Weiter geht
es über Cork nach Kinsale zum Charles Fort. Doch zuerst wollen wir
unsere Gasflasche auffüllen. Unser Reiseführer ist aber wohl nicht
mehr ganz auf dem Stand. Zwar finden wir in Cork tatsächlich einen
Gashändler, aber der tauscht nur Flaschen, natürlich keine
deutschen und füllen tut er schon lange nicht mehr. Pech! Wir
schicken schnell Anja und Erwin eine SMS, damit sie sich diesen Umweg
sparen. Also vertagen wir dieses Thema vorerst. Noch haben wir
genügend Vorrat. Unsere weitere Route führt uns vorbei an Kinsale
durch das schöne Dorf Summer Cove. Eng ist das hier. Doch wir kommen
durch. In der Ferne sehen wir Reisebusse auf dem Parkplatz vor dem
Charles Fort. Wir kommen die denn dahin? Als wir den Parkplatz
erreichen, erkennen wir eine weitere Zufahrt. Diese ist zwar auch
nicht gerade eine Autobahn, aber doch um einiges breiter als unser
Dorfsträßchen. Wir haben unserem Navi vertraut, und unser Navi
traut uns anscheinend ebenfalls sehr viel zu. Anja und Erwin haben
die gleiche Anreise hinter sich, kommen aber auch heil an. Dann
besichtigen wir das Fort.
Unsere Heritage Cards gewähren uns kostenfreien Eintritt. Leider
sind alle Beschreibungen auf Englisch, so dass es für Deutsche
schwer ist, die Geschichte des Forts nachzuvollziehen. Wir lernen
immerhin, dass es eine sternförmige Festungsanlage aus dem späten
17. Jahrhundert und sehr englisch geprägt ist, einige Kriege bis
1923 hinter sich hat, aber seit 1973 unter Denkmalschutz steht.
Insgesamt bekommen wir eher einen britischen als einen irischen
Eindruck. Nach diesem Besuch brechen wir auf nach Kinsale. Gleich am
Parkplatz bekommen wir es zum ersten Mal mit einem – in unseren
Augen – dusseligen Fahrer zu tun. Wir wollen losfahren, er sieht
dies, hält in einer Bucht an, augenscheinlich um uns auf dieser
engen und steilen Straße durchzulassen und fährt dann doch los.
Natürlich kommen wir nicht aneinander vorbei. Jetzt will er
anscheinend, dass wir zurück stoßen. Das tun wir aber nicht.
Schließlich setzt er doch noch zurück, aber mit einem Blick auf
uns, der uns durchbohren könnte. Wir fahren weiter bis Kinsale,
machen eine Kaffeepause und dann wieder weiter nach Lispatrick. Anja
und Erwin wollen sich erst einmal Kinsale anschauen. Das tun wir im
Prinzip im Vorbeifahren, denn unser Weg führt uns mitten durch
Kinsale am Hafen entlang. Kurz hinter dem Ortsende kommt uns ein
Kamikazefahrer entgegen. In einer engen Linkskurve schneidet er die
weiße Mittellinie und bringt Achim arg in Bedrängnis. Aber Achim
sitzt links in Sicherheit. Karin hat rechts sitzend wesentlich mehr
von dem Nervenkitzel. Hoffentlich bleiben diese beiden Fahrertypen
die Ausnahme. Wir kommen unversehrt in Lispatrick am Strand an.
Ein herrlicher, großer und weiter Strand, jedenfalls jetzt bei Ebbe.
