Der Sturm war zumindest
dort, wo wir waren, nicht so wild. Es hat zwar heftig geregnet,
aber der Wind war gnädig. Später hören wir, dass an der Nordsee
das Ganze doch recht schlimm war. Unsere Entscheidung, uns an die
Ostküste zu verziehen, war also ganz vernünftig. Wir brechen wieder
auf und machen ein bisschen Sightseeing. Zuerst fahren wir nach
Füsing. Diesen (wie auch die nächsten) Tipp(s) haben haben wir von
Anja und Erwin bekommen. Wir kommen an einen sehr schönen
Surferplatz, der leider durch den Sturm ziemlich aufgeweicht ist. So
suchen wir eine Weile, bis wir unser Womo abstellen, ohne befürchten
zu müssen, es in ein paar Minuten tiefer gelegt vorzufinden. Achim
bekommt wieder feuchte Augen, als er die vielen Surfer auf dem Wasser
sieht. Doch als wir einen sehr gut versteckten Cache in der Nähe
finden, leuchten sie wieder. Ganz trauen wir der matschigen Wiese
doch nicht und bleiben lieber nicht über Nacht hier. Es ist auch
weiterer Regen angesagt. Unsere nächste Station ist Schleswig, wo
wir an einer ehemaligen Kaserne ganz am Ufer der Schlei stehen.
Leider wird hier eine Siedlung gebaut, so dass dieser Platz nicht
mehr lange Bestand haben wird. Sogar heute an einem Sonntag stört
der Lärm von Baumaschinen. Also geht es noch einmal weiter. Wir
landen in Jagel auf einem offiziellen Stellplatz.
Das Schöne an
diesem Platz ist die ungeheure Anzahl von Caches in der Nähe.
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| Ein sog. Travel Bug (=Reisekäfer) Hotel |
Heute soll es im Gegensatz zu den nächsten Tagen
trocken bleiben. So nutzen wir das letzte Tageslicht für einen
kleinen Radausflug, um unsere Cachestatistik aufzubessern. Unser Weg
führt uns an einer Kaserne entlang nach Norden. Besonders fallen uns
unterwegs die vielen Kaninchen auf, die in Scharen herum hoppeln.
Wahrscheinlich fühlen sie sich hier so wohl, weil ihnen niemand
etwas tut. Etwaige Greifvögel werden verscheucht, um den Flugverkehr
auf der Luftwaffenbasis nicht zu gefährden. So haben die Kaninchen
in dieser Gegend kaum natürliche Feinde. Was für ein Paradies!
Zurück am Womo haben sich inzwischen weitere Womos zu uns gesellt.
Leider haben die Insassen keinen Respekt vor unserer Privatssphäre
und kürzen immer über „unseren“ Platz ab. Vielleicht wollen sie
kontrollieren, welche Biermarke wir vorziehen oder mit uns gemeinsam
Fernseh schauen. Frage: Warum darf man auf Stellplätzen nicht
gleichzeitig die Fahrer- und die Beifahrertür öffnen? Antwort: Weil
sonst die Nachbarn durch das Womo abkürzen würden.

