Schon
wieder Crossmolina? Wird sich am Schluss von allein erklären. Da wir
schon einmal auf einem offiziellen Womostellplatz stehen, wollen wir
natürlich auch ordentlich ver- und entsorgen. Mit dem Entsorgen
klappt das auch. Nur mit dem Versorgen nicht so recht. Der
Frischwasserhahn gibt keinen einzigen Tropfen von sich. Er ist
offensichtlich abgestellt. Wir haben aber noch Reserven. So starten
wir unsere heutige Regentour in Richtung Norden auf einer schlechten
und schmalen R-Straße, biegen in Ballycastle links ab und erreichen
die Céide Fields, eine sehr berühmte Ausgrabungsstätte. Dank
unserer Heritage Cards brauchen wir keinen weiteren Eintritt bezahlen
und nehmen gleich an einer Führung teil. An zwei oder drei Stellen
werden uns ausgegrabene Steine gezeigt, die wohl einst zu einer
Behausung oder zu einem Wasserlauf gehörten.
Mehr gibt es
tatsächlich nicht zu sehen. Den Erklärungen hätten wir gut und
gerne auch im Trockenen lauschen können. Und die herum liegenden
Steine hätten wir auch allein gefunden. Viel interessanter ist die
zugehörige Ausstellung. Dort erhält man doch noch einen guten
Eindruck vom steinzeitlichen Leben und den Leistungen der damaligen
Menschen. Wir fahren weiter, natürlich über den heutigen Dreh- und
Angelpunkt Ballycastle, zum Downpatrick Head.
Schon die Fahrt
dorthin ist ein kleines Erlebnis. Es geht einmal wieder über die
engsten Sträßchen, so dass unser Womo sich soeben durchquetschen
kann. Am Ziel aber werden wir durch tolle Klippen entschädigt, die
sich hinter Moher nicht verstecken brauchen. Das Berühmte hier aber
ist das Blow Hole, aus dem auch hin und wieder Wasser heraus schießen
soll.
Als wir da sind, ist aber Niedrigwasser, und so besteht
dafür wohl kaum eine Chance. Dafür aber finden wir immerhin drei
Caches. Weil wir aber heute richtig fleißig sind, fahren wir schon
wieder weiter, natürlich über, man errät es kaum, über
Ballycastle nach Killala. Dort wollen wir einen dieser vielen
Rundtürme besichtigen. Wir tun dies auch, sehen aber kaum etwas
Besonderes. Das Ding ist halt hoch und rund. Wer hätte das gedacht!
Unsere Regenklamotten brauchen nun endlich eine Trocknung und wir
wollen die Füße hochlegen. Daher überlegen wir nicht lange,
sondern fahren zu unserem letzten Übernachtungsplatz. Als wir
ankommen, finden wir drei englische Womos vor, wahre Parkkünstler,
die den Stellplatz voll belegen.
Gut dass wir gestern um die
Ecke ein lauschiges Plätzchen entdeckt haben.
