Donnerstag, 5. März 2020

Issoire 360 km

Neben uns steht ein dickes Womo, auf dem Dach eine Klimaanlage mit der Aufschrift "Silent Air" (leise Luft). Gestern Abend hören wir ein grässliches Scheppern und Schleifen. Der Kollege bugsiert seinen Smart über zwei Schienen, also keine richtige Rampe, in die Heckgarage. Hierzu benutzt er eine elektrische Seilwinde und korrigiert die Radstellung durch die geöffnete Fensterscheibe. Nach einigen Versuchen hat er es geschafft. Ruhe. Ein paar Minuten später hören wir die Startversuche eines Motors und schließlich läuft der Moppel im Womoboden; natürlich einer von der lauten und stinkenden Sorte. Soweit zu "Silent Air". Zum Glück steht die Windrichtung uns bei und der Moppel macht nach einer halben Stunde Feierabend. Inzwischen trafen doch noch einige Womos spät ein. Diese sind auch die ersten, die heute Morgen ganz früh fahren. Die Kassiererin ist noch nicht da. Bestimmt haben sie es nur eilig. Die SP-Gebühr wollen sie wahrscheinlich überweisen. 🤔 Als wir losfahren haben wir eine weiße Wand vor uns - das Moppel-Womo. Gut dass wir es kurz vor Narbonne überholen können. Dann stehen wir allerdings in Coursan im Stau. Ein paar Tieflader mit Fertighäusern quälen sich durch die schmale Durchgangsstraße und kommen uns entgegen. Uns leuchtet absolut nicht ein, warum diese Monster ausgerechnet hier anstatt auf breiteren Straßen fahren müssen und wenn schon, warum dann nicht nachts. Irgendwann sind wir durch. Dann geht es auch bald auf die Autobahn Richtung Millau. Heute gönnen wir uns die mautfreihe Ortsdurchfahrt, weil das Navi nur eine vertretbare Verzögerung angibt. Da muss sich einer gewaltig verrechnet haben oder Toni Mang auf dem Motorrad als Vergleich genommen haben. Vielleicht fahren wir auch einfach zu langsam. Kaum sind wir wieder auf der Bahn, nun weiter Richtung Clermont, suchen wir uns einen Rastplatz für die Mittagspause. Nach schier unendlicher Kreiselei stellen wir fest, dass dieser Rastplatz gesperrt ist. Eigentlich hätten uns das auch diverse Hinweisschilder sagen müssen. Aber wer kennt schon die Namen von Rastplätzen? Egal, dann eben wieder rauskreiseln und den nächsten nehmen. So gestärkt fahren wir ganz hoch auf 1121 m am Col des D'Issartets und damit in die Kälte, ins Schauerwetter und in einen Sturm mit saftigen Böen.
Als wir schon fast aufgeben und einfach irgendwo abfahren wollen, wird es besser. Na also, geht doch. Trotzdem reicht es uns für heute als wir auf den SP in Issoire einbiegen.
Nur ein kleiner Cache in der Nähe lockt uns noch zu einer minimalen Aktivität.