Dienstag, 16. Februar 2016

Falesia 2. Tag

Ein Umzugstag! Vielleicht liegt es am wolkenlosen Himmel, vielleicht auch an der Luftströmung aus Norden, vielleicht auch an beidem. Jedenfalls ist es heute Morgen s...kalt – um die zehn Grad, aber immerhin plus. Wir werfen mal wieder die Heizung an. Erst als die Sonne am Horizont empor steigt und durch die Windschutzscheibe auch das Innere unseres Womos erwärmt, trauen wir uns aus den Federn. Dann ist auch schon großes Stühlerücken angesagt. Von unserem Platz aus beobachten wir, wie Womos den Platz verlassen und andere, die mit uns in der „Wartereihe“ stehen, auf die frei gewordenen Plätze dirigiert werden. Als wir schon glauben, die Rückerei ist vorbei, kommt ein Angestellter zu uns und weist uns einen „Stromplatz“ zu. So einen Platz wollten wir auch. Allerdings wollten wir so einen Platz zusammen mit Anja und Erwin. Die müssen aber noch warten. Also ziehen wir um. Das geht recht schnell. Dafür müssen wir jetzt Stühle, und was man sonst so noch braucht, zu Anja und Erwin schleppen. Wir wollen schließlich zusammen sitzen und nicht getrennt. Erwin und Achim basteln dann an seiner Toilettenentlüftung, während Anja und Karin in der Sonne sitzend lesen. Für jedes Teil, ob Werkzeug oder Stromkabel, muss Achim zu seinem Womo, aufsperren, Teil heraus holen, absperren und wieder zu Erwin. Blöde Lauferei! Nach geraumer Zeit geben aber Erwin und Achim auf. Das Ding funktioniert nur im ausgebauten, aber leider nicht im eingebauten Zustand. Da muss wohl ein Fachmann ran. Aber dieses getrennte Stehen nervt uns. Auch erweist sich der neue Platz als wenig empfehlenswert: Neben der Ver- und Entsorgungsanlage. Da stinkt es einem im wahrsten Sinne des Wortes. Direkt gegenüber befinden sich das Büro, die Waschmaschinen und die Duschen. Von Ruhe keine Spur. Bäume und benachbarte Womos spenden auch ausreichend Schatten. Aber wer will denn im Februar Schatten? Gut dass Anja und Karin klammheimlich neue Plätze für unsere beiden Womos erkundet haben. Erwin und Achim sind nicht schwer davon zu überzeugen. Jetzt muss nur noch der Platzbetreiber unserem Vorhaben zustimmen. Aber auch der stellt netterweise keine Hürde dar. Schließlich würde Achim einen der begehrten Stromplätze wieder frei machen. Also erneuter Umzug, diesmal mit beiden Womos auf Plätze am Rande des Stellplatzes. 

Dort haben wir wirklich Ruhe und können den Tag genießen. Nur Erwin muss noch ein bisschen an seinem Womo basteln. Das einzige Manko ist natürlich, dass wir jetzt wieder keinen Strom haben und den auch in den nächsten Tagen nicht bekommen werden. Ob das so funktioniert wird sich zeigen.