Freitag, 12. Juli 2019

Wismar 20 km


Ein Beitrag im NDR über Leonardo da Vinci‘s Techniküberlegungen hat uns auf das phanTechnikum in Wismar neugierig gemacht. Normalerweise sind wir nicht so die Museumsgänger, aber da wollen wir hin. Also rufen wir am Vorabend auf dem als voll bekannten Stellplatz an, ob wir für den nächsten Tag reservieren könnten. Nein, geht nicht. Das Kontingent ist schon ausgereizt. Wir sollten es auf gut Glück und möglichst früh probieren. Achims innerer Wecker funktioniert. Nach einem schnellen Kaffee machen wir uns auf und kommen gerade am Stellplatz an, als einige Wohnmobile in der Ausfahrt, an der Entsorgung, Schlange stehen. Das deuten wir als gutes Zeichen: Wenn so viele raus wollen, wird schon was frei sein. Wir fahren drauf, sehen ein paar Reserviertschilder und einen freien Platz. Schon parken wir ein. Ein kleiner Rundgang eröffnet uns aber noch einen (gefühlt) besseren Platz. Also umparken. Dann ist es aber gut. Wir holen unsere Räder aus der Garage und packen unsere Regenjacken ein, denn das Wetter mit den dunklen Wolken scheint Regen zu versprechen. Wir kommen trocken am Museum an. Dort wollen wir unsere Fahrräder unter Dach abstellen. Aber eine „Museumsdame“ weist uns darauf hin, dass das gar nicht geht. So müssen wir unsere Fahrräder im Freien abstellen. An der Kasse macht uns wieder eine „Museumsdame“ darauf aufmerksam, dass wir unsere (wirklich) kleinen Rucksäcke nicht mit in die Ausstellung nehmen dürfen, sondern vorher in Fächer einschließen müssen. Ganz entschließt sich uns diese Weisung nicht. Was bitte sollten wir denn klauen? Einen Flugapparat von Da Vinci? Die Ausstellung gefällt uns sehr gut. Es gibt viel zu sehen. Natürlich viel von Da Vinci! Aber auch andere Dinge von den Anfängen der Fliegerei bis zu neuzeitlichen Flugmodellen, vom Umgang mit der Wasserkraft, vom Küstenschutz.



Die Exponate über das Thema Feuer haben wir dann nach gut zwei Stunden ausgelassen. Vielleicht ein anderes Mal. Auf dem Rückweg ist unser Blick für Außergewöhnliches geschärft. So sehen wir einen alten Gebäudekomplex, anscheinend ein privates Wohnhaus, das uns aber eher an eine Kasernenwache erinnert. Auch Obelix scheint hier tätig gewesen zu sein und hat ein paar Abwasserringe unmotiviert in die Gegend gestellt. Kurz vor dem Stellplatz machen wir schnell noch Halt und gönnen uns jeder ein Fischbrötchen. Schließlich haben wir die gestern vermisst.



Die machen aber Lust auf mehr. Daher kaufen wir noch etwas Räucherfisch für den Abend. Gerade als wir unsere Räder in die Garage stauen, öffnet der Himmel seine Schleusen und beschert uns für den restlichen Nachmittag einen Dauerregen mit Gewittergrollen. Ach, wie schön gemütlich ist es doch im Womo mit einem dampfenden Kaffeebecher.