Freitag, 18. September 2020

Lüneburger Heide 130 km

Gestern Abend meinte der Wetterbericht, heute Nacht gehen in der Lüneburger Heide die Temperaturen auf 2° herunter. Hier bei Grabow sind am Morgen immerhin 3°. Da muss die Heizung erst mal kräftig arbeiten, ehe wir die Betten verlassen. Zum Glück scheint weiterhin die Sonne. Bis wir startfertig sind, zeigen sich die Temperaturen auch wieder etwas versöhnlicher. So gondeln wir gemütlich übers Land und über die Elbe bis in die Lüneburger Heide.

 

Donnerstag, 17. September 2020

Grabow 195 km


Mit Loitz sind wir sehr weit östlich geraten. Jetzt müssen wir uns wieder südwestwärts hangeln. Unser Tagesziel ist in etwa die Elbe bei Ludwigslust. Für unsere NaviApps scheint alles ganz einfach: zurück auf die Ostseeautobahn und dann gib ihm. Für einen Pkw mag das gut sein, für unser Womo eher nicht. Daher ignorieren wir weitestgehend Onkel Tom und Google und führen den Zeigefinger über die Landkarte. Achim gehorcht nun der Navistimme Karin. Man kann es kaum glauben, aber wir kommen auch auf analoge Weise ganz gut voran und an. In Grabow schauen wir uns den SP an. Nicht schlecht, aber nix zum In-die-Sonne-setzen und zum Grillen auch nicht - einfach ein Parkplatz für Wohnmobile. Wir wollen ihn uns mal für eine Wintertour merken. Ein paar Kilometer außerhalb finden wir einen zwar doppelt so teuren, aber für unsere Zwecke eher geeigneten Platz. Wir finden ein schönes, sonniges Plätzchen, wo wir vor dem Womo ganz gemütlich Kaffee trinken können. Am frühen Abend werfen wir den Grill an und genießen unsere letzten Steaks. 

Mittwoch, 16. September 2020

Loitz 80 km


Vielleicht kommt heute Nachmittag oder gegen Abend etwas Kitewind auf. Vielleicht auch nicht. Vielleicht dreht dann der Wind und wird böig. Vielleicht auch nicht. Bei 4 "Vielleichts" (dieses nicht mitgezählt) entscheidet Achim, den schönen Abschluss von vorvorgestern dieses mageren Kitejahres in Erinnerung zu behalten und lieber ins Inland zu fahren, wo sich  sowieso keine Kitegelegenheit ergibt. Wir wählen als Ziel Loitz, etwa 80 km in südlicher Richtung. Abseits von allem Trubel landen wir an einem kleinen Hafen mit einem SP für 4 Womos. Wir sind das zweite. Im Schatten einer riesigen Weide machen wir Kaffeepause. So gestärkt gehen wir einen Multi-Cache an. Die Stationen liegen günstig in Sichtweite. Das Final haben wir aber nur gefunden, weil wir den Hinweisen des Eigentümers nicht ganz getraut haben und lieber den Hinweisen anderer Cacher nachgegangen sind. 

Dienstag, 15. September 2020

Bodstedt - 2


Die Windvorhersage für die nächsten Tage ist nahezu unverändert: wenig und drehend. Also bis auf weiteres Alternativprogramm. Wir entschließen uns, noch einen Tag hier zu bleiben. Hier ist es schön ruhig. Wir können uns in die Sonne setzen, faulenzen, lesen, Eis und/oder Fischbrötchen essen. Ist doch herrlich! 

Montag, 14. September 2020

Bodstedt 12 km


Kein Wind und auch nicht in Aussicht. Deshalb verlassen wir Saal und setzen um in das nur 12 km entfernte Bodstedt. Am alten Hafen gibt es nämlich ein Fischrestaurant, völlig vom Wind unabhängig. Wir finden schon einige Womos vor, aber finden noch einen schönen Platz. An der Rezeption entrichten wir unsere Parkgebühr und reservieren mit viel Glück einen Tisch zum Abendessen. Dann frönen wir dem  fa niente, schauen über den Bodden und lesen. Bei Sonnenuntergang bekennen wir uns schuldig,  das Leben eines Dorsches und eines Zanders auf dem Gewissen zu haben (eigentlich nur für jeweils einen halben). Das war uns ein Genuss. Nur vom Barther Dunkel ist Achim nicht so  ganz überzeugt.

Sonntag, 13. September 2020

Saal - 3


Kleiner Nachtrag. Als es gestern dunkelt bauen neben uns 2 junge Männer einen originellen Ofen auf. Er besteht aus einer ehemaligen Gasflasche und einem aufgesetzten Ofenrohr. Durch eine Klappe wird er mit Holz geschürt. Das Feuer lässt eingearbeitete "Kiter und Surfer" leuchten. Hübsch anzusehen und auch sehr effektiv. Zwei kleine Mankos: Anfangs ein recht starker Funkenflug und dann die Rauchentwicklung. Daher Empfehlung: Großer Abstand oder am besten in Luv sein.
Natürlich will Achim wieder aufs Wasser. Die Windvorhersage stimmt einigermaßen. Allerdings ist auf dem Wasser eine Menge los. 2 Kiteschulen und viele Einzelunterrichte. Da ist das Durchkommen nicht leicht. Als der Wind etwas nachlässt, hat Achim fürs Erste genug und nähert sich dem Strand. Eine Kiterin passt nicht auf und lässt ihren Kite vor Achim ins Wasser knallen. Achim kann zwar gerade noch stoppen, aber die Leinen verfangen sich in einander. Leider reagiert die Lady überhaupt nicht, so dass Achim auslösen muss. Wenigstens befolgt sie dann seine Anweisungen, um das Ganze zu entwirren. Aber ganz klappt auch das nicht. Achim muss seine Leinen einholen, um das "gegnerische" Brett zu befreien. Wenigstens entschuldigt sich die Lady noch. Achim muss an Land, um sein Knäuel zu entwirren. Nach einer ausgiebigen Pause startet Achim wieder und hat noch eine sehr schöne Abschlusssession. 

Samstag, 12. September 2020

Saal - 2


Wir haben herrlich ruhig geschlafen. Am Morgen muss als erstes die Heizung ran. Natürlich hätten wir auch noch etwas warten können; denn die Sonne lässt nicht lange auf sich warten und heizt kräftig ein. Nach dem Morgenkaffee ist Achim auch gleich umtriebig. Er checkt die Wind-App, geht ans Ufer und entscheidet sich für die mittlere Kitegröße. Fast schafft er es als Erster auf dem Wasser zu sein. Der Wind ist wie so oft etwas böig. Nach ein paar anfänglichen Windlöchern legt er aber zu und stimmt mit Achims Kitewahl überein. Irgendwann braucht Achim dann Koffeinnachschub. Das nutzt der Wind sofort aus und legt kräftig zu. So beobachten wir das Treiben bis in den späten Nachmittag hinein. Dann entschließen wir uns zum Grillen. Nur ist es jetzt etwas frisch. Daher positionieren wir den Grill auf unserer Leeseite unter dem Küchenfenster. Achim schmeißt ihn an und Karin reicht das Grillgut durchs Fenster. Als alles schön knusprig ist, reicht Achim es wieder zurück, so dass wir gemütlich im Womo zu Abend essen können.


Freitag, 11. September 2020

Saal 310 km


Unser letzter Ausflug war Ende Juni zu Ende gegangen. Seitdem hetzten wir von einem (Arzt-) Termin zum nächsten. Zum Glück nicht wegen Corona, aber auch andere Wehwechen können nerven. Gestern hatten wir unser Womo fertig gepackt und um 1/2 10 Uhr abends war auch der allerletzte Termin abgehakt. Wir haben unseren Wecker auf 6 Uhr in der Früh gestellt. Schließlich wollen wir an einem Freitag möglichst schnell vor dem Wochenendwahnsinn nach Saal kommen. Tatsächlich schaffen wir es, um 8 Uhr vom Hof zu fahren, bekommen einen Parkplatz beim örtlichen Supermarkt und decken uns mit frischem Brot und Obst ein. Unser Navi empfiehlt uns die Autobahn A7 und dann A1. Die Alternative wäre über Lüneburg auf Landstraßen. Hätten wir die nur gewählt! Gegen 9 Uhr nähern wir uns Thieshope, als der NDR uns über die geplante Vollsperrung nordwärts bis Sonntag Abend ab Thieshope informiert. Zum Abfahren ist es zu spät. Wir stehen mit vielen anderen - wahrscheinlich genauso überrascht - im 3-spurigen Stau. Mühsam quälen wir uns zur Ausfahrt. Jetzt wählen wir zumindest ab jetzt die Landstraßenroute. Bei Geesthacht erwartet uns die nächste Enttäuschung. Unser "Schleichweg" ist ebenfalls gesperrt. So mühen wir uns durch Geesthacht hindurch. Ab dann läuft es aber endlich, auch wenn sehr viel Verkehr herrscht. Dafür haben wir auf Höhe Rostock Glück und kommen hier ganz gut durch. In Saal ist alles wie immer, nur voller. Aber wir finden ein schönes Plätzchen in der dritten Reihe und können endlich unsere Füße hochlegen. Nach einigen Fachsimpeleien mit unseren neuen Nachbarn lassen wir den Tag ausklingen. 

Dienstag, 8. September 2020

Aufbau-Türschloss defekt - Feder gebrochen - Was nun?

Wer unseren Blog gelesen hat, kennt das Dilemma, wenn das Schloss der Aufbautür nicht mehr ordnungsgemäß funktioniert. Wie wir aber inzwischen wissen, ist dies kein Einzelfall. Deshalb wollen wir hier unsere Erfahrungen widergeben. Vielleicht können wir dem ein oder anderen damit helfen.

Fehlerbeschreibung: Das Schloss lässt sich von außen mit dem Schlüssel verschließen und auch aufschließen. Von innen funktioniert die Verriegelung und Entriegelung ebenfalls. Allerdings hakt der schwarze Riegel am Bolzen des Türrahmens und blockiert die Tür. Wenn man die Abdeckung aushakt und abnimmt, sieht das wie auf diesem Bild aus. Man kann den Riegel mit der Hand bewegen, um die Tür zu öffnen, was aber keine Dauerlösung ist und auch nur von innen funktioniert. Von außen kann man den Riegel mit einem Draht wegschieben, was aber erstens einen passend gebogenen Draht und Fingerspitzengefühl erfordert und zweitens genauso wenig eine Dauerlösung darstellt.

Wir haben den Mechanismus unten dargestellt. Zum Öffnen wird der Riegel (gelbe 1) beim Betätigen der Türklinke nach links gezogen, damit die Feder (rot) den schwarzen Riegel (2) aus dem Türrahmenbolzen herauszieht. Leider war aber diese Feder gebrochen und der rote Teil fehlte.
Die ausgebaute Feder sowie der Ersatz schauen vergrößert so aus.
Wir haben uns aber mit zwei Gummibändern beholfen.


Die Gummibänder ziehen nun, wenn der Riegel 1 (siehe oben) nach links gezogen wird, den Riegel 2 aus dem Türrahmenbolzen und die Tür geht auf. Eigentlich hätte ein Gummiband ausgereicht. Aber leider wird so ein Gummiband schnell mürbe und reißt. Das zweite dient also nur als Ersatz. Es leuchtet ein, dass diese Konstruktion ebenfalls keine Dauerlösung darstellt. Außerdem schaut das Ganze nicht sehr ästhetisch aus, denn die Abdeckung darf nun nicht wieder eingeklinkt werden, sonst blockiert sie die Gummibänder.

Nun ist es uns aber nicht gelungen, eine "originale" Ersatzfeder zu bekommen. Der von uns recherchierte Schlosshersteller hat uns gar nicht erst geantwortet. Daher wissen wir auch nicht genau, ob wir richtig recherchiert hatten. Die Hymervertretung kannte das Problem und bot uns an, ein komplett neues Schloss für ca. 120 Euro zu bestellen. Einschließlich Montage müssten wir mit ca. 200 Euro rechnen.

Unsere Lösung war dann folgende: Wir haben nach Federn gesucht und sind einigermaßen fündig geworden.

 Die Feder links oben haben wir zunächst ausgewählt und so gebogen und abgelängt, dass sie wie die obere auf dem dtitten Bild aussieht. Seit dem Einbau im März funktioniert sie. Allerdings reagiert der Mechanismus etwas träge. Deshalb wollen wir es mit einer stärkeren Spannung probieren., also mit der Feder ganz rechts.

Zum Verständnis: Der schwarze Riegel muss sich bei Entriegelung nach rechts also im Uhrzeigersinn drehen. Das heißt, die Feder muss nach links gespannt werden, um dann nach rechts zu ziehen. Deshalb musste bei der Feder links oben der rechte Schenkel entgegen dem Uhrzeigersinn auf Spannung gebogen werden. Da der untere Schenkel der rechten Feder um 90° weiter gebogen werden muss, erhoffen wir uns nun eine stärkere Spannung.