Das mit dem faulen
Restnachmittag hat gestern nur bedingt funktioniert. Gegen Abend
sitzen wir gemütlich im Womo und gucken Fernsehen. Dann wird das
Fernsehbild immer pixeliger und ist schließlich ganz weg. Woran
liegt das wohl? Zieht ein Schneesturm über uns durch, der uns die
Satellitensicht vermiest? Wir schauen durch unser Heki nach oben.
Dicke Qualmwolken von einem nahen Industrieschornstein versperren uns
den Blick in den Himmel. Da die Qualmerei auch nach einiger Zeit
nicht aufhört, planen wir einen Umzug. Achim geht nach draußen und
sieht sich um. Etwa fünfzig Meter querab stehen drei Womos mit
ausgerichteten Satschüsseln. Einer der Insassen versichert Achim, er
habe sehr guten Empfang. Wir setzen um zu den drei anderen Womos.
Achim probiert ewig, kriegt aber absolut keinen Satempfang hin.
Schließlich fällt sogar noch die Menüanzeige des Satreceivers auf
dem TV-Bildschirm aus. Damit hat unser Satreceiver wohl zum zweiten
Mal die Grätsche gemacht. Zum Glück gelingt uns ein sehr guter
DVB-T-Empfang. Am Morgen entschließen wir uns zu einem neuen
Satreceiver. Die ganze Reise ohne Fernsehen geht gar nicht. Natürlich
verkauft man uns hier im „Freistaat“ gerne ein sehr gutes Modell
zum entsprechenden Preis. Wir bauen den alten Receiver aus und
installieren den neuen. Der Bildschirm bleibt dunkel. Achim schaltet
auf DVB-T. Der Bildschirm zeigt messerscharf mehrere Programme. Wir
bitten den Händler um Hilfe. Er probiert das Gleiche wie wir mit dem
gleichen Ergebnis. Nichts. Dann tauscht er das HDMI-Kabel. Wieder
nichts und große Ratlosigkeit. Der Händler vermittelt uns einen
Besuch beim Hersteller des Receivers, etwa fünfundzwanzig Kilometer
entfernt. Dort wird der neue Receiver getestet. Funktioniert mit
Scart. Funktioniert mit HDMI. Wieder Einbau in unser Womo.
Funktioniert mit Scart. Funktioniert nicht mit HDMI. Aha. Dann testet
der Servicetechniker zur Sicherheit noch unseren alten Receiver.
Funktioniert. Das heißt: Wir haben zwei funktionierende Receiver,
aber einen Fernseher mit einem defekten HDMI-Eingang. Unser alter
Receiver hat aber nur den
HDMI-Ausgang.
Also zurück zum
„Freistaat“, um den
neuen Receiver gegen einen Fernseher einzutauschen. Da wir
inzwischen sehr gute Kunden zu sein scheinen, dürfen wir ein Gerät
kurz mitnehmen, um zu prüfen, ob es überhaupt in unser Fernsehfach
passt. Tut es einigermaßen. Wir kaufen also einen neuen Fernseher.
Der Einbau gestaltet sich dann doch als ziemlich kompliziert, da die
Maße des Neuen halt doch von den Maßen des Alten abweichen, ist
aber machbar. DVB-T- und Satempfang vorerst zu unserer vollsten
Zufriedenheit. Da sich der Tag nun auch schon wieder gen Abend neigt,
beschließen wir, hier noch eine Nacht zu verbringen und unserem neu
erlangten Fernsehvergnügen zu frönen. Dann kommt Sturm auf und wir
müssen unsere Satschüssel einfahren. Sch...! Zum Glück haben wir
DVB-T.