Wir
haben herrlich geschlafen. Fast ganz allein, nur ein französisches
Womo hatte sich am Abend zu uns gesellt. Leider empfängt uns am
Morgen wieder der Regen. So bleibt uns nichts anderes übrig als
weiter zu fahren. Wir halten uns zunächst nach Osten bis Westport.
Dort fängt ein super angelegter Radweg an – der Greenway. Wir
hatten befürchtet, dass er direkt an der Verkehrsstraße verläuft.
Aber die Planer haben ihr Bestes gegeben. Er verläuft zwar mal
links, mal rechts der Straße, aber schön getrennt von der Fahrbahn.
Da würden wir auch gerne radeln. Aber das Wetter macht uns einen
dicken Strich durch die Rechnung. Es regnet fast unaufhörlich. So
umrunden wir die Clew Bay weiter mit dem Womo, zuerst nach Norden bis
Newport und dann nach Westen bis Mulrany. Hier fahren wir auf einen
kleinen, etwas schrägen Parkplatz am Strand. Das wäre noch einmal
ein schöner Punkt, um auf die Fahrräder zu steigen. Aber das Wetter
ist beständig – schlecht. Wir bleiben gerade mal für eine Tasse
Kaffee hier. Umrühren brauchen wir nicht. Die Milch wird im Kaffee
durch das Schaukeln des Womos vom Sturm verteilt.
Dabei hatten wir
uns so auf eine Radtour gefreut. Darauf müssen wir nun leider
verzichten. So fahren wir weiter nach Norden zum Ballycroy National
Park Visitor Centre. Ein Ire am Empfang versorgt uns mit ganz vielen
Informationen, was man hier alles machen könnte. Leider sehr oft mit
dem Nebensatz: wenn das Wetter mitspielen würde. Einziger
Lichtblick: Wir haben Zugriff auf das WLAN und können so unseren
Blog aktualisieren. Zuletzt waren wir in so einsamen Gegenden, dass
an Internetaktivität nicht zu denken war. Danach geht es weiter,
wieder etwas östlich bis kurz vor Ballina, nach Crossmolina. Hier
finden wir einen schönen Stellplatz mit WC und Wasserhahn vor. Sogar
die Parkbuchten sind für Womos gekennzeichnet. Nur der Wind ist noch
recht heftig. Wir suchen uns deshalb ein kuscheliges Plätzchen um
die Ecke. Ein holländisches Womo folgt unserem Beispiel. Da für ein
kurzes Weilchen der Regen eine Pause einlegt, vertreten wir uns für
eine halbe Stunde die Füße und wagen es anschließend sogar, uns
vor das Womo zu setzen. Nach gerade mal fünf Minuten schickt uns
Petrus wieder ins Womo.
