Schon
gestern Abend fing der Platz an sich zu füllen. Heute am Vatertag
ist er fast voll. Aber irgendwie passt immer noch ein Womo
dazwischen. Der Wind ist uns leider immer noch nicht gewogen, die
Sonne schon. Wir brechen zu einer kleinen, aber erfolgreichen
Cachetour um den Werder herum auf. Einmal um die Ecke des kleinen
Hügels gebogen ist der Wind gänzlich verschwunden, weil abgedeckt.
Jetzt ist es richtig heiß. Wir beneiden ein bisschen die Angler, die ihre Kühltaschen zurück lassend im kühlen Nass stehen.
Als einer zurück kommt und wir seine magere Ausbeute sehen – ein Hornfisch (glauben wir zumindest) – wird aus Neid eher Mitleid. Vor dem Campingplatz machen wir eine kleine Rast.
Diese Bank lädt auch unbedingt dazu ein. Dann geht es schurstracks zurück zu unserem Stellplatz. Wir haben Durst und Hunger. Die Männer stehen am Imbiss an, während die Frauen Kaffee kochen. Gerade als wir uns die Fischbrötchen einverleiben wollen kommt der Eiswagen auf den Platz gefahren. Das können wir uns nicht entgehen lassen, also neue Planung. Karin holt Eis und muss sich lange anstellen. Diese Idee haben sehr viele. Achim sorgt für Schatten vor dem Womo. Nach dem Eis passt aber doch noch jeweils ein Fischbrötchen in den Menschen hinein. Kaffee geht immer. Anja und Erwin wählen die andere Reihenfolge: erst Fischbrötchen, dann Eis. Geht auch; Anja muss sich so nicht so lange anstellen. Gegen Abend ziehen dunkle Wolken auf. Der Wind wechselt etwas hin und her, sowohl an Stärke wie auch an Richtung. Wir packen unsere Sachen lieber in die Womos. Gute Entscheidung, denn wenig später fängt es erst an zu Regnen, dann wird es böig, und schließlich zieht ein Gewitter auf. Im Womo ist es trotzdem gemütlich.


