Heute aber sind wir nicht mehr zu halten. Wir stehen für unsere Verhältnisse recht früh auf und sind auch bald unterwegs. Da wir weit über dreihundert Kilometer vor uns haben, fahren Anja und Erwin diesmal nicht mit uns im Konvoi, sondern jeder für sich. Zunächst müssen wir bei Malaga nach Norden schwenken und uns ins Gebirge hocharbeiten. So klettern wir von Meereshöhe bis auf über achthundert Meter. Dort oben ist es kalt und nebelig. Aber als wir auf der anderen Gebirgsseite wieder hinab fahren, reißen die Wolken wieder auf und die Sonne zeigt sich am blauen Himmel. Die weitere Fahrt ist sehr gemütlich, immer noch bei einigem Gegenwind, wenn auch wohl viel weniger als wenn wir gestern gefahren wären. Da heute Sonntag ist, herrscht auch sehr wenig Verkehr und Lkw gibt es fast überhaupt nicht. Alles in allem eine schöne Fahrt über Sevilla bis nach Islantilla kurz vor der portugiesischen Grenze, wo wir Halt machen. Kaum stehen wir zehn Minuten, treffen auch Anja und Erwin ein. Während wir etwas schneller gefahren sind und eine Pause eingelegt haben, sind die Beiden langsamer gefahren aber ohne Pause. Karin und Achim machen noch einen kleinen Abendspaziergang, um sich die steifen Beine zu vertreten.
