Samstag, 11. Januar 2020

Sanlucar de Barrameda 20 km

Ein eisiger Nordwind empfängt uns heute Morgen. Da muss sich Achim für die Aussenarbeiten eine Schicht mehr anziehen. Weit wollen wir ja nicht, aber über allen Plänen schwebt die Unsicherheit, ob wir denn überhaupt einen Platz bekommen. Zwar haben wir per Mail angefragt, aber nicht einmal eine Antwort erhalten. Viele Plätze nehmen Reservierungen an, andere nicht. Eine Antwort, ob denn überhaupt etwas frei ist, wäre schon schön gewesen. Nun fahren wir mit mehreren Alternativen los und haben wahrscheinlich genau deswegen Glück. Wir erreichen unser Ziel noch am Vormittag und bekommen einen der wenigen freien Plätze. Auf einen Stromanschluss müssen wir allerdings verzichten, was bei einer 3 Ampereabsicherung und lose herumliegenden, haushaltsüblichen Mehrfachsteckdosen sicherlich kein großer Verlust ist. Muss die Sonnenenergie eben reichen. Einer unserer Nachbarn, ein Engländer, putzt sein Womo. Achim spricht ihn an, falls das sein Hobby ist, könnte er gerne bei uns weitermachen. Wäre ein nettes Abschiedsgeschenk aus der EU. Aber es ist wie mit fast allen Abstimmungen im Unterhaus. The Nos have it. So muss Achim ganz alleine sein Womo von reichlich Staub und Dreck befreien. Nun glänzt es wieder - bis auf weiteres. Karin ist inzwischen auch mit ihrer Hausarbeit fertig. Also faul sein, Sonne genießen und mit den Nachbarn klönen, auf Englisch und auf Deutsch. Am Abend testen wir die neuen Duschen des Platzes. Im Gegensatz zu unserer Womodusche haben wir jetzt üppig Platz und mehr als ausreichend warmes Wasser. Das muss man einfach nur genießen. Ein kleiner Fehler unterläuft uns dann doch. Laut Anzeige nimmt der Automat alle Münzen ab 2 Cent. Das ist die Gelegenheit, das Kupfergeld loszuwerden. Das sollte man aber nicht unbedingt testen, wenn man die Haare voller Shampoo hat. Zwar nimmt der Automat wirklich das Kleingeld; aber dann tut sich nichts mehr. Er spuckt es wieder aus. So muss eine Silbermünze rein. Dann ist allerdings Dauerduschen und Genießen angesagt.