Gestern
haben wir einen ganz faulen Tag eingelegt, sind auf dem CP geblieben
und haben gebadet, sowohl im See als auch in der Sonne. Obwohl Achim
sich unter der Markise verkrochen hat, ging ein Sonnenbrand an ihm
nicht vorbei. Bei ihm kann die Sonne wohl um die Ecke brennen. Heute
geht es aber wirklich weiter. Wir wollen endlich an den Vänern,
einen großen See, eigentlich schon ein Binnenmeer. Dafür fahren wir
etwa einhundert Kilometer östlich bis Säffle. Dort steuern wir einen
Badeplatz an, den wir aus einem Prospekt der Touristeninformation
haben. Gleich ein Reinfall. Kurz vor dem Ziel geht es auf einer
Schotterpiste mit vielen tiefen Löchern steil bergab. Runter kämen
wir zwar, aber ob wieder hoch ist die Frage. Karin lotst Achim beim
Rückwärtsfahren. Hier hat er ja schon einige Übung (Gegenverkehr
mit Bus in Norwegen). Dann fahren wir direkt nach Säffle zur
Touristeninformation. Aber da gibt es auch kein anderes Material.
Also weiter ausprobieren. Der nächste Badeplatz ist aber schon von
vornherein unerreichbar. Ein Schild „Gesperrt für Kraftfahrzeuge
aller Art“ verweigert uns die Zufahrt. Einen Badeplatz haben wir
noch. Der liegt aber bei einem Campingplatz. Da kommt „wildes“
Übernachten nicht so gut. Außerdem wäre der Parkplatz voll in der
Sonne, was bei der Hitze auch keinen Spaß macht. Daher entschließen
wir uns, auf einen offiziellen SP in Schäffle zu fahren.
Der ist
nicht einmal schlecht. Er liegt ganz nett am Yachthafen. Nur die
Stromsäulen sind abgesperrt, was uns aber nichts ausmacht. Dafür
scheint er kostenlos zu sein – zumindest noch. Dort suchen wir uns
ein möglichst schattiges Plätzchen und genießen die Natur bis uns
ein aufziehendes Gewitter mit kräftigem Regen ins Womo treibt.
