoffentlich kriegen wir die wieder raus. Erst nach einiger Zeit gelingt es Achim, den Schlauch zu fassen und so die Lanze zu sich hochzuziehen. Dann kann endlich gewaschen werden. Nachdem auch Anja und Erwin ihr Womo gewaschen haben, geht es weiter – in eine Sackgasse. Zumindest wird die Straße, oder besser der Weg, zu schmal für unsere Fahrzeuge. Also Rückwärtsgang einlegen und eine andere Route suchen. Dann finden wir den Stellplatz in Sesmarias – geschlossen! Es bleibt uns nichts anderes übrig als uns am Strand einen „wilden“ Platz zu suchen. Nach den vielen Pannen heute haben wir endlich Glück. Der Platz ist sehr schön. Im Vergleich zum letzten Jahr (wir kennen diesen Platz schon aus den beiden Vorjahren.) ist er jetzt sogar gepflastert. Die Schräge gleichen wir mit unseren Keilen fast aus. Heute Abend also keine Weingläser auf dem Tisch sondern nur Bierdosen. Letztere fallen nicht so schnell um. Dann geht es auf eine nette Klippenwanderung mit Cachesuche. Ab jetzt wird der Tag besser: Wir finden einen von zwei Caches.
Der nicht gefundene wäre vermutlich gefährlich an einem tiefen Abgrund gewesen.
An so einem Tag soll man sein Glück nicht über Gebühr strapazieren.
Die von uns aufgescheuchten Hunde befinden sich auf der anderen Seite eines Gartenzaunes.
Der Klippenweg ist teilweise sehr schmal, aber doch so breit, dass wir auf ihm bleiben. Die Flut zwingt uns zu kleinen Zwischenspurts, lässt uns aber sonst trocken und wohlauf. Schließlich finden wir wieder zurück zu unseren Womos.