Am Sonntag wird die Karwoche eingeläutet. Darunter verstehen die Spanier hier vor allem Lautstärke. Mit großem Knallen und Autos mit Polizeisirenen werden wir sehr früh geweckt, und dass, wo uns doch eine Stunde wegen der Sommerzeit genommen wurde. Da wir eh schon früher dran sind, machen wir uns mit dem Fahrrad auf Cachetour. Wir wollen auch wissen, ob Karins Reifen jetzt dicht hält. (Er tut es.) Unsere Richtung ist San Javier, wo wir problemlos zwei Caches finden. Der dritte im Naturschutzgebiet aber scheint verschollen zu sein. Schließlich besuchen wir den angrenzenden Campingplatz, weil der ein günstiges Angebot haben soll. Leider ist das nun Vergangenheit. Seit dem 21. März, will heißen Frühlingsanfang, ist der Winterspezialpreis um dreiundreißig Prozent gestiegen. Ob das an der Saison oder Ostern liegt, wird sich nächsten Winter zeigen. Wir radeln weiter zur Promenade nach Los Alcazares und beobachten eine Kiteschülerin mit sehr zweifelhaften Lehrern. Sie versuchen ihr einen sogenannten Russenstart beizubringen. Diese etwas brutale Methode hilft bei schwachem Wind, den Kite voll im Wind zu starten. Das Ergebnis überrascht nicht. Die Kiterin wird erst in die Luft gehoben, dann auf den Strand geklatscht und von dort in das Wasser gezogen. Aber mit Schutzengel. Sie bleibt offensichtlich unverletzt, hat aber erst mal genug von diesem Sport. Wir kehren zum Womo zurück und setzen uns, man glaubt es kaum, in den Schatten. Am Abend packen wir den Grill aus und beschließen den Sonntag mit einem kleinen Barbecue.