Sonntag, 26. Juli 2015

Jagel 55 km


Der Sturm war zumindest dort, wo wir waren, nicht so wild. Es hat zwar heftig geregnet, aber der Wind war gnädig. Später hören wir, dass an der Nordsee das Ganze doch recht schlimm war. Unsere Entscheidung, uns an die Ostküste zu verziehen, war also ganz vernünftig. Wir brechen wieder auf und machen ein bisschen Sightseeing. Zuerst fahren wir nach Füsing. Diesen (wie auch die nächsten) Tipp(s) haben haben wir von Anja und Erwin bekommen. Wir kommen an einen sehr schönen Surferplatz, der leider durch den Sturm ziemlich aufgeweicht ist. So suchen wir eine Weile, bis wir unser Womo abstellen, ohne befürchten zu müssen, es in ein paar Minuten tiefer gelegt vorzufinden. Achim bekommt wieder feuchte Augen, als er die vielen Surfer auf dem Wasser sieht. Doch als wir einen sehr gut versteckten Cache in der Nähe finden, leuchten sie wieder. Ganz trauen wir der matschigen Wiese doch nicht und bleiben lieber nicht über Nacht hier. Es ist auch weiterer Regen angesagt. Unsere nächste Station ist Schleswig, wo wir an einer ehemaligen Kaserne ganz am Ufer der Schlei stehen.
Leider wird hier eine Siedlung gebaut, so dass dieser Platz nicht mehr lange Bestand haben wird. Sogar heute an einem Sonntag stört der Lärm von Baumaschinen. Also geht es noch einmal weiter. Wir landen in Jagel auf einem offiziellen Stellplatz.
Das Schöne an diesem Platz ist die ungeheure Anzahl von Caches in der Nähe.
Ein sog. Travel Bug (=Reisekäfer) Hotel
Heute soll es im Gegensatz zu den nächsten Tagen trocken bleiben. So nutzen wir das letzte Tageslicht für einen kleinen Radausflug, um unsere Cachestatistik aufzubessern. Unser Weg führt uns an einer Kaserne entlang nach Norden. Besonders fallen uns unterwegs die vielen Kaninchen auf, die in Scharen herum hoppeln. Wahrscheinlich fühlen sie sich hier so wohl, weil ihnen niemand etwas tut. Etwaige Greifvögel werden verscheucht, um den Flugverkehr auf der Luftwaffenbasis nicht zu gefährden. So haben die Kaninchen in dieser Gegend kaum natürliche Feinde. Was für ein Paradies! Zurück am Womo haben sich inzwischen weitere Womos zu uns gesellt. Leider haben die Insassen keinen Respekt vor unserer Privatssphäre und kürzen immer über „unseren“ Platz ab. Vielleicht wollen sie kontrollieren, welche Biermarke wir vorziehen oder mit uns gemeinsam Fernseh schauen. Frage: Warum darf man auf Stellplätzen nicht gleichzeitig die Fahrer- und die Beifahrertür öffnen? Antwort: Weil sonst die Nachbarn durch das Womo abkürzen würden.