Nach
einer ruhigen Nacht folgt ein kurzes Frühstück – also nur Kaffee.
Wir wollen die „Baguette-Tradition“ aufrecht erhalten und erst
nach dem Kauf dieser französischen Köstlichkeit die wichtigste
Mahlzeit des Tages nachholen. Nach ein paar Kilometern ergibt sich
auch die Chance. Wir sehen eine Bäckerei. Achim findet auch sofort
einen Behelfsparkplatz und Karin spurtet in Richtung Backwaren. Nun
vollkommen für den Tag gerüstet, zielen wir auf die Autobahn, weil
wir keine Lust haben, zwar mautfrei, aber im Stau durch Lyon zu
fahren. Auf der Autobahn gleiten wir so gemächlich dahin. Auch die
Sonne freut sich, uns zu sehen und scheint uns auf die Frontscheibe.
Kurz vor Lyon suchen wir uns einen schönen Parkplatz und gegen zum
richtigen Frühstück über. Dann machen wir einen großen Fehler.
Wir versuchen ein Nickerchen, was bei uns im allgemeinen nicht
klappt. Nach einer Viertelstunde mit vielleicht zwei Minuten
geistiger Abwesenheit geben wir auf und fahren weiter. Während wir
um Lyon herum fahren, merken wir, wie wir immer müder werden.
Eigentlich wollten wir mindestens bis Comps. Aber das wären noch
über zweihundert Kilometer weiter. So beschließen wir an einem
Tankstopp, dass es das gute alte Beausemblant auch tut. Zwar hat
Karin noch ein paar recherchierte Plätze in petto, aber Achim hat
keine Lust mehr. Beausemblant finden wir wie immer wieder sehr gut
besucht vor, auch zu früher Nachmittagsstunde. Dennoch finden wir
noch ein Plätzchen, trinken Kaffee zum Wachwerden, machen eine
kleine Runde zu Fuß
und lassen den Tag ausklingen. Ach übrigens ist
von der Sonne bei Lyon leider nichts mehr zu sehen. Im Gegenteil: Es
ist richtig kalt. Wir müssen unbedingt weiter in den Süden.

