
Als uns heute Morgen unser Wecker weckt, kommen wir nur sehr langsam in die Gänge. Zwar haben wir trotz Gewumme gut geschlafen, aber wir könnten noch länger. Doch der Süden lockt. Wir raffen uns auf, entsorgen und fahren etwa 50 Kilometer weiter südlich, um vorerst noch ein letztes Mal in Deutschland zu tanken und vor allem unsere Gastankflasche zu füllen. Die letzten frostigen Tage haben den Vorrat doch recht dezimiert. Dann geht es ab nach Frankreich. Gleich hinter der Rheinbrücke müssen wir unser Tempo leider schon wieder auf fast Null reduzieren. Aufgrund der schlimmen Anschläge letztes Jahr kontrolliert die französische Polizei gleich an der Grenze. Wir haben natürlich keinerlei Probleme. So brav wie wir aussehen und natürlich auch sind. Dann die übliche Fahrt in Richtung Lyon. Unterwegs wie immer Pause an einer Raststätte und ein leckeres Baguette gekauft. Ab jetzt: Urlaubsgefühl, bitte einstellen. Der Rest der Fahrt verläuft ohne besondere Ereignisse. Als Übernachtungsort wählen wir diesmal aber nicht Beausemblant. Für die wenigen Plätze dort wären wir wohl zu spät. Also versuchen wir es in Tournon. Hier finden wir noch genug Platz. Die Fläche ist etwas schräg, so dass wir Klötze unterlegen müssen. Auch ein Bäcker ist direkt gegenüber.
Nach einem kurzen Spaziergang machen wir es uns gerade rechtzeitig vor dem einsetzenden Regen wieder gemütlich. Weil wir trotz Klötze immer noch ein bisschen schräg stehen, braucht Achim mit dem Einrichten der Satschüssel mal wieder etwas länger. Vielleicht liegt es aber auch an der mangelnden Übung. In Deutschland bekamen wir zuletzt meist Fernsehempfang über DVB-T. Da konnte Achim faul bleiben, denn diese Antenne musste nicht eingerichtet werden. Aber ein Ärgernis müssen wir noch erwähnen. Die letzten Jahre hatten wir im Ausland immer sehr gute Internetmöglichkeiten. Zum einen fanden wir auf vielen Stellplätzen WLAN. Zum anderen nutzten wir einen Auslandstarif unseres Mobilfunkanbieters. Letzterer hat uns nun ausgetrickst. Erst hier in Frankreich erfahren wir, dass er den gewohnten Tarif nicht mehr anbietet. Davon haben wir vorher aber nichts gewusst. Die nun verfügbaren Tarife sind für unsere Bedürfnisse viel zu teuer. Leider können wir nun auf die Schnelle nichts mehr daran ändern und müssen in den saueren Apfel beißen. Schließlich wollen wir mit unseren Freunden auch übers Internet in Kontakt bleiben.
