Donnerstag, 24. Juli 2014

Heddal – Kongsberg 150 km


Wir fahren die Straße zurück nach Amot. Dort tanken wir und fragen nach einer VE. Die junge Bedienung hat keine Ahnung. Ein paar hundert Meter weiter sehen wir selbst ein Hinweisschild zu einer VE. Alles gut. Dann machen wir in Kultur und besuchen die berühmte Heddal-Stabkirche.
 Sie soll die größte in Norwegen sein. Uns beeindrucken schon einmal die vielen Dachkonstruktionen von außen. Dann erstaunt uns eine Art Rundgang komplett um die Kirche herum. Die junge Dame an der Kasse freut sich, uns in deutsch begrüßen zu können. Wir gönnen uns den Eintritt von siebzig NOK pro Person und bewundern die Baukonstruktion innen.
 Hier dürfen wir sogar mit Blitzlicht Bilder machen. Dann fahren wir ein Stück weiter zu einem Picknickplatz auf einer Anhöhe, wo wir uns erst einmal ein paar Stunden neben unser Womo setzen und faulenzen. Wir wollen die Sonne noch genießen, denn es wird schlechteres Wetter angesagt. Kaum dass wir uns entschließen, weiterzufahren, fängt es auch schon an zu tröpfeln und Blitz und Donner stimmen gleich mit ein. Wir wollen zu einem empfohlenen SP fahren, machen aber etwa einen Kilometer vorher Halt. Der Schotterweg ist zunächst nicht das Problem. Aber ein Schild mit dem Hinweis auf einen Privatweg und einer (im Moment) geöffneten Schranke. Wir respektieren den Privatweg und kehren um. Dabei fangen die Vorderräder auf dem Schotter an, durchzudrehen. Es geht aber doch noch gut. Schließlich finden wir nahe Kongsberg wieder einen kleinen Badesee mit großem Parkplatz mit Parkerlaubnis bis vierundzwanzig Stunden (was für eine Übernachtung völlig ausreichend ist) kurz vor einer Silbermine. Hier lassen wir uns nieder, müssen nur einmal noch kurz umsetzen, weil Achim fernsehen will und natürlich so parkt, dass ein Baum genau im Süden steht.
 Fünfzig Meter weiter gibt es dann doch noch Fernsehnachrichten. Ach ja. Nach dem Abendessen können wir nicht widerstehen, uns eine kleine Erfrischung im See zu gönnen. Hier ist kein Bauer mit seinem Güllewagen in Sicht. Die Silbermine wollen wir nicht besichtigen.
 Einerseits würde uns das einhundertfünfzig NOK pro Person kosten, andererseits sollen in dem Stollen nur sechs Grad Celsius herrschen und drittens haben wir gehört, dass diese Exkursion doch recht oberflächlich sei.