Donnerstag, 28. Januar 2016

Rota 220 km

Als die ersten Sonnenstrahlen unser Womo erwärmen, stehen wir auf. Gleich nach dem Frühstück fahren wir wieder auf die A 7 in Richtung Südwesten. Die A 7 macht hier am Übergang zur Costa del Sol, auch Costa del Golf genannt, nicht so viel Spaß. Hier tummeln sich Radfahrer, von der Polizei tapfer ignoriert, so dass wir uns nicht sicher sind, ob das hier legal oder illegal oder nur sch...egal ist. Zudem sind die superkurzen Einfahrten meist mit einem Stoppschild versehen, dass entweder ganz ignoriert wird, oder es wird nur kurz gehalten, angetäuscht und losgefahren. Als ein Linienbus dieses Manöver macht - wir fahren zum Glück auf der linken Spur - entlockt dies Karin einen schrillen Urlaut. Aber alles geht gut. Dann sehen wir schon Gibraltar mit dem großen "Affenfelsen" vor uns. In der Ferne glauben wir sogar, die marokkanischen Berge zu erkennen. Aber wir biegen nach rechts ab, um uns etwas entfernt von der Küste in Richtung Cadiz zu halten. Diese Autobahn ist ganz anders. Es geht ein paar Berge hinauf, wieder hinab in die Täler, durch einige Tunnels, aber sehr, sehr wenig Verkehr. Die Landschaft verändert sich auch bald. Es wird wieder flacher mit weiten und vor allem grünen sanften Hügeln, wo entweder gar nichts ist, oder nur ein paar Rinder rumstehen. Wir lassen Cadiz links liegen und nähern uns unserem heutigen Ziel Rota. Wer genügend amerikanische Krimis mit militärischem Touch gesehen hat, wird Rota kennen. Außer dem eher kleinen Ort handelt es sich um einen riesigen Militärstützpunkt, an dem wir erst vorbei fahren müssen, um dann von Norden nach Rota abzubiegen, wo wir einen kleinen mehr oder weniger offiziellen Stellplatz finden. Hier gibt es eine Ver- und Entsorgungsstation der einfachsten, aber effektivsten Art, für spanische Verhältnisse etwas Besonderes. 

Aber natürlich ist der Strand nicht weit weg. Hier hat man einen herrlichen Blick in Richtung Chipiona.