Die
Nacht war kalt, wie der Wetterbericht es prophezeit hatte. Schon
blöd, wenn er ausnahmsweise einmal recht hat. So ist die
Frontscheibe am Womo so beschlagen, dass wir nicht hinaus sehen
können. Unser Fenstersauger funktioniert leider auch nicht, denn
diesen hatten wir den ganzen Sommer über nicht gebraucht, und jetzt
ist der Akku leer. Also hilft nur die gewohnte Lappenmethode. Nur die
Sonne lässt sich trotzdem Zeit, bevor sie das Womo ein bisschen
aufheizt. Nach dem Frühstück trennen wir uns von Anja und Erwin.
Die beiden wollen ein paar Kilometer nach Osten fahren, um ihre
Gasflasche zu füllen. Wir wählen eine Tankstelle in westlicher
Richtung, um das Gleiche zu tun. Dann geht es auf die Autobahn in
Richtung Niederlande und gleich in eine Baustelle und damit in einen
Stau. Zum Glück hält sich die Verzögerung in Grenzen. Aber da
erreicht uns schon eine WhatsApp von Sandra und Kai mit dem Hinweis,
dass sie schon auf dem Campingplatz in Workum angekommen sind. (Für
unsere Leser, die unser Tagebuch nicht in – und auswendig kennen:
Letztes Jahr zur gleichen Zeit waren wir gemeinsam mit Sandra und
Kai, Anja und Erwin auf diesem Campingplatz zum Kiten und
Fahrradfahren und Cachen. Weil es uns allen so gut gefallen hat,
haben wir beschlossen, das Ganze dieses Jahr zu wiederholen.) So
kommen wir nach gemütlicher Fahrt durch den Norden der Niederlande
ebenfalls am Ijsselmeer an, wo Sandra und Kai schon fleißig dabei
sind, sich einzurichten. Wir tun es ihnen gleich. Dann gesellen sich
auch Anja und Erwin dazu und wir sind komplett. Hier sieht man auch,
wo der Schwerpunkt beim Einrichten liegt.
Wenn kein Kitewind da ist,
wollen wir wenigstens Fernseh schauen können. Achja, auch der
Größenunterschied wird hier wohl deutlich. Hinter diesem großen
Ungetüm erkennt man, wenn man genau hinschaut, die Womoschnauze von
Anja und Erwin und dahinter unsere Womoschnauze. Sag noch einmal
jemand, wir hätten große Womos! Aber dann neigt sich der Tag auch
schon und es ist Zeit, es den Enten nachzumachen.


