Sonntag, 7. September 2014


Wir packen unsere sieben Sachen wieder zusammen und fahren mit Anna und Emil nach Hel. Auf einem kostenpflichtigen Parkplatz treffen wir einen netten Wächter an, der auch ein wenig Deutsch spricht. Für die Stunde will er zunächst fünf Szloty, dann vier Szloty. Schließlich einigen wir uns auf eine Übernachtungspauschale von zwanzig Szloty (etwa fünf Euro).
Dann radeln wir los, um Caches zu suchen und dabei Hel kennen zu lernen. Der erste Cache führt uns ins Zentrum zu einem Mönchskloster. Der Zugang ist für Besucher frei – jedenfalls in den Garten. Nur den Cache finden wir nicht so leicht. Ein Mönch geht schweigend aber lächelnd an uns vorbei. Er weiß mit Sicherheit, was wir suchen. Dann hat Achim eine Idee und sieht einen Briefkasten im amerikanischen Design, der aber an der Innenseite des Zaunes für einen Briefträger unzugänglich platziert ist. Als Achim diesen Briefkasten näher untersuchen will, kommt ein zweiter Mönch vorbei und spricht Achim freundlich an. Zwar versteht Achim kein Wort, fasst seine Äußerungen aber als Ermunterung auf und öffnet den Briefkasten. Der Cache ist gefunden. Dann beim zweiten Cache eine Enttäuschung. Ein ehemaliges Militärgebiet versperrt uns den Zugang zum Cache. Der Wächter am Eingang lässt sich nicht erweichen, obwohl nicht ganz ersichtlich ist, was er eigentlich noch bewacht. Vielleicht versteht er uns auch nicht richtig.

Wir entschließen uns, erst einmal den dritten Cache anzugehen. Der befindet sich in einem ehemaligen Bunkergelände aus dem zweiten Weltkrieg und ist recht leicht zu finden. Nur die vielen Muggels stören ein wenig.

Jetzt machen wir aber doch noch einen Anlauf zum zweiten Cache, diesmal von einer anderen Richtung aus. Hier müssen wir erst durch einen Wald fahren, dann die Fahrräder abstellen und ein paar hundert Meter am Strand entlang marschieren. Schließlich treffen wir auf ein altes Schiffswrack am Strand. Dort soll der Cache sein. Nur ist die Beschreibung nicht besonders gut. Auch unsere Handynavis sind beim dem vielen rostigen Eisen keine große Hilfe. Wir wollen fast aufgeben, als Emil in das Wrack hineinkriecht und fündig wird.

Nach Rückmarsch und Rückfahrt nach Hel gönnen wir uns alle zur Belohnung ein schönes Eis. Dann radeln wir an die Landspitze von Hel, wo wir einen herrlichen Sandstrand vorfinden, auf dem sich viele Polen offensichtlich wohl fühlen.
Zurück am Womo legen wir einen Fernsehabend ein und freuen uns über das EM-Qualifikationspiel unserer Fußballnationalmannschaft gegen Schottland, das sie mit 2:1 gewinnt. Nur dass sich Markus Reus schon wieder verletzt ist echt doof.