
Gut
dass wir gestern nicht auf der Hochebene in Portugal geblieben sind.
Die letzte Nacht war ganz schön windig mit vielen Böen und
schauerig, nicht zu verwechseln mit schaurig. Hier in Islantilla auf
Meereshöhe war es schon unruhig genug. Auf der Hochebene wären wir
wohl richtig durchgeschüttelt worden. Heute stellt sich die Frage:
Wohin soll es gehen? Wir wägen ab zwischen südwärts und
südostwärts. Wir könnten an die Westküste Spaniens, also an den
Atlantik fahren, wo wir zwei, vielleicht drei schöne Plätze kennen.
Allerdings haben uns unsere Freunde versetzt. Die einen wollen noch
in Portugal bleiben. Die anderen sind diesen Winter gar nicht erst in
den Süden aufgebrochen. Und wieder andere wollen am Mar Menor
(ein-)heimisch werden. So entschließen wir uns für die zweite
Möglichkeit und visieren Malaga an. Zuerst aber wollen wir in Lepe
den neuen Decathlon aufsuchen. In Falesia haben uns die Franzosen so
in die Bouleleidenschaft mit hinein gezogen, dass wir endlich eigene
Kugeln brauchen. Leider aber müssen wir lernen, dass nicht jeder
Decathlon Boulekugeln führt. Zwar könnten wir welche bestellen,
aber dann müssten wir auf die Lieferung warten. Das wollen wir nun
auch wieder nicht. Wir fahren daher unverichteter Dinge weiter über
Huelva nach Gibraleon, um dort auf einem Stellplatz eine Pause
einzulegen. Unser Navi will uns nerven. Zuerst schickt es uns über
einen Feldweg. Wir verweigern. Dann geht es durch enge Gassen, um
wieder auf einen Feldweg abzuzweigen. Wir verweigern erneut.
Schließlich haben wir den Stellplatz so eingekreist, dass wir auch
ohne Feldweg dort ankommen. Reinkommen ist schon viel schwieriger.
Der Platz ist an und für sich ganz schön angelegt, aber eher für
Pkw, denn für Womos. Mit etwas Rangieren und Karins Einweisekünsten
geht es aber schrottfrei. Leider ist
das Wetter weder für draußen
noch für Spazierengehen geeignet: Wind und Regen. Wir entschließen
uns für einen Fahrtag. Gerade als wir den Platz verlassen, kommt ein
neues Womo und hält an. Man glaubt die grauen Zellen des Fahrers
sehen zu können: Wie komme ich da rein? Wir stellen bei der Abfahrt
fest, dass die Anfahrt
auch ganz einfach möglich gewesen wäre. Versteh einer die Navis!
Als wir auf Sevilla
zusteuern, fällt Karin ein, dass dort auch Decathlon vertreten ist.
Im Internet recherchiert sie, ob es hier vielleicht Boulekugeln gibt.
Es gibt sie! Nix wie hin. Wir werden auch schnell fündig, obwohl uns
eine Verkäuferin in diesem Riesenladen in die Irre schicken wollte.
Dann geht es weiter bis Antequera, wo wir unser Nachtlager
aufschlagen wollen. Eigentlich wollten wir hier auch tanken. Bei
Carrefour sehen wir einen relativ günstigen Dieselpreis. Als Achim
den Rüssel von der Tanksäule nimmt, zeigt die Anzeige aber acht
Cent mehr an. Rüssel wieder rein und nochmal raus. Immer noch acht
Cent mehr. Richtige Säule? Ja. Achim geht zum Kassenhäuschen und
fragt nach. Der günstige Dieselpreis gelte nur für Inhaber der
Carrefour-Kundenkarte, die wir leider nicht haben. Dafür haben wir
mal wieder ein Beispiel, wie man reinfallen kann. Wir verzichen aufs
Tanken und fahren zum Stellplatz. Naja, besonders ist er nicht, aber
wenigstens einigermaßen windgeschützt.
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| Gibraleon |
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| Antequera |
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