Samstag, 9. Juli 2016

Crossmolina 120 km


Wir haben herrlich geschlafen. Fast ganz allein, nur ein französisches Womo hatte sich am Abend zu uns gesellt. Leider empfängt uns am Morgen wieder der Regen. So bleibt uns nichts anderes übrig als weiter zu fahren. Wir halten uns zunächst nach Osten bis Westport. Dort fängt ein super angelegter Radweg an – der Greenway. Wir hatten befürchtet, dass er direkt an der Verkehrsstraße verläuft. Aber die Planer haben ihr Bestes gegeben. Er verläuft zwar mal links, mal rechts der Straße, aber schön getrennt von der Fahrbahn. Da würden wir auch gerne radeln. Aber das Wetter macht uns einen dicken Strich durch die Rechnung. Es regnet fast unaufhörlich. So umrunden wir die Clew Bay weiter mit dem Womo, zuerst nach Norden bis Newport und dann nach Westen bis Mulrany. Hier fahren wir auf einen kleinen, etwas schrägen Parkplatz am Strand. Das wäre noch einmal ein schöner Punkt, um auf die Fahrräder zu steigen. Aber das Wetter ist beständig – schlecht. Wir bleiben gerade mal für eine Tasse Kaffee hier. Umrühren brauchen wir nicht. Die Milch wird im Kaffee durch das Schaukeln des Womos vom Sturm verteilt. 

Dabei hatten wir uns so auf eine Radtour gefreut. Darauf müssen wir nun leider verzichten. So fahren wir weiter nach Norden zum Ballycroy National Park Visitor Centre. Ein Ire am Empfang versorgt uns mit ganz vielen Informationen, was man hier alles machen könnte. Leider sehr oft mit dem Nebensatz: wenn das Wetter mitspielen würde. Einziger Lichtblick: Wir haben Zugriff auf das WLAN und können so unseren Blog aktualisieren. Zuletzt waren wir in so einsamen Gegenden, dass an Internetaktivität nicht zu denken war. Danach geht es weiter, wieder etwas östlich bis kurz vor Ballina, nach Crossmolina. Hier finden wir einen schönen Stellplatz mit WC und Wasserhahn vor. Sogar die Parkbuchten sind für Womos gekennzeichnet. Nur der Wind ist noch recht heftig. Wir suchen uns deshalb ein kuscheliges Plätzchen um die Ecke. Ein holländisches Womo folgt unserem Beispiel. Da für ein kurzes Weilchen der Regen eine Pause einlegt, vertreten wir uns für eine halbe Stunde die Füße und wagen es anschließend sogar, uns vor das Womo zu setzen. Nach gerade mal fünf Minuten schickt uns Petrus wieder ins Womo.