Ein Umzugstag! Vielleicht liegt es am wolkenlosen Himmel, vielleicht
auch an der Luftströmung aus Norden, vielleicht auch an beidem.
Jedenfalls ist es heute Morgen s...kalt – um die zehn Grad, aber
immerhin plus. Wir werfen mal wieder die Heizung an. Erst als die
Sonne am Horizont empor steigt und durch die Windschutzscheibe auch
das Innere unseres Womos erwärmt, trauen wir uns aus den Federn.
Dann ist auch schon großes Stühlerücken angesagt. Von unserem
Platz aus beobachten wir, wie Womos den Platz verlassen und andere,
die mit uns in der „Wartereihe“ stehen, auf die frei gewordenen
Plätze dirigiert werden. Als wir schon glauben, die Rückerei ist
vorbei, kommt ein Angestellter zu uns und weist uns einen
„Stromplatz“ zu. So einen Platz wollten wir auch. Allerdings
wollten wir so einen Platz zusammen mit Anja und Erwin. Die müssen
aber noch warten. Also ziehen wir um. Das geht recht schnell. Dafür
müssen wir jetzt Stühle, und was man sonst so noch braucht, zu Anja
und Erwin schleppen. Wir wollen schließlich zusammen sitzen und
nicht getrennt. Erwin und Achim basteln dann an seiner
Toilettenentlüftung, während Anja und Karin in der Sonne sitzend
lesen. Für jedes Teil, ob Werkzeug oder Stromkabel, muss Achim zu
seinem Womo, aufsperren, Teil heraus holen, absperren und wieder zu
Erwin. Blöde Lauferei! Nach geraumer Zeit geben aber Erwin und Achim
auf. Das Ding funktioniert nur im ausgebauten, aber leider nicht im
eingebauten Zustand. Da muss wohl ein Fachmann ran. Aber dieses
getrennte Stehen nervt uns. Auch erweist sich der neue Platz als
wenig empfehlenswert: Neben der Ver- und Entsorgungsanlage. Da stinkt
es einem im wahrsten Sinne des Wortes. Direkt gegenüber befinden
sich das Büro, die Waschmaschinen und die Duschen. Von Ruhe keine
Spur. Bäume und benachbarte Womos spenden auch ausreichend Schatten.
Aber wer will denn im Februar Schatten? Gut dass Anja und Karin
klammheimlich neue Plätze für unsere beiden Womos erkundet haben.
Erwin und Achim sind nicht schwer davon zu überzeugen. Jetzt muss
nur noch der Platzbetreiber unserem Vorhaben zustimmen. Aber auch der
stellt netterweise keine Hürde dar. Schließlich würde Achim einen
der begehrten Stromplätze wieder frei machen. Also erneuter Umzug,
diesmal mit beiden Womos auf Plätze am Rande des Stellplatzes.
Dort
haben wir wirklich Ruhe und können den Tag genießen. Nur Erwin muss
noch ein bisschen an seinem Womo basteln. Das einzige Manko ist
natürlich, dass wir jetzt wieder keinen Strom haben und den auch in
den nächsten Tagen nicht bekommen werden. Ob das so funktioniert
wird sich zeigen.
