Montag, 3. August 2015

Steinhude 2. Tag


Hitzewarnung! Wir entschließen uns deshalb, eine Kopfbedeckung gegen die Sonne zu tragen. Ansonsten machen wir wie üblich eine Rad- und Cachetour.
Windmühle am Wegesrand
So kann man auch einen Baum verzieren.
Dieser Anblick lässt Achim strahlen.
Auf diese Weise schaffen wir in aller Ruhe 28 Caches. Eigentlich sind es 29, aber die Nummer 29 dürfen wir nicht loggen. Das kommt so. Wir treffen ein Cacherpärchen an einer Brücke. Unübersehbar, was die da machen, mit einem Navi in der Hand. Wir sprechen die beiden an, kommen ins Quatschen und dürfen uns ebenfalls in die Logrolle eintragen. Zurück am Womo wollen wir im Internet loggen und stellen fest, dass dieser Cache nur für Premium-Mitglieder verfügbar ist. Zu dieser Elite gehören wir nicht. Wir sind ganz normale Welt-, Wald- und Wiesen-Cacher. Dann sind es halt nur 28. Wobei – beim 28sten hat Achim auch seine liebe Mühe. Der liegt auf einer kleinen Mole. Dort dürfen wir mit den Fahrrädern nicht hin. Karin bewacht die Fahrräder und Achim geht suchen. Er findet den Cache, will loggen: Kugelschreibermine leer. Also Fußmarsch zurück zu Karin, Stift leihen, Logrolle signieren, Fußmarsch zurück, Cache wieder verstecken und Fußmarsch zurück zu den Fahrrädern. Dann geht es wieder zum Womo. Relaxen ist angesagt.

Abends werfen wir den Grill an. Während wir auf das Glühen der Kohlen warten kommen wir mit unseren Nachbarn ins Gespräch. Wir erfahren, dass das Steinhuder Meer mit Blaualgen belastet sein soll. Die Gemeinde hat wohl auch ein paar Zettel an Hundehalter verteilt, in denen gewarnt wird, die Vierbeiner nicht ins Wasser zu lassen und schon gar nicht von dem Wasser trinken zu lassen. Es seien wohl schon einige Hunde daran gestorben. Auch Éltern mit kleinen Kindern sollten diese besser nicht baden lassen. Wir fragen uns, warum die Gemeinde keine auffälligen Warnschilder aufgestellt hat. Antwort: Weil dann die Touristen weg bleiben könnten. Karin jedenfalls hat die Lust auf eine kleine Abkühlung verloren. Wir sind zwar weder Kinder noch Hunde, aber gesund sind Blaualgen für Erwachsene sicher auch nicht.

Noch eine Anmerkung zu diesem „Top-Platz“. (Achim kann es sich einfach nicht verkneifen). Nach dem Grillen geht Achim unseren Pottiinhalt entsorgen. Der Ausguss wird von Brennnesseln bewacht.
Ist ihm beim ersten Rundgang so gar nicht aufgefallen. Findet er nicht gut und vor allem schmerzhaft. Dann die Spülung: Laut Beschreibung muss man den Schalter auf links drehen. Macht Achim. Dann muss man einen grünen Knopf drücken. Macht Achim. Jetzt geht die Spülung los, aber wie! Am Ausguss ist ein Schlauch angebracht, der seinen Wasserstrahl (knapp an Achim vorbei) quer über den Entsorgungsplatz verteilt. Achim macht einen großen Bogen um den Strahl, um seine Potti zu füllen und zu spülen. Nach zweimaligem Spülen ist Schluss und der Wasserstrahl versiegt. Anschließend kommt ein Schweizer vorbei und fragt Achim, wie die Entsorgung funktioniert. Achim ist nun Experte und hilft dem Schweizer, trocken zu bleiben.