Anja
und Erwin sind wieder fleißig und gut zu Fuß. Nach dem Frühstück
marschieren sie los und werden erst wieder am späten Nachmittag auf
dem Campingplatz gesehen. Wir dagegen sind fast nur faul. Karin
kümmert sich um ihre Wäsche bzw. um das Trocknen derselben.
Letzteres hat gestern wegen des Regens nicht wie erwartet geklappt.
Achim schafft es immerhin bis zum in Sichtentfernung befindlichen
Fähranleger. Dort ist nämlich eine Imbissbude. Wir wollen unbedingt
einmal original irische „Fish and Chips“ probieren. Die Chips,
also auf Neudeutsch Pommes, sind sehr gut, nicht zu fettig und gerade
cross genug. Der Fis(c)h ist an und für sich auch ganz gut. Man muss
sich nur die üppige Panade außen herum wegdenken. Allerdings bleibt
dann nicht mehr viel Fisch übrig. Satt macht das Ganze auf jeden
Fall, schon wegen der Menge Fett in der Panade. Man könnte diese
Nahrung mit Currywurst Pommes in Deutschland vergleichen. Vom
Sättigungseffekt ist beides ähnlich. Vom Kulinarischen her soll
sich jeder selbst seine Meinung bilden. Gegen Abend frischt der Wind
auf, was aus zwei Gründen unglücklich ist. Der eine Grund ist eine
kaputte Markise.
Es ist wohl nicht besonders intelligent, sie
dem Wind zugewandt aufzubauen, sie nicht zu sichern und sie dann
allein zu lassen. Achim fährt bei uns die Markise schon ein bzw. gar
nicht erst aus, wenn die Windstärke über Null hinaus geht. Der
zweite Grund ist das Fußballspiel unserer EM-Mannschaft heute Abend
gegen Frankreich. Hier muss die Satellitenantenne dem Wind
standhalten. Die Antenne hält. Leider hält unsere Mannschaft nicht,
was wir uns erhofft haben.