Als die
ersten Sonnenstrahlen unser Womo erwärmen, stehen wir auf. Gleich
nach dem Frühstück fahren wir wieder auf die A 7 in Richtung
Südwesten. Die A 7 macht hier am Übergang zur Costa del Sol, auch
Costa del Golf genannt, nicht so viel Spaß. Hier tummeln sich
Radfahrer, von der Polizei tapfer ignoriert, so dass wir uns nicht
sicher sind, ob das hier legal oder illegal oder nur sch...egal ist.
Zudem sind die superkurzen Einfahrten meist mit einem Stoppschild
versehen, dass entweder ganz ignoriert wird, oder es wird nur kurz
gehalten, angetäuscht und losgefahren. Als ein Linienbus dieses
Manöver macht - wir fahren zum Glück auf der linken Spur - entlockt
dies Karin einen schrillen Urlaut. Aber alles geht gut. Dann sehen
wir schon Gibraltar mit dem großen "Affenfelsen" vor uns.
In der Ferne glauben wir sogar, die marokkanischen Berge zu erkennen.
Aber wir biegen nach rechts ab, um uns etwas entfernt von der Küste
in Richtung Cadiz zu halten. Diese Autobahn ist ganz anders. Es geht
ein paar Berge hinauf, wieder hinab in die Täler, durch einige
Tunnels, aber sehr, sehr wenig Verkehr. Die Landschaft verändert
sich auch bald. Es wird wieder flacher mit weiten und vor allem
grünen sanften Hügeln, wo entweder gar nichts ist, oder nur ein
paar Rinder rumstehen. Wir lassen Cadiz links liegen und nähern uns
unserem heutigen Ziel Rota. Wer genügend amerikanische Krimis mit
militärischem Touch gesehen hat, wird Rota kennen. Außer dem eher
kleinen Ort handelt es sich um einen riesigen Militärstützpunkt, an
dem wir erst vorbei fahren müssen, um dann von Norden nach Rota
abzubiegen, wo wir einen kleinen mehr oder weniger offiziellen
Stellplatz finden. Hier gibt es eine Ver- und Entsorgungsstation der
einfachsten, aber effektivsten Art, für spanische Verhältnisse
etwas Besonderes.
Aber natürlich ist der Strand nicht weit weg. Hier
hat man einen herrlichen Blick in Richtung Chipiona.


